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Gemischverteilung Rotax 912

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18Beiträge in diesem Thema Jetzt antworten
  • Moin,

    der 912 hat ja unterschiedliche Ansaugrohrlängen und auch Auspufflängen. Damit müssten die Zylinder auch unterschiedliches Gemisch bekommen bzw. unterschiedlich gut gefüllt werden. Gibt es da eine Tendenz wie vorne ärmer als hinten? Interessant ist nur der Leistungsbereich ab 65% aufwärts bis max. Power.

    Hat jemand Lambda-Sonden verbaut?

    Manche 912 laufen wie Seide, andere knurren etwas unruhig, so auch meiner.

    Danke für die Erhellung,

    Raller

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  • raller schrieb:
    Manche 912 laufen wie Seide, andere knurren etwas unruhig, so auch meiner.
    Moin Raller,

    die Gründe für einen "seidigen" Lauf werden wohl eher in einer guten Vergasereinstellung, einem gewuchteten Propeller und einem guten Wartungszustand der Vergaser zu finden sein. Weniger in den konstruktiven Nachteilen, wie von dir beschrieben. Sonst gäbe es ja keine "seidig" laufenden 912er im Serienzustand. Meiner ist auch eher ein Knurrhahn.

    Jede Änderung (Einspritzung etc) an dem serienmäßigen System wäre eine Änderung am Stück, mit allen Konsequenzen wie Lärmmessung, Erprobung etc. Ziemlich aufwendig und auch teuer. Und der Erfolg in deinem Sinne wäre auch nicht garantiert. Und alles quasi experimentell. Bist wohl gerade inspiriert von der Einspritzung im Magazin "Flügel"? Finde ich auch cool. Ist aber büschen doll für mich.

    Thomas

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  • raller schrieb:
    Hat jemand Lambda-Sonden verbaut
    hat kein Sinn. Rotax läuft von Werk etwas Fetter ( 0.7 Lambda) da arbeitet die Sonde nicht genau. Auch Original Rotax Einspritzsystem hat keine Lambda Sonde. Gemisch wird nach Abgastemperatur berechnet. 

    raller schrieb:
    unterschiedliche Ansaugrohrlängen

    Pro Zyklus Saugt immer nur 1 Zylinder an, daher nicht so dramatisch. 

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  • Moin,

    das Magazin habe ich nicht, schade...

    Mir geht es eher um die Ausstattung der Motoinstrumente. Ich habe das UL-Mip drin, das zeigt jetzt nicht wirklich viel an. Wenn aber die Werte eh kaum Relevanz haben, da der Motor fett läuft, kann ich anders planen. Die Lambda-Sache wäre als Info nett gewesen und würde wohl die Theorie des fetten Gemisch bestätigen.

    Kann ausser synchronisieren und Leerlaufgemisch noch sinnvoll abgestimmt werden? Düsennadel geht theoretisch, aber wie geht das in der Praxis bzw  wer kann das in Rhein-Main?

    Gruss Raller

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  • SkylaneULL schrieb:
    Gemisch wird nach Abgastemperatur berechnet.
    ... die EGT-Sensoren haben keinerlei Einfluß auf die Gemischbildung beim 912 iS ....

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    Viele Grüße vom Bodenpersonal
    Ralf

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  • Von mir aus, sind die Motoren dermaßen fett, das die verschiedenen Längen kein Unterschied auf die Leistung machen. Das die vorderen Zylinder deutlich weniger Leisten erscheint mir ein nicht zu vernachlässigender Aspekt. Wieviel? Man könnte die Zündung so verkabeln, dass eine Zündbox nur vorne Arbeitet und die andere nur hinten. Dann am Boden unter Flugbedingungen eine Box kurzzeitig ausschalten... (Vibrationen).

    Hab ihn noch nicht auf mein 914 verbaut. 

    http://www.aemelectronics.com/products/wideband-uego-air-fuel-controllers/4-channel-wideband-uego-afr-controller

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  • Werner1966 schrieb:
    Das die vorderen Zylinder deutlich weniger Leisten erscheint mir ein nicht zu vernachlässigender Aspekt. Wieviel?
    ... das die vorderen Zylinder weniger leisten stimmt aber nicht.

    Wir machen bei den Motorprüfläufen immer Abgasmessungen (CO und HC bei jedem Zylinbder)  und die Abgastemperaturen werden durch ein am Prüfstand montiertes Flydat aufgezeichnet. Leistungsunterschiede würde man so erkennen.

    Die Messungen erfolgen:

    • bei 1700 1/min wird das Leerlaufgemisch der  mit der Gemischschraube optimal eingestellt und alle Zylinder gemessen.
    • bei 5500 1/min (Dauerleistung = ca 80-85% Gashebelstellung) werden alle Zylinder gemessen.
    • bei 5800 1/min (Startleistung = Vollgas) werden auch alle Zylinder gemessen.

    Die Drehzahlbereiche dazwischen (1700 1/min bis 5500 1/min) werden nach Herstellervorschriften beim Prüflauf nicht gemessen, da sie laut Rotax, wenn die gemessenen Werte bei 5500 1/min und 5800 1/min innerhalb der Vorgaben sind, keine Probleme bei den mittleren Drehzahlen verursachen.

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    Viele Grüße vom Bodenpersonal
    Ralf

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  • Ich komm nicht ganz mit. Ok, auch vorne ist die EGT etwa gleich, CO gleich, und folglich auch lambda etwa gleich.

    Wieso soll deswegen auch der Füllgrad gleich sein? Ich kann doch den selben Gemisch verschiedenartig verteilen. Ich übertreibe mal indem ich mir eine verbaute Lochblende vor den Zylinder1 vorstelle.

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  • ... ich kenne das anders: weniger Füllung = weniger Leistung = weniger EGT ....

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    Viele Grüße vom Bodenpersonal
    Ralf

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