Rotax 912 Verschluss für Ausgleichsgefäss (922072)

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Gehe mal zu den autodocs, ab 3,83 €, 45mm 1.1bar, Markenkühlerdeckel, Herth und Buss, Febi Bilstein, Gates and so on.

    Kranich

  • ...und den Originaldeckel(!) von Biffi & Premoli bekommt man beim freundlichen KTM-Händler um knapp 20,-

  • Gerneflieger schrieb:
    Wenn man damit nicht gewerblich fliegt (Flugschule, Rundflüge, Vercharterung usw.; dann wg. Versicherung) kann man die Kirche m.E. auch im Dorf lassen
    Ich werd′s ja nicht müde zu sagen: auch gewerblich ist das null komma überhaupt kein Problem.

    Man braucht selbst bei zertifizierten Fliegern nicht für alles und jeden ein Form One, es geht auch mit einem selbstausgestellten CoC, wenn man denn wirklich dazu steht, dass man das technisch gleiche Teil hat.

    ich kaufe jedenfalls keine Normteile bei Franz, die ich naturgemäß nach DIN aus jeder Menge ISO 900x zertifizierten Betrieben kaufen kann.

    Aber leider gibt es sogar Prüfer, die die EASA Regeln und Möglichkeiten nicht kennen (oder kennen wollen). Aber dann lässt sich ja auch besser über die böse EASA und das üble Luftfahrthindernis in Braunschweig meckern, obwohl das größte unbeleuchtete Luftfahrthindernis normalerweise in den Köpfen der Anwender steckt.

    Wenn man sich nicht traut, ist das jedenfalls kein Fehler der Behörde...

  • Ich nehme an, das ist die KTM Nr. 49 03 50 16 000.

    Kann das jemand bestätigen?

    Danke!

  • Wir haben diesen hier gekauft:

    https://www.ebay.de/itm/295529334375

    Ist zwar nicht lange drin (unter 20 Flugstuden), passt aber und bisher hatten wir keine Probleme damit.

  • Steffen_E schrieb:
    Man braucht selbst bei zertifizierten Fliegern nicht für alles und jeden ein Form One, es geht auch mit einem selbstausgestellten CoC, wenn man denn wirklich dazu steht, dass man das technisch gleiche Teil hat.
    Hi Steffen,

    das find ich mega spannend, weil wir bei uns im Verein auch die knapp 80€ für den ollen Deckel ausgegeben hätten.

    Kannst du da etwas ausholen und die Hintergründe erklären?

    Danke

    Jens

  • francop schrieb:

    das find ich mega spannend, weil wir bei uns im Verein auch die knapp 80€ für den ollen Deckel ausgegeben hätten.

    Kannst du da etwas ausholen und die Hintergründe erklären?

    Der hintergrund ist relativ einfach.

    In zertifizierten Flugzeugen muss letztendlich bestätigt werden, dass eingebaute Ersatzteile den zertifizierten Qualitäten entsprechen.

    Dazu hast Du nun mehrere Möglichkeiten:

    -ein Form One als Begleitpapier, ausgestellt von einem entsprechend qualifizierten Betrieb dazu.
    -ein CoC (certificate of conformity). Ausgestellt von einer kompeteten Person (Betrieb, Einzelperson) die bestätigt, dass das Teil oder das Material den Anforderungen entspricht.

    ersteres ist klar, benötigt einen (LTB/DOA/POA/...)

    zweiteres kann jedes freigabeberechtigte Personal entsprechender Freigabestufe. Ob das dann im Befund und Arbeitsbericht, im Freigabebericht oder im Beilagenblatt erfolgt, darf die freigabeberechtigte Person entscheiden.

    für viele Norm und Standardteile ist das einfach, ich werde eine DIN912 Schraube bei einem beliebigen Lieferanten kaufen und einbauen, die kaufe ich nicht bei DG, Schempp, Schleicher oder co.
    Bei Industrieteilen wie im Rotax sehe ich das genauso. Wellendichtring oder O-Ring mit DIN für Faktor 10-20 bei Rotax, was ich ohne Versand heute nachmittag beim örtlichen Normteilehändler kaufen kann?

    Ob man das auf den Deckel ausrollt, wiel man die Bauteilnummer erkennt und daher den exakt identischen Deckel kaufen kann oder ob man sicherstellen kann, dass es ein äquivalenter Deckel ist (Federkraft, Durchmesser, Gummisorte, ...) das muss die Person entscheiden, die es einbaut und freigibt.

    Das erfordert aber zwei Dinge: Wartungspersonal mit Rückgrat und eine Prüferin mit Wissen um die Anwendbarkeit dieser Regeln.

    Wenn Dein Prüfer meint, er müsse ein AMP haben, weil 2023 ist obwohl keine Halter/Eigneränderungen waren, ist er die falsche Person.

    Das gleiche gilt für Betrieb on condition, schreiben eines geschickten AMPs, etc., pp.,  ...
    Ich mache alles on condition das nicht einer harten Lebensdauer unterworfen ist und für das ich eine condition definieren kann.

    Und das ist genau der Gedanke der ganzen EASA regeln, die Regeln haben zwar manchmal Überschwinger, die doof sind, aber grundsätzlich sind sie schon echt gut wie sie sind...
    Dazu muss man aber willens sein zu verstheen, dass Regeln und Normen in einem wesentlichen Teil der Vereinfachung dienen und nicht der Erschwerung.

    Das ist alles im Prinzip bei ULs genauso, wird nur anders gehandhabt. Auch da stehe ich mit dem Prüfer dafür gerade, dass die eingebauten Teile und Methoden sachgerecht sind.

  • Steffen_E schrieb:
    Der Hintergrund ist relativ einfach.

    Gute Zusammenfassung!

    Für Annex 1-2 und ELA 1-2 ist es wirklich halbwegs überschaubar wenn man sich damit auseinandersetzt.  

  • Steffen_E schrieb:
    Das ist alles im Prinzip bei ULs genauso, wird nur anders gehandhabt. Auch da stehe ich mit dem Prüfer dafür gerade, dass die eingebauten Teile und Methoden sachgerecht sind.

    Ja und wohl dem, der dann auch noch Sachkunde nachweisen kann :-) 
  • Ah,...danke :-)

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