Planungs - und Moving Map Software

Forum - Technik & Flugzeuge
  • edhs schrieb:
    ich würde heute auch kein Dynon mehr ins Panel hängen und den Platz lieber für ein großes Tablet nutzen.
    Exakt.

    Thomas

  • Nochmals zur Erinnerung sich nicht zu sehr auf MovingMap Software zu verlassen, bzw. genau zu wissen wann man was tut.

    https://www.aopa.co.uk/news-media/selected-news/item/393-pilot-fined-for-infringing-restricted-area.html

  • Für mich eher ein Beispiel für eine miserable Flugvorbereitung als für ein zu hohes Vertrauen in die MovingMap.

  • Nordseepilot schrieb:
    Für mich eher ein Beispiel für eine miserable Flugvorbereitung als für ein zu hohes Vertrauen in die MovingMap.
    Das sehe ich auch so. Zumal der Pilot angab keinen Internet-Zugang bei der Flugplanung gehabt zu haben. Das heißt dann aber auch, er wußte, dass ihm Daten fehlen. Und das bei Annäherung an eine Air-Show? Ziemlich individuelle Form einer Flugplanung um es mal gaaaanz diplomatisch auszudrücken.

    Dieses Fehlverhalten des Piloten dann einer Navigations-Software zuzuschreiben ist allerdings mehr als eine abenteuerliche Fehlinterpretation. Oder etwa so gewollt um auf untaugliche Weise eine Einzelmeinung zum Thema: Papier versus Digital,  unter die Leute zu bringen?

    Ich verlass mich auf SD. Aber natürlich muss ich einen Internetzugang aktuell gehabt haben. Und bei Großveranstaltungen ist es einfach unklug, nicht auch die Homepage des Flugplatzes und der Show-Organisatoren zusätzlich durchzuschauen. Es ist nicht die Aufgabe einer Moving Map den individuellen Piloten wie eine Amme in jeder Form zu betreuen. Wie sollte das auch gehen? Jede Airshow, jeden Slot, jedes Display auf der digitalen Karte zu zeigen?

    Zum guten Gebrauch jeder Navigations-Software gehört es auch ihre Grenzen zu kennen. Es ist keine Glaskugel ....

    Gerd

  • edhs schrieb:
    Ich verlass mich auf SD. Aber natürlich muss ich einen Internetzugang aktuell gehabt haben.
    Danke hier genau den wichtigen Punkt zu demonstrieren. Auf eine MovingMap Software darfst du dich nicht verlassen und das betonen z.B. die Kollegen von Skydemon auch permanent in ihrem Forum, es ist nur ein Hilfsmittel für die und kein Ersatz von der Flugvorbereitung!
  • Die MovingMap ist kein Ersatz für die Flugvorbereitung. Richtig eingesetzt kann sie aber ein wichtiger Teil der Flugvorbereitung sein.

    Der Kollege in dem Beispiel oben hat sich einfach miserabel vorbereitet. Das hat mit der MovingMap überhaupt nichts zu tun. Der kann froh sein, dass er so billig davon gekommen ist. Bei dem Gefährdungspotenzial könnte die Strafe auch deutlich höher ausfallen.

  • Björn Steiner schrieb:
    Danke hier genau den wichtigen Punkt zu demonstrieren. Auf eine MovingMap Software darfst du dich nicht verlassen und das betonen z.B. die Kollegen von Skydemon auch permanent in ihrem Forum, es ist nur ein Hilfsmittel für die und kein Ersatz von der Flugvorbereitung!
    Mir gefällt Deine Interpretation nicht, weil sie einiges durcheinander bringt, manches vorsätzlich missversteht und daher schlicht falsch ist. Natürlich kann ich mich auf meine Moving Map verlassen. Mehr sogar als auf Papier-Karten, die ja schon am Termin des Kaufes veraltet sind.

    SD verwendet (wie viele Software-Anbieter) immer aktuelle Karten, die maximal 28 Tage alt sind. Und die Software hilft sehr bei der Flugplanung, weil sie viele Funktionen auf Knopfdruck bereit stellt. Reicht der Sprit für die Strecke? Ist das W&B ok? Wo kann ich unterwegs tanken (sogar mit Preisinformationen). Berühre ich NOTAM-Gebiete, TMZ`s oder Kontrollzonen? In welcher Höhe fliege ich bei den aktuellen Wetterbedingungen um Zeit und Sprit zu sparen? Welche Gebiete wie Kontrollzonen und EDR`s liegen auf der Strecke und vieles mehr. Das alles kläre ich für eine Strecke von 800 km in wenigen Minuten statt in mehreren Stunden. Und verlass mich seit 5 Jahren darauf und bin nie enttäuscht worden. Voraussetzung: ich muss mit dem Programm umgehen können und Software und Daten müssen aktuell sein.

    Und die Leute von SD betonen die mangelnde Rechtssicherheit nicht, weil ihre Software so unzuverlässig arbeitet, wie Du das offenbar fälschlicherweise verstehst, sondern als Vorbehalt um sich gegen Schadenersatzforderunngen zu wappnen. So wie die Mikrowellenhersteller, die jeden Schadenersatz ablehnen wenn Du Deine nasse Katze darin trocknen willst. Was ich auch verstehe und akzeptiere, denn ich als Pilot bin immer verantwortlich, das ist doch wohl klar, oder?

