Instandhaltungsprogramm (IHP) für ULs

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Steffen_E schrieb:
    Du bist gerade der falsche für den Spruch.
    Ob ich nun der "Falsche" oder "Richtige" bin, solche Formulierungen haben in einer sachlichen Diskussion nichts zu suchen. Halte dich bitte daran. Danke.


    Chris

  • Ich habe mit Versicherungen  so meine Erfahrungen . Das Wichtigste ist die Rechtschutzversicherung gegen die Versicherung. Da wird automatisch erst mal angelehnt, verzögert, Gutachter beauftragt und am ende quetschen sie einen Vergleich vor Gericht raus. 

    Das ist mittlerweile Versicherungs Firmenpolitik.

    Ich habe genau so alle meine Ansprüche (edit nachträglich : mehrfach) durchgesetzt weil ich finanziell und eben Rechschutz gesichert bin und da mithalten kann. 

    Kannst Du finanziell das Risiko nicht tragen, bekommst Du weiche Knie bei so einem Prozess. Da liegen die Kosten dann auch ähnlich dem Streitwert. Und wer glaubt ich werde garantiert gewinnen da hat er/ sie sich nicht den generischen Anwalt gehört. Da denkt man ja selbst bei einen klaren Fall zu seinen Gunsten das man dem Gegner noch aus Mitleid was überweisen muß wenn man die ganze Kreativität bestaunt.  Auch Richter sind erstaunlich cool und man hat schnell die Beweislast auf seiner Seite. Die sind immer auf Vergleich aus. Habe da weniger Arbeit mit der Begründung beim Urteil. ( glaube ich  ? ) 

    Schon ist der klare Fall gar nicht mehr so klar. 

    Gewinnen tun nur die Rechtanwälte. 

    Also das Wichtigste. Immer schweigen und vorbereitet sein. 

    Mir hats bisher sehr geholfen. 

    QDM 

  • blaufranky schrieb:
    Merkt Ihr was?

    Jaaa! Nämlich, daß man sich mit seinen Einträgen in die Selbsthaftung begibt.

    Es ist keinesfalls die für einen ängstlichen Deutschen so erstrebenswerte Erleicherung, weil weg von der lästigen Eigenverantwortung. Aus dem Sportgerät UL ist per vom DAeC "geklauten" Kennblatt ein Flugzeug mit genau den Nachteilen geworden, die bei Schaffung der UL-Klasse eigens abgeschafft werden sollten: Design - festgenagelt auf dem Kennblatt.

    Anläßlich des tödlichen Aufschlag-Brand-Unfalls der Excellence in Ostwestfalen wurde in diesem Forum ein Link gesetzt - https://www.flightforum.ch/board/topic/103775-16082020-swiss-excellence-risen-edvy-unfall-beim-startvorgang/

    Edit Link 07.10.20 11.51 hob

    Dort unterhalten sich einige sehr erfahrene Flieger darüber, daß die heutigen widerstandoptimierten schnellen ULs ihren Piloten nicht mehr so eindeutig anzeigen, ob und wann sie die aerodynamischen Dienste einstellen. An diesem Flugzeug ist ein V-Leitwerk mit geschätztem Öffnungswinkel >90°. Ob es sich dabei um ein Pendel-SL/HL-Leiwerk handelt oder um ein konservatives, also Festteil mit Ruderklappen, kann ich nicht erkennen, weiß es auch nicht. Da dieses Leitwerk gleichzeitg für Seite *und* Höhe "zuständig" ist, bedarf es minutiöser Einstellung an demselben. Was soll man da als Halter eintragen???

    Andererseits muß man wissen, wo genau! der Neutralpunkt des Flugzeugs liegt, damit mit dem *davor* zu fixierenden Schwerpnkt die optimale Stabilitätsreserve festgelegt werden kann, die immer ein Kompromiß zwischen optimaler Leistung und sicherer Fliegbarkeit darstellen wird. HINWEIS:

    Die Stabilitätsreserve - angegeben in % - ist die Strecke zwischen Schwerpunkt und dem in aller Regel weiter hinten liegenden Neutralpunkt.

