FK14 VS DV1 Skylark

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Hallo Zusammen,

    ich fliege seit 2016 eine FK14 B2, Spornrad und kann nach 200 Std folgendes sagen:

    Sie liegt sehr ruhig in der Luft, fliegt sauber gerade aus und läßt sich sehr schön steuern. Die Flächentanks haben ein Volumen von 90L. Bei ca. 110 kn liegt der Verbrauch bei ca. 15L/Std. Ergibt eine Endurance von ca. 6Std und 1.200 km Reichweite.

    Die Sitze sind verschiebbar und aufgrund der etwas liegenden Position, etwa wie im Segelflugzeug kann ich lange Flugzeiten von über drei Stunden zurücklegen. Letztes Jahr bin ich mit meinem Sohn in genau 3 1/2 Std von Ueterseen nach Jesenwang am Ammersee, Bayern in einem Leg geflogen. Das einzige was drückt ist dann die Blase. Oder der Flug von Freiburg nach Carpentras bei Avignon, Flugzeit 2 1/2 Std.

    Die Maschine ist ausgestattet mit dem 2-Blatt MT-Constant Speed Propeller mit Öl-Governer. Der Vorteil zum 3-Blatt Constant Speed Propeller von Neuform ist, daß der MT Propeller nicht gewartet werden muß und er ist ein paar Kilogramm leichter. Jedoch sind beim 2-Blatt Propeller gegenüber dem 3-Blatt leichte Vibrationen zu spüren. In der Endgeschwindigeit sind beide gleich. Der MT-Propeller soll etwas besser beschleunigen. Beim Landen bremst der Constant Speed Prop sehr gut und die Schwebephase wird kürzer. Ein Fliegerkolleg von mir kann das bestätigen. Seine erste FK14 hatte den DUC Propeller und seine aktuelle FK14 den Neuform Constant Speed.

    Anstatt den üblichen Uhren ist die Maschine mit dem Glascockpit G3X Touch, 7",  Transponder und Funk von Garmin ausgestattet. Die Bedienung ist intuitiv und wirklich sehr einfach.

    Fazit: Die FK14 B2 ist eine sehr angenehme Reisemaschine und trotz der Spornradversion auch bei Seitenwind gut zu landen. Getestet in Bredstedt bei faßt20 kn Seitenwind mit zwei Personen.

    Viele Grüße

    Michael

  • Danke Michael,

    so könnte ich mir auch eine fk14 vorstellen, Garmin Touch, mt prop und spornrad. Hast ein tollen Flieger, und wenn du es Mal ganz eilig hast, was zeigt die Uhr?

  • Hallo uxor,

    ich muß gestehen, schneller als 230 km/h bin ich noch nicht geflogen. Dann steigt auch der Benzinverbrauch zw. 18 und 20L/h.

    Ich bin früher einer Pioneer 200 geflogen und im Vergleich ist mir aufgefallen, daß bei Gegenwind sich die Geschwindigkeit nicht so stark reduziert. Bei Rückenwind können es dann aber auch schon mal 250km/h - TAS sein. Hier macht sich wohl das fehlende Bugrad und die gute Aerodynamik bemerkbar.

    Die Umstellung von Dreibein auf Spornrad war jetzt auch kein Hexenwerk. Obwohl es mit Sicherheit Spornradflieger gibt, die im Handling anspruchsvoll  sind. Ich hatte das große Glück, daß ich die Einweisung mit einem meiner ehemaligen Fluglehrer durchführen konnte. Ja, wir haben auch ein paar Stallübungen durchgeführt. Bei der FK14 heißt das schnell reagieren und sie nicht zu spät abfangen, denn sie nimmt sehr schnell Fahrt auf. Landungen bei Seitenwind mache ich mit hängender Fläche. Auch Slippen ist kein Problem, einfach beherzt reinlangen.

    Viele Grüße

    Michael

  • Hallo,

    >
    > ...im Vergleich ist mir aufgefallen, daß bei Gegenwind
    > sich die Geschwindigkeit nicht so stark reduziert.
    >

    ????

    5kts Gegenwind reduzieren die GS _immer_ um 5kts und
    15kts Gegenwind reduzieren die GS _immer_ um 15kts.




    >
    >  Bei Rückenwind können es dann aber auch schon mal 250km/h - TAS sein.
    >

    ?????

    Ein "Rückenwind" kann nie die TAS beeinflussen...!?


    BlueSky9

  • BlueSky9 schrieb:
    Ein "Rückenwind" kann nie die TAS beeinflussen...!?
    Michael meinte ja auch die GS und nicht die TAS.

