Rotax und die Alternativen

Forum - Technik & Flugzeuge
  • observer58 schrieb:

    Gott sei Dank gibt es noch Leute wie Peter Funk , die nicht nur " Flugzeuge für Jedermann " bauen . Wenn man nämlich

    nur Jedermann befragen würde , gäbe es keine Komet , keine LeMans  , keine FK Jungmann , keine Jungmeister usw.usw.

    und wenn es die gäbe , dann mit Bugrad  !!! und alle mit Rotax drin .

    Volle Zustimmung ;o)
    observer58 schrieb:

    Aber unabhängig davon soll doch einfach jeder Pilot entscheiden , was er bewegen möchte , so wie er entscheidet ,was er

    für ein Auto fährt oder was für ein Motorrad . 

    Na sicher! Hier wurde ja nur die Frage aufgeworfen, welche Alternativen es zum Rotax geben könnte.
  • Als alter Harleyfahrer muss ich einwerfen, dass Hubraum durch nichts zu ersetzen ist. Das deutsche Kfz-Steuersystem hat zwar dazu geführt, dass die Motorenentwicklung aus Schnapsgläsern enorme Leistung holt, das Drehmoment blieb dabei aber auf der Strecke. Ich hielt die amerikanischen Flugmotoren früher auch immer für Dinosaurier, die bei gleicher Leistung zu schwer seien oder zu durstig.

    Der Lycoming IO-233 scheint als nicht zertifizierter LSA-Motor aber relativ leicht und neu zu sein ("erst" seit 2008 auf dem Markt?). Wenn ich die Wahl hätte zwischen ′ner Zwiebacksäge, die ihre 100PS aus 1,3 Liter Hubraum quetscht, oder ′nem Motor, der die 100 PS ganz lässig aus knapp 4 Litern Hubraum holt, würde ich immer den großen Motor wählen, dessen Teile dann nicht so belastet werden und der deutlich mehr Drehmoment liefert. Wenn ich mich recht erinnere, hat die "Rappelkiste" gerade mal 128 NM, während der Lycoming lockere 320 NM stemmt (nagelt mich nicht darauf fest, ich hab das bei der Suche nach dem Motor in den Weiten des Netzes irgendwo gelesen, finde es aber nicht wieder).

    Zum Vergleich: Meine Harley hab ich vor ′nem Vierteljahrhundert neu gekauft. Schlappe 50 PS aus 1340 ccm, Verbrauch so um die 5l/100km, eher drunter. Yamaha hatte die giftige RD 350 am Start. Leicht, bissig und verdammt schnell (im Vergleich zur Harley). Mein Moped läuft immer noch ohne Probleme. Kann das auch jeder RD 350-Besitzer sagen? Vom Drehmoment will ich gar nicht erst reden!

    Nur mal so zum Nachdenken.

    Gruß Lucky

  • Moin,

    Dein Traktor verbraucht ja auch nur deshalb die 5L weil Du damit nicht schneller als die auf Deutschen Autobahnen geforderte Mindestgeschwindigkeit von 60km/h fahren kannst weil sich ansonsten das Teil selbst liquidiert.

    Der Lycoming 233 wurde schon in 1940 gebaut, in 2008 gabs dann die Einspritzanlage dazu und wie auch Dein 2 rädriger Traktor ist Er nicht unbedingt leicht was auch bestimmt einer der Gründe war/ist, warum der nie in ein Deutsches UL eingebaut wurde.

    Übrigens Dein Vergleich, einen 4Takter mit einem 2Takter zu vergleichen, hinkt ein wenig, damals waren alle 4 Takter spritziger als Dein Traktor.

    Lucky denk dran, im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt, bald müssen die Äcker wieder bestellt werden.

    Gruß vom größten Harleyhasser Deutschlands, Stefan

  • Aber mein Traktor läuft noch und das wird er auch noch nach einem weiteren Vierteljahrhundert. 89.000km ohne Probleme auf der Uhr und mit dem Moped zweimal am Nordkap. Kann man richtig vollpacken - einschließlich Klappstuhl. Hatte bislang nix zuverlässigeres. Harley muss man aber nicht mögen.

    Erklär‘ mir bei Gelegenheit mal Deinen Hass auf die Teile (aber nicht in diesem Thread) - oder ist es das hessische “was ich nicht selbst hab, mag ich auch nicht (bis ich′s selbst hab)”? *grins*

    Gruß Lucky

  • Postbote schrieb :

    Dein Traktor verbraucht ja auch nur deshalb die 5L weil Du damit nicht schneller als die auf Deutschen Autobahnen geforderte Mindestgeschwindigkeit von 60km/h fahren kannst weil sich ansonsten das Teil selbst liquidiert.

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    Dummes Stammtisch-Geschwätz !

    Gruß , Stephan

  • Mr. Lucky schrieb:
    Der Lycoming IO-233 scheint als nicht zertifizierter LSA-Motor aber relativ leicht und neu zu sein ("erst" seit 2008 auf dem Markt?). Wenn ich die Wahl hätte zwischen ′ner Zwiebacksäge, die ihre 100PS aus 1,3 Liter Hubraum quetscht, oder ′nem Motor, der die 100 PS ganz lässig aus knapp 4 Litern Hubraum holt, würde ich immer den großen Motor wählen, dessen Teile dann nicht so belastet werden und der deutlich mehr Drehmoment liefert.
    Moin,

    ganz früher gab es den O-233, aus diesem wurde der O-235 entwickelt. Da aber selbst die Lycoming-Jungs gesehen haben, daß der Motor mit ca. 120kg für einen 600kg LSA Flieger in den USA zu schwer ist, haben sie ihn abgespeckt und den IO-233 draus gemacht. Man muß etwas aufpassen, daß man ihn nicht mit dem alten O-233 verwechselt.

