Dieses Mitglied hat den fliegerischen Steckbrief noch nicht weiter ausgefüllt.
Chris_EDNC Online am 11.04.2020 um 12:57 Uhr bearbeitet
Hi Guys :)
Bin grad am was grösserem planen... Was für ein Setting an meiner CTSW mit 100PS und Neuform Verstellprop generiert in welcher Flughöhe die grösste Reichweite bei Windstille? Also Altitude bzw. Manifold XX, RPM XX. Generell sollte WOT den besten Wirkungsgrad entfalten, Manifold würde also über die Flughöhe eingestellt. Da ich kein Messgerät für den Fuelflow habe, hätte ich gerne eure Erfahrungen/Ideen gehört.
Der hat mit Partner Flüge mit einer CT nach Grönland und Kanada und einigen anderen Zielen gemacht. Die Videos sind sehenswert. Geflogen ist er meist in 4.500ft mit ~100 Knoten. Scheint für den Rotax ein mögliches Optimum zu sein.
Postbote schrieb: Braucht man denn nicht für die USA den PPL?
Soweit ich weiß nur für Complex Aircraft (also z.B. mit Einziefahrwerk und wenn Reisegeschwindigkeiten von 130? kn überschritten werden
Denke die Frage dürfte eher sein, ob D-Mxxx in die USA einfliegen dürfen. (Bezüglich Nachweis Continuing Airworthiness Management)
Aber zur Chris Ausgangsfrage: Hätte ehrlich gesagt gedacht, dass im Handbuch von Flight Design alle Fragen beantwortet werden (Kapitel 5), da steht erstaunlich wenig. Hast du die Handbücher vom Triebwerk? Vielleicht steht da was
bei so weiten Strecken ist neben dem Powersetting vor allem eine sehr gründliche Wetterplanung nötig.
Grundsätzlich gilt als Faustregel: du bekommst pro 1000ft Dichtehöhe 2% auf die TAS geschenkt. Stimmt nicht 100%, ist ungenau etc blabla, aber, je höher du fliegst, desto besser wird deine Reichweite bei gleichem Powersetting. Motoren ohne Turbo verlieren pro 1000ft ca 1 Inch MAP, und das beides ergibt ganz grob eine beste Reiseflughöhe ohne Wind von 7000ft. Das lässt sich aber erfliegen, einfach in jeweils 1000ft-Schritten ein Quadrat fliegen, um den Wind auszuschliessen und dabei die GS notieren. Daraus bekommst du direkt die TAS in der jeweiligen Höhe beim jeweiligen Setting. Wenn du kein Durchflußmesser hast, must du halt die Verbrauchswerte sauber ermitteln. Ist ne Fleissaufgabe, aber elementar wichtig, weil du auf dem Weg über den Atlantik so gut wie keine Optionen hast, wenn deine Planung nicht stimmt. Ich würde den Flieger für die Aufgabe konsequent ausstatten, mit künstlichem Horizont / AP und Fuel Flow Computer, da du vermutlich nur alleine fliegen kannst, wenn du halbwegs sinnvoll ausgestattet sein willst mit Rettungsboot etc.
Auf der anderen Seite spielen gerade bei langen Legs Wind und Wetterphänomene eine signifikante Rolle, so das du mit guter Chance eh nicht dazu kommst, im Optimum Level zu fliegen. Deine CTSW macht irgendwas um die 220-250km/h TAS Reise, du hast aber auch gerne mal Wind in 5000ft mit über 50Knoten, meistens aus West.
Wenn du wirklich mit der CTSW über den Teich willst, schau mal, ob du Kontakt zu professionellen Ferry-Piloten bekommst. Es gibt jede Menge Tücken, gerade bei Wetter und Planung. Ebenfalls ist es unerlässlich, eine vernünftige Risikoanalyse als auch -strategie zu haben bzw zu bekommen.
Laut Handbuch erzielt die CT bei 4300 Umdrehungen die größte Reichweite. Leider steht da aber nicht bei welchem Ladedruck. Für mich habe ich die folgenden Einstellungen als optimal erflogen: 4000ft, Ladedruck 24.5 inch/hg, Drehzahl 4600 - das ergibt eine TAS von rund 220 km/h bei einem Verbrauch zwischen 14 und 15l.
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