Airloni Skylane Bremsen gehen fest

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Moin werte Gemeinde,

    heute hat ein Vereinsmitglied mit seiner Skylane mal wieder Ärger mit den Bremsen gehabt. Sie gehen regelmäßig fest, dann läst er an einem Bremszylinder der Fußspitzenbremse den Druck ab, danach geht es wieder bis zum nächsten festgehen.

    Es wurde wohl ein Gutteil der Bremse im Werk ausgetauscht, aber das Problem besteht weiterhin. Blöd ist, das die Skylane ein geschlepptes Bugrag hat und nur über die Bremsen am Boden gesteuert wird. Auch ne Landung mit fester Bremse einseitig stelle ich mir spektakulär vor. 

    Woran kann das liegen? Die Bremse scheint von Kaspar zu sein, hat da jemand Erfahrung mit? Würde es helfen, die Copiloten-Bremsen auszubauen? Ich vermute, da jeder Bremszylinder sein eigenes Reservoir hat, das es eventuell dort zu dem Fehler kommt...

    Zur Not bietet Beringer ja einen kompletten Bremssatz inkl. Felgen etc an, aber das ist schon ne Nummer finanziell.

    Gruß Raller

  • Klingt vom Verhalten, wie ein geschlossenes Bremssystem, vielleicht ein Justirungsproblem?

    Ich habe eingeschlossenes System mit Kaspar Gebern und Beringer Bremsen nicht gut,bin am ändern.

  • raller schrieb:
    Woran kann das liegen?
    Hat er ein Ventil für die Parkbremse? Ich war mal mit einem Flieger unterwegs, der sich bei geschlossenem Parkbremsventil genau so verhielt. Das Parkbremsventil hatte eine Überströmleitung mit Rückschlagventil. Man konnte also das Ventil schließen, um die Parkbremse "einzulegen" und brauchte danach erst den Bremsdruck durch die Überströmleitung aufzubauen. Das hatten den Vorteil, daß man bei einer durchrutschenden Parkbremse auch nachpumpen konnte.

    So lange das Ventil geschlossen war, konnte man dank des Rückschlagventils in der Überströmleitung aber nur Druck auf- und nicht abbauen.

    Die Bremse lösen konnte man erst wieder durch Öffenen des Parkbremsventils. Wenn bei dem von Dir beschriebenen Vogel jetzt das Parkbremsventil Probleme hat und sich nicht zuverlässig öffnen läßt...

  • Ich hatte mal folgenden Fall:

    In dem Bremszylinder (bei der Betätigung) ist ein winziges Loch, das freigegeben wird, wenn der Betätigungshebel zurück gelassen wird. Dadurch fließt die Bremsflüssigkeit zurück und die Leitung wird drucklos.
    Der Bremszylinder war aus Aluminium. Nach langer Zeit ist dieses winzige Loch zu korrodiert, so dad die Bremsflüssigkeit nicht mehr zurück fließen konnte und der Bremsdruck nicht abgebaut wurde. Ursache war wohl der Wassergehalt in der hygroskopischen Bremsflüssigkeit. Sollte man öfter wechseln (ich schäme mich).
    Das verstopfte Loch konnte ich nur mit einem 0,5 mm Bohrer von Hand wieder frei bekommen.
    Alles wieder gut.

    Viel Erfolg wünscht
    WiskeyWiskey

  • WiskeyWiskey schrieb:
    Ursache war wohl der Wassergehalt in der hygroskopischen Bremsflüssigkeit. Sollte man öfter wechseln (ich schäme mich).
    Achtung: Nicht alle Bremsen nutzen diese Bremsflüssigkeit auf Glykolbasis (DOT 4, DOT 5.1), manche Bremsen nutzen genau wegen der Korrosionsproblematik auch Bremsflüssigkeit auf Mineralöl-Basis (z.B. Aeroshell Brake Fluid 41) oder Silikon-Basis (z.B. DOT 5). Diese Flüssigkeiten sind nicht hgroskopisch. Alle Flüssigkeiten sind nicht untereinander mischbar und nur bedingt austauschbar, weil auch das Dichtungsmaterial Probleme bereiten kann.
  • Hallo Raller,


    ja das Problem hatte ich auch und habe sehr lange gesucht.
    Die erste Möglichkeit ist die absolute Freigängigkeit der Bremszylinder an den Pedalen. Bei mir waren sie so knapp eingestellt, dass bei großer Hitze und Parken mit der Parkbremse eine Seite nicht mehr auslöste. (Pepino Du bist auf der richtigen Fährte)