    Edit 8.10.20, 07.14 Uhr, hob:

    Mit *Strecke* ist der gesamt überhaupt mögliche Schwerpunktbereich gemeint, denn der Flügel hat selbst einen Neutralpunkt, und ntürlich das Höhenleitwerk auch. Also wäre der am weitesten vorn mögliche Schwerpunkt der auf oder nahe des Flügel-Neutralpunktes - auf der dort gedacht-liegenden Rumpfmittellinie. Nähern sich Schwerpunkt und Flugzeug-Neutralpunkt an - z.B. durch Zusatzbeladung ("Kofferraum"), besteht die Gefahr des Flachtrudelns.

    ANDERES Beispiel: Als die ersten Leichtathleten mit dem Speer die 100m-Grenze in einem vollbesetzten Stadion ankratzten, beschloß man sofort weltweit, den Schwerpunkt der Geräte weiter nach vorn zu verlegen. Das half, die Extrem-Weiten jedenfalls bis heute zu vermeiden, denn der Speer hat ja kein Höhenruder bzw. dto. Leitwerk.

    Andererseits wird hier diskutiert, nicht *ob* sondern wie und aus welchem Material man anstelle des Serientanks einen solchen von 80 L in ein UL einbauen kann. Daß dies bei Böigkeit die Obergurte des Flügels per Druck zerstören kann, wird nicht mal im Ansatz diskutiert. Bei "gemütlichen" 180 km/h = 50m/sec kommt noch die berühmte 10 m-Bö hinzu, die immer durch die dt. Zulassungsvorschriften geistert. Das sind dann satte 216 km/h, nur mal so zum Spaß. Und deshalb gibt es hier bei uns RGs diverser Fabrikate mit Rakete.

    Überhaupt steht so ziemlich fast "alles auf der Kippe". Seit den UL-Anfängen mit 50km/h Mindestgeschwindigkeit (inzwischen mehrfach geändert) - die deshalb auch ULs mit ehrlichen ~18 m² hervorbrachten - haben wir heute fast nur noch die Hälfte an Flügelfläche davon, aber überall auftriebserhöhende Klappen, kleine Räder (zum vermutlich besseren Überschlag auf dem Außenlandeacker) und Dauer-Probleme mit dem MTOM.

    Dann liefert Euch mal treudoof für 15,-- EUR der minutiösen Nachprüfung durch die Justiz - und wegen deren bekannter Ahnunslosigkeit - dem Rattenschwanz an Sachverständigen und Anwälten - alles Plural - aus: Deutsche Teuerkratie halt. 

    hob

  • Moin Hob,

    danke für den versteckten Hinweis auf die Festigkeitsproblematik bei meinem Tankprojekt. Der Tank befindet sich lastmässig direkt im Rumpfkäfig wie auch die Aviateure. Er ist an den selben Punkten befestigt wie Sitze, Gurte etc. Schwerpunktmäßig ist das zusätzliche Gewicht des Benzins sauber ermittelbar und deutlich weniger relevant wie die 15kg Beladung im Kofferraum dahinter. 

    Eine Anfrage an den Hersteller kommt, sobald das Projekt nicht nur Laberei, sondern konkret wird.

    Im Zuge der möglichen Auflastung muss ich eh an das System Spritversorgung, um u.A. eine Rücklaufleitung zu installieren. Dazu muss das ganze Geraffel raus und wird mit neuen Schläuchen, Filtern etc versehen.

    Ind wenn dann neue Tanks reinkommen, ist es mir recht. Die maximale Last auf die Fläche wird durch den größeren Tank nicht erhöht, es sei denn, ich überlade den Hobel...

    Gruß Raller

  • Hallo Raller,

    das UL ist ja gerechnet mit dem vollen kleineren Tank. Machst Du den neuen größeren voll, solltest Du auf die Böigkeit und/oder Hammerthermik achten - wenn Du schnell fliegst und "ausnahmsweise" ohne Loopings.

    Viel Spaß, würde ich auch genau so machen, nicht aber bei einem älteren doppelsitzigen UL, das nicht verstärkt wurde oder sowieso doppelsitzig ausgelegt.

    hob

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