    Für mich liest es sich so, dass die IAS ziemlich genau angezeigt wird. Bei vielen Flugzeugen werden bei 20kt Gegenwind bis zu 30kt GS weniger angezeigt und umgekehrt dann bei 20kt Rückenwind nur 10kt mehr GS angezeigt wird. Bei Michael seiner FK14 sieht es sehr ausgeglichen aus.

  • Hallo,

    >
    > Bei vielen Flugzeugen werden bei 20kt Gegenwind bis zu 30kt GS weniger
    > angezeigt und umgekehrt dann bei 20kt Rückenwind nur 10kt mehr GS angezeigt wird.
    >

    Über den Satz musste ich jetzt erst 5 Mal nachdenken....  ;-)

    Und er soll sicher nur sagen:
    "Es gibt Flieger, bei denen wird immer eine IAS von 10kt zuviel angezeigt"
    (vermute ich )

    Ja - Man munkelt sowas über verschiedenste "Vorführer" Flieger  :-))


    BlueSky9

  • So Freunde der Sonne,

    damit alles seine Richtigkeit hat habe ich zwei Screen Shots vom G3X Touch hochgeladen.

    Der Erste zeigt den Flug von Freiburg nach Carpentras, 10:35 min vor dem nächsten Waypoint LFQM:


    Der zweite zeigt den Rückflug von Carpentras nach Freiburg, 22:48 min von dem nächsten Waypoint LFHV:


    Die Verwechslung TAS und GS bitte ich zu entschuldigen. Aber im zweiten Bild sieht man deutlich, daß trotz Gegenwind von schräg rechts die GS nicht sehr stark abfällt.

    Ich denke, daß die Aerodynamik einen großen Faktor spielt. Wie bereits schon gesagt hatte ich mit der Pioneer 200 richtige Einbrüche.

    Interessant ist auch der Verbrauch im zweiten Bild. Trotz größerem MAN und größerer RPM ist der Verbrauch geringfügig kleiner. Wobei ich mir da nicht ganz sicher bin ob die Sensoren immer richtige Werte liefern. Allerdings weiß ich auch, daß der Rotax in den oberen Drehzahlen ökonomischer läuft.

    In diesem Sinne

    Many happy landings

    Michael 

  • Hallo Michael,

    >
    >  Aber im zweiten Bild sieht man deutlich, daß trotz Gegenwind von schräg rechts die GS nicht sehr stark abfällt.
    >

    ich denke ich weiß jetzt wo der Hase im Pfeffer begraben liegt:

    Wir haben hier ein Henne-Ei Problem  ;-))

    Solche Systeme, wie das Dynon hier, die haben keine Ahnung "woher der Wind weht".
    Sie können das ja nur berechnen und zwar aus folgenden Parametern:

    der GPS Groundspeed
    dem GPS Track
    dem True Heading (über Kompass aus dem MH abgeleitet)
    und der am Pitot gemessenen IAS (bzw. korrigiert auf TAS)

    Nun kann ich aber ohne eine korrekte Kalibrierung und Justage
    des Systems erstmal nur wenig Aussage darüber treffen, ob nun
    die "Windanzeige" oder die "IAS" stimmt - da ja das Eine nur aus dem
    Anderen berechnet wird (von ihm abhängig ist)   ;-))

    Ein "Schnelltest" des Deines Systems wäre:
    Mit immer konstanter IAS einmal genau _gegen_ und einmal genau _mit_
    dem dort angezeigten Wind zu fliegen.

    Dabei müssen dann drei Dinge zutreffen:
    - Es müssen sich dabei genau Gegenkurse ergeben.
    - Die Windstärke muss bei beiden Flugrichtungen gleich hoch angezeigt werden.
    - Die GS muss in den beiden Richtungen jeweils einmal um den Betrag
      der Windspeed größer und einmal kleiner sein als die IAS.

    Dann sollte das System halbwegs korrekt anzeigen  ;-)

    Evtl. hast du das ja schonmal gemacht? - würde mich sehr interessieren
    was dabei heraus kam!!


    BlueSky9

  • Hallo BlueSky9,

    da hast Du natürlich vollkommen recht. Mal sehen ob ich das hinbekomme. 

    Viele Grüße

    Michael

  • Hallo Michael,

    ich wäre über Rückmeldung sehr dankbar!!

    (Bin interessiert daran, wie gut so eine Windberechung on Board
     mit elektronischem Magnetkompas und korrekter IAS hinzubekommen ist :)


    BlueSky9

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