Rotax und die Alternativen

Forum - Technik & Flugzeuge
  • tachchen...

    ich glaube ,die Vergleiche hinken alle….Porsche hatte ( obwohl ein super Flug-Motor) Probleme mit der Untersetzung, genau so wie Thielert mit dem Dieselmotor. Bei Rotax glaub ich, das die „Getriebeproblematik“ am besten durch hohe Produktionserfahrungen in den Griff bekommen ist. Drehmoment spielt eine untergeordnete Rolle…wir fliegen mit Dauerdrehzahlen am Prop idealer weise von 2200- 2600 U/min. Die Schwingungen sind und waren immer ein Problem.
    Das der alte Lycoming- Traktor länger ,zuverlässiger läuft ,ist auch eine wage Behauptung.
    Die Luftgekühlten haben eben viel mehr belastende, thermische Verschleißanforderungen und geben oft auch nach 1800 – 2200 Stunden den Geist auf oder erreichen die Verschleißgrenze, da erreicht so mancher hoch drehender Rotax locker die doppelte Zeit. Also dieses „Langsamlaufargument“ greift heute nicht mehr, finde ich ( auch wenn ich kein Freund der rasselnden Sägemotoren bin),.. sie laufen…. Und den Unterschied zwischen Limbach (80 PS) und Rotax ( 80 PS ) kann man gerne einmal im Falken erfliegen…da zwischen liegen Welten.
    gruß aus Marburg  Reinhard

  • togo schrieb:
    Lt. Handbuch sollen es bei 2300 etwa 50 PS sein. Muss ich mir da jetzt Gedanken machen?
    Es sind deutlich weniger. Es gilt die Propellerkurve und nicht die Maximalleistungskurve.  Wenn dein Flugzeug in diesem Zustand eine Gleitzahl von 1/10 hat/hätte, 350Kg, dann sinds etwa 19 PS.
  • Mag ja alles sein. Aber wenn Togo mit seinem Flieger und diesem Motor eine ausreichende Steigrate, ausreichende Geschwindigkeit und relativ niedrigen Verbrauch hat, der Motor zudem noch zuverlässig ist, ist dies genau der richtige Motor für ihn. Egal wieviel PS da jetzt am Propeller umgesetzt werden, oder? 

    Gruss Stephan

  • genauso denke ich auch. Auf das Ergebnis kommt es mir an. 

    Und wenn es am Ende nur noch 8 PS wären, würde es auch noch funktionieren. Schließlich hat der Weihnachtsmann auch nur 8 Rentiere vor seiner Luftkutsche! Und Pferde sind ja wohl noch stärker als die Viecher von dem.

    togo

  • Stephan2 schrieb:
    ...Aber wenn Togo mit seinem Flieger und diesem Motor eine ausreichende Steigrate, ausreichende Geschwindigkeit und relativ niedrigen Verbrauch hat, der Motor zudem noch zuverlässig ist, ist dies genau der richtige Motor für ihn. Egal wieviel PS da jetzt am Propeller umgesetzt werden, oder?
    Für ihn trifft dies sicherlich zu und das ist auch gut so.

    Nur - mit seiner Wortmeldung verweist er vehement auf die Ausgangsfrage "Alternative zu Rotax", Eine solche "Alternative" sollte doch mit etwas mehr Substanz eingebracht werden (z.B. angefangen mit den, auf dem Sauer selbst erflogenen Stunden)

    Diverse Gegenübestellungen wären ebenso zweckmäßig

    Am Beispiel Sauer 2200 UL zu Rotax 912 UL: Leistung/Verbrauch/Kaufpreis/Service/Verfügbarkeit/laufende Kosten/bekannte Ausfälle u. Störungen bei Gesamtbetriebsstunden des jeweiligen Typs per anno/Größe/Gewicht/TBO/Vereinstauglichkeit/Startverhalten/ Wartungsaufwand,....

  • Liebe Kollegen,

    da das Thema "Zuverlässigkeit" der verschiedenen Motorentypen hier immer wieder angesprochen wird, erlaube ich mir, auf die nachstehende Untersuchung zu verweisen, die zumindest teilweise geeignet ist, Bauchgefühl, Vorurteile und vorgebliche Alltagserfahrungen durch Zahlen und Statistiken zu ersetzen:

    https://www.atsb.gov.au/newsroom/news-items/2016/light-aeroplane-failures/

    Gruß, Georg

  • Natürlich ist alles ok wenn jemand mit seinem Motor zufrieden ist. Man soll lediglich nicht zum Trugschluss kommen das der Sauer ein sparsamer Motor sei. 

  • Danke für die klasse Statistik der Australier!

    Kurze Zusammenfassung für mich: Alle Motoren mit relevanten Mengen (Flugmotoren von Volkswagen! Was es DownUnder alles gibt :-)) haben eine ähnliche Zuverlässigkeit mit Ausnahme von Jabiru (sehr hoher Anteil an mechanischen Schäden). Bei dem Motor ist aber bekannt, dass hier auf die Führung der Kühlluft ultragenau geachtet werden muss (und da unten isses teilweise _wirklich_ warm). Ob diese - aus meiner Sicht - Schwäche bei den betroffenen Ausfällen bei der Konstruktion hinreichend berücksichtigt wurde, habe ich nicht herauslesen können.

    Gibt es so eine Übersicht auch in D oder EU?

    Bye Thomas


  • Die Jabirus haben zB anfällige Ventilfürungen, die andere luftgekühlte (und wassergekühlte) Motoren nicht haben.
  • Wobei man aber sagen muss, das die hohe Ausfallqoute der Jabirus laut der Statistik auf zu schwach ausgelegten Zylinderkopfmuttern zu basieren scheint, die mittlerweile gegen stabilere getauscht wurden/werden müssen. An Motoren mit stärkerer Mutter sind nur noch wenige Fälle mit diesem Fehlertyp bekannt. Nimmt man dieses Fehlerbild raus, ist er auch nicht wesentlich anfälliger als alle anderen.

    Auffällig finde ich, dass Ausfälle bei Rotax wenn dann eher schwere mechanische Schäden (Kurbelwelle, etc.) waren, während es z.B. bei Lycos meist eher Elektrik und Co waren.

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