    Die Zweite Möglichkeit sich mit Kaspar in Verbindung  setzen. Es gab eine Charge die tatsächlich diesen Effekt hatte. Kaspar tauscht, in aller Regel, die Bremszylinder kostenlos um. Dieser Effekt ging mit einem weichen Bremspedal einher, obwohl die Bremse entlüftet war.  
    Kaspar hat zusätzlich noch eine Feder für die Bremszylinder im Angebot. die eine Zwangsöffnung zusichern, um einer möglichen Schwergängigkeit der Pedale entgegen zu wirken.  Die Feder kann leicht von außen angebracht werden. Ich glaube  aber, die ist  nicht Katalog.
    Bei Bedarf kommt noch ein Bild dazu ….ich bin auf der Suche;-)

    Dieter

  • Feder im eingebauten Zustand . oben die Mutter für die Verstellung des Spieles

    Vielleicht ist Dein Fliegerkollege im internen Skylaneforum angemeldet. Er soll da mal schauen. Da gibt es einen längeren Beitrag




  • Moin,

    vielen Dank für eure Beiträge! Ich muß mit dem Besitzer sprechen, ob und was an seinen Skylane schon gemacht wurde. Immerhin gut zu wissen, das es da wohl ab und zu mal klemmt, das erleichtert die Suche der Fehlers.

    Ich werde berichten.

    Gruß Raller ( der sich gerade mal wieder über die Beringer-Bremsen an seiner FK9 freut...)

  • Moin,

    in der Skylane sind wohl alle Teile der Bremse getauscht worden bis auf die Leitungen. Es sind die neuen Hauptbremzylinder verbaut worden mit den Rückholfedern. Das Problem besteht nach wie vor.

    Wir werden mal schauen, ob die Hauptbremszylinder komplett entspannt sind, wenn sie nicht betätigt werden und wir werden mal die Radbremszylinder überprüfen und reinigen. Hat da noch jemand genauere Tipps zu?

    Ansonsten bin ich etwas ratlos, was das Thema angeht...

    Gruß Raller

  • Hallo Raller,


    bleiben die Bremsen fest nachdem die Feststellbremse vorher bestätigt worden ist? Und betrifft das nur immer eine Seite?
    Wenn dieser Fall Auftritt mal versuchen,  die vier Bremspedale nacheinander  mit der Hand  kräftig in die Ruhelage zurückzuziehen. Dann sollte die Bremse auslösen. Das wäre der von mir vermutete Fall, dass die Fußbremszylinder zu wenig Spiel haben oder auch die Bremspedale nicht leichtgängig sind.
    Auch bitte noch mal schauen, ob sich die Bremszylinder axial schön Spiel haben. An der unteren Aufhängung habe ich, zusätzlich zu den vorhandenen U-Scheiben,  links und rechts Perlon-Unterlegscheiben reingebaut, damit sich der Bewegungsraum für das axiale Spiel etwas vergrößert und gut „geschmiert“ ist. Diese sollten aber im Durchmesser nicht allzu groß sein, damit sie Bewegung des Kugelgelenkes nicht behindern wird. Das kann man ein wenig auf dem Foto sehen.
    Vielleicht auch noch mal prüfen, ob der Feststellbremshebel in seiner Schaltkulisse  genügend Platz/ Bewegungsfreiheit hat. Das war bei mir auch sehr knapp, aber nicht die Ursache.


    Viel Erfolg   Dieter

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