    Aber Flugvorbereitung und navigieren ist sehr viel einfacher und schneller geworden durch die Navigationssoftware. Besonders bei plötzlichen Umplanungen ist sie allen anderen Verfahren weit überlegen und deswegen auch deutlich sicherer. Und verläßlich. Aber die Software macht die Flugplanung nicht, die machst Du. Die Software bereitet sie nur in weiten Teilen vor und die Entscheidung wie an welchen Positionen geflogen wird stellst Du als Pilot, massiv unterstützt von einem blitzschnellen System.

    Also: wenn Du aus irgendeinem Grund die technischen Segnungen nicht magst dann ist das Deine Sache. Aber verbreite nicht solchen Unfug. Sorry, dass ich hier mal deutlich werde.

    Gerd

  • edhs schrieb:
    Berühre ich NOTAM-Gebiete, TMZ`s oder Kontrollzonen?
    Sorry, wenn ich hier massiv werde(n muss), aber exakt das ist eben durch die Darstellung der MovingMap Software nicht gewährleistet! Hier ein konkretes Beispiel-Zitat aus der Kommunikation mit Skydemon zum Thema Anzeige von NOTAMS:

    <

    The depiction is not incorrect. All NOTAM are published with a centre-point and radius which are defined in the Q-line of the raw NOTAM. SkyDemon uses these Q-line details to graphically depict the NOTAM as there is no ambiguity, rather than using the free text in the E-line. As you may be aware, the systems that are used by the NOTAM Office to write NOTAM only allow a centre-point lat and long to be defined with degrees and minutes, rather than the more precise degrees, minutes and seconds. This is the reason for the difference between the official Q-line coordinates, and the free text in the NOTAM content.

    <...>

    It is always the pilot’s responsibility to read the full NOTAM for comprehension.

    Kind regards,

    <...>| SkyDemon

    >

    Insbesondere den vor mir fett markierten Satz muss man ständig und immer wiederholen - man muss zusätzlich zum Bildchen schauen den TEXT der NOTAMs lesen und kann sich nicht auf das Gemalte auf der Karte verlassen! Eine weitere Ermittlung findet in England gerade statt, wo der Pilot durch einen vermeintlichen sichtbaren Korridor auf der Map zwischen zwei per NOTAM gesperrten Gebieten geknattert ist, die NOTAM Gebiete im Text sich aber überlappen. Wer macht den Check mit dem Text immer und wem ist stets bewusst, dass die gemalten Punkte in Skydemon bis zu fast 2 Meilen falsch sein können? Technische Hilfsmittel ja, auf jeden Fall, aber nur mit Hirn und nicht statt Hirn. Btw, ForeFlight wertet z.B. den Inhalt der NOTAMs aus, weswegen diese Vorgehensweise von SD überhaupt erst aufgefallen ist. 

    Wenn ich als Nick EDHS lese, dann müsste das Problem vor der Haustür durch die Drochtersen Acrobatic-Box und Skydemon ja auch bereits hinlänglich bekannt sein - wieviele baller(te)n da ohne es zu merken durch? Zum Glück malt SD da inzwischen wenigstens mal den wilden Kringel hin ...

  • edhs schrieb:
    Aber Flugvorbereitung und navigieren ist sehr viel einfacher und schneller geworden durch die Navigationssoftware.
    Stimmt....hat aber auch Nebeneffekte, z.B. wie bewusst eine Vorbereitung durchgeführt wird und in wie weit Ergebnisse kritisch hinterfragt werden.

    Ich mal ein Beispiel zu den Seglern, die Anzahl der Grundberührungen in Hafeneinfahrten steigt seit Jahren. Warum? Die inhaltliche Auseinandersetzung fehlt,...und leider auch die Kompetenz bewerten zu können, eben durch die scheinbare GPS Sicherheit getriggert...(mal grob vereinfacht dargestellt)

    Na klar ist die Zuverlässigkeit von GPS schon genial, aber...

    Ich sagt mal so, der Kollege vom verlinkten Artikel wusste sicherlich genau was er tat und bestimmt konnte er super mit SD umgehen, hätte sich dank WiFi das blöde Tablet aktualisiert wäre auch bestimmt alles gut gegangen...aber genutzt hat es ihm trotzdem nix

  • @ francop / Björn Steiner

    Nochmal: Der Pilot hat in der Vorbereitung die NOTAMS nicht gecheckt. Das hat nichts mit der MovingMap und schon gar nichts mit SkyDemon zu tun. Eure Interpretation ist die, dass die Nutzung der MovingMap kausal für die Luftraumverletzung war. Diese Interpretation ist durch die bekannten Fakten überhaupt nicht gedeckt. Ihr geht offensichtlich davon aus, dass der Pilot brav die NOTAMS gecheckt hätte, wenn er statt der MovingMap eine Papierkarte verwendet hätte. Wie kommt ihr darauf?

    In der Praxis führen MovingMaps nicht zu mehr Luftraumverletzungen, sondern zu weniger. Dass man bei der Nutzung Sorgfalt und Verstand walten lassen sollte, versteht sich doch von selbst. Es gibt natürlich auch Leute, die vertrauen z.B. ihrem Auto-Navi so blind, dass sie von Brüssel aus einen 1.400km Umweg über Zagreb machen, auch wenn sie eigentlich nur zum Bahnhof wollten (klick). Trotzdem würde doch aufgrund solcher menschlicher Fehlleistungen niemand auf die Idee kommen, den Nutzen von Auto-Navis grundsätzlich in Frage zu stellen.

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