Schwimmerproblem Bing-Vergaser beim Rotax 912

Forum - Technik & Flugzeuge
  • ultramax schrieb:
    Murphy...oder sowas...wir hatten einen unruhigen Motorlehrlauf..also,
    Damit hat sich ein Kollege am Platz durch 2017 gequält. Fing ganz harmlos an und wurde im Herbst immer schlimmer. Ursache: Siehe Dein Post. Flieger ist eine relativ frische C42C (80PS). Nervig!

    Bye Thomas

  • Hatte 2017 auch das Problem an meiner 2 Jahre alten Remos. Fing beim Magnet-Check extrem an zu rütteln.

    Im Leerlauf ging der Motor dann aus und Sprit lief aus dem Überlauf des Rotas 912ULS. Schimmer abgesoffen. Der Motor hat nun gerade mal 120 Stunden runter mit seinen 2 Jahren. 

  • Hallo,

    >
    > Der Motor hat nun gerade mal 120 Stunden runter mit seinen 2 Jahren.
    >

    Das ist in der Tat das große Problem an der Schwimmerproblematik...
    Es hat nicht wirklich was mit einem "hohen" Alter der Schwimmer zu tun.

    Es gibt "Alte" die schwimmen noch wie neu, und es gibt Neue, die sind
    mehr oder weniger "von dem einen auf den anderen Tag" zum Taucher
    geworden.

    Ein "Guter" alleine hält nach unseren Tests die Schwimmernadel noch zu.
    Bein einem nur noch "Halbguten" und einem "ganz Abgesoffenen" ist dann
    Ende... (ist natürlich auch vom Benzindruck abhängig)

    Ein Kollege am Platz hat mir gesagt, er hätte nun nochmals neuere Schwimmer
    bekommen...?   neue Serie?!   Evtl. weiß Ralle noch etwas genaueres..?!


    BlueSky9

  • Im November 201 habe ich mit meiner C42 mit 80 PS Rotax in verschiedenen Flughöhen, bei unterschiedlichen Außentemperaturen und auch nach Flugzeiten > 90 min mehrmals plötzlichen und sehr kurzen unrunden Lauf bemerkt. Die Maschine ist 2,5 Jahre alt, der Motor hatte 160 h runter und fiel nicht in die Seriennummern entsprechender älterer LTAs, die sich auf Schwimmerprobleme der Bingvergaser bezogen.

    Es war, als wäre sehr kurz etwas in den Propeller geraten, ein kurzer Schlag, ein „Brrrrrttt“ und dann lief der Motor normal weiter. Da es häufiger auftrat, habe ich alle möglichen Leute dazu befragt und viele verschiedene Antworten bekommen. Die reichten von Wasser im Sprit bis Vergaservereisung. Schließlich habe ich die Vergaser ausgebaut und die Schwimmer gewogen. 

    Und siehe da: links beide 3,3 g (Soll), rechts 4,8 g und 5,3 g! Die Zündkerzen der rechten beiden Zylinder waren denn auch dank des viel zu fetten Gemischs vollkommen verrußt.

    Die Moral von der Geschicht: verlass dich auf die LTAs nicht! Bei unrundem Lauf, immer die Schwimmer checken!

    Das Problem ist, dass Bing ja Vergaser nur noch für die Flugmotoren herstellt, was wohl kein ernsthaftes Geschäft mehr ist. Das könnte die Qualitätsprobleme erklären.

    Gruß

    virtilia

  • Vergaser Schwimmer, ist schon erschreckend welch kleines und scheinbar nebensächliches Gerät so unsere Flugbetrieb beeinträchtigen können. Leider äußert sich der Motorenhersteller hierzu nur sehr schwammig. Kaum zu glauben , dass diese Technik nicht in den Griff zu bekommen ist??? oder …. vielleicht kann der Mann hoch vom gelben Wagen ausnahmsweise
    mal ein paar Aussichten bezüglich dieser Problematik preis geben.
    Tachchen… hoch vom verschneiten Turm     Reinhard

  • virtilia schrieb:
    Bei unrundem Lauf, immer die Schwimmer checken!
    Wobei ich nach dieser Symptombeschreibung trotzdem auf Vergaservereisung tippe.


    Chris

  • servus

    aber unter Last tritt doch soweit ich weiss keine Vergaservereisung auf.

    Gruss

    Heiko

  • Hallo,

    Vergaservereisung tritt auf, wenn im Ansaugtrakt ein starker Unterdruck herscht.
    Das ist dann der Fall, wenn die Kolben ordentlich saugen (Drehzahl), der Gemischfluß (Luft/Benzin) aber durch einen nur wenig geöffneten Vergaserschieber gedrosselt wird (z.B. 1/3 Gas). Dann herscht vor dem Vergaserschieber Normaldruck und nach dem Schieber starker Unterdruck. Das Gas wird entspannt und kühlt sich dadurch ab.

    Gegenmaßnahme: Vergaserschieber "aufreißen".
    Dadurch bricht der Unterdruck zusammen, das Gas kann frei strömen.

    Grüße von WiskeyWiskey

  • Gegen eine Vergaservereisung spricht bei den Symptomen m.E., dass

    1. kein Leistungsabfall spürbar war
    2. das „Brrrrttt“ nur extrem kurz auftrat
    3. es erst nach längerer Flugzeit auftrat und dann in verschiedenen Höhen (und sogar im Endanflug) immer häufiger kam
    4. es auch während aktiver Vergaservorwärmung auftrat
    5. die Zündkerzen der rechten Zylinder vollkommen verrußt waren

    Gruß

    Björn

  • Hallo,


    >
    > Wobei ich nach dieser Symptombeschreibung trotzdem auf Vergaservereisung tippe.
    >

    Ja - ganz aus dem Bauch raus würde ich da zustimmen...

    Noch nicht "komplette Vereisung" aber zumindest das Ansammeln
    bzw. Auskondensieren / Absetzen und wieder Lösen von
    stark "unterkühlter Luftfeuchte" ;-))


    >
    > aber unter Last tritt doch soweit ich weiss keine Vergaservereisung auf.
    >

    Naja - wenn wir im Reiseflug so rumeiern, dann ist der Vergaser-
    durchlass bei weitem nicht ganz offen - es gibt eine hohe
    Durchströmung bei einer deutlichen Verengung -> das kann
    zu Vereisung führen - gerade in den Wintermonaten in denen
    es eher diesig ist und viel Wasser "in der Luft hängt".

    Ich kenne diese micro-Brrrrps auch (sehr selten / keine Vorheizung aber
    immer bei hoher Luftfeuchte und bei eher niedrigen Aussentemperaturen)

    Aber meine Schwimmer waren bisher bei jeder Kontrolle immer
    noch Tip-Top "am Schwimmen"  und das Kerzenbild ohne Fehl und Tadel  ;-)

    Mglw. war es eher ein Zufall, das hier beide Dinge zusammen kamen... ?!


    BlueSky9





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