    Daten des IO-233, soweit ich sie finden konnte:

    • Gewicht: 91-95kg
    • 100 PS Dauerleistung bei 2400 U/min
    • 116 PS Startleistung bei 2800 U/min

    Was wiegt der Rotax 914 inkl. Wasserkühler, Anlasser, Getriebe, Turbolader und Auspuff?

    Außerdem gibt es den Motor inzw. auch als aeio-233, also als voll kunstflugtauglichen LSA-Antrieb. Jetzt müßte "nur" noch Kunstflug im UL-Bereich zugelassen werden. ;-)

  • @cbk

    Laut WP wiegt der IO232 trocken 91-95 Kilo und einen Anlasser und einen Auspuff braucht der sicher auch. Ausserdem ist der Verbrauch mit knapp 20 Liter pro Stunde angegeben. Klingt für mich nicht nach einer attraktiven Alternative zum Rotax.

    Zum Vergleich: Der 915er soll 85 Kilo wiegen und eine Leistung von 141PS bringen. 

  • Man kann und sollte Alternativen von Produkten von Monopolisten eine Chance geben.

    Trotzdem ist das Rotax Bashing, jedenfalls bei uns (Verein mit knapp 400 Mitglieder)statistisch nicht nachvollziehbar. Wir haben einige Uls mit Rotax undEchos mit Rotax, Lycoming und Continental.

    Alle Maschinenfliegen zwischen 280 und 380 Stunden pro Jahr. Fast alle Schulungsmaschinen sind Rotax motorisiert (FK9, Katana). Machen also mehr Platzrunden mit einer höheren Belastung als beim Reiseflug. Wir führen Statistiken über lange Jahre, die belegen das die Rotax  mindestens genauso zuverlässig sind wie die Dinosaurier. Unsere Daten sind statistisch vergleichbar, da das Mengenverhältnis der Rotx und Lycoming/Continental etwa gleich ist. Ich hatte mit einem Rotax noch keinen Motorausfall, mit anderen schon. Ich habe auch x Stunden ohne Probleme mit Jabiru hinter mir. Die Flieger waren aber optimal auf den Motor abgestimmt (Kühlung). Das hat eine MengeArbeit gemacht. Mit dem teilwassergekühlten Rotax tun sich die meisten Flugzeugproduzenten da wesentlich einfacher.

  • Weiß jemand, wieviel der alte A65 wiegt? Der hat zwar auch nur 65 PS, aber für ein UL reicht das locker. Der Motor war sehr weit weit verbreitet und vielen leichten 2-Sitzern verbaut, zB Taylorcarft, Model, Bellanca u.a. Der Spritverbrauch liegt mehr an der Qualität der Zelle als am Motor. Der A65 braucht auch nur 15-17 L/h.

  • Mr. Lucky schrieb:
    Der Lycoming IO-233 scheint als nicht zertifizierter LSA-Motor aber relativ leicht und neu zu sein ("erst" seit 2008 auf dem Markt?). Wenn ich die Wahl hätte zwischen ′ner Zwiebacksäge, die ihre 100PS aus 1,3 Liter Hubraum quetscht, oder ′nem Motor, der die 100 PS ganz lässig aus knapp 4 Litern Hubraum holt, würde ich immer den großen Motor wählen, dessen Teile dann nicht so belastet werden und der deutlich mehr Drehmoment liefert. Wenn ich mich recht erinnere, hat die "Rappelkiste" gerade mal 128 NM, während der Lycoming lockere 320 NM stemmt (nagelt mich nicht darauf fest, ich hab das bei der Suche nach dem Motor in den Weiten des Netzes irgendwo gelesen, finde es aber nicht wieder).
    ...und genau auf dieses Drehmoment kann man nicht verzichten. es wird ja Kraft benötigt. So sei an die 50-ccm-Klasse der Renn-Motorräder vor einigen Jahrzehnten einnert. Die hatten durchwegs Drehzahlen jenseits der 10.000 hoch -1, so erst wirklich wirksam von 12 - 14.000. Lösung: z.T. 15 - 17-Gang-Getriebe (Plural) und Geheule. Rotax hat auch ein Getriebe, der größere Jabiru dafür 2 Zylinder mehr. Die alternativen zu Unrecht als "altes Eisen" geächteten VW-Motore hatten *keine* Kühlprobleme, dafür aber mehr Zylinder-Inhalt, auch Hubraum genannt, "über den nichts geht, es sei denn noch mehr Hubraum". Wir nähern uns also den Zylindern der guten alten "Puff-Puff", auch Tonnen wegziehende (Eisenbahn-) Dampfmaschine genannt. Wie man an dem Wahnsinnskräfte-Potential der Hydraulik erkennen kann, ist es dort Ausbildungsgrundsatz, nämlich sich der quadratisch zunehmenden Wirkungsfläche Kolbenboden gründlichst anzunehmen. Allerdings: Die Verdampfung von teurem Sprit zu Zwecken der Innenkühlung von Motoren zu mißbrauchen, weil sie einst billig war, ist nicht mehr zeitgemäß.

    hob

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