Bitte um Erfahrungen mit dem UL Skylane von airlony

Forum - Technik & Flugzeuge
  • @Postbote

    Hi Stefan, wann war es denn in diesem Sommer so richtig heiß? *grübel* Ich jedenfalls kann mich nicht erinnern...

    Liebe Grüße 

    Conny 

  • aviatrix schrieb:

    Hi Stefan, wann war es denn in diesem Sommer so richtig heiß? *grübel* Ich jedenfalls kann mich nicht erinnern...

    Liebe Grüße 

    Conny 

    Liebe Conny,

    ich habe zwar nichts von diesem Jahr geschrieben aber auch in diesem Jahr gab es wenn auch nicht viel, ein paar wirklich heiße Tage, Zwei davon waren im Juni als ich auf den Inseln war und da bin ich mit offener Tür von der Nordsee bis EDVK geflogen.

    Im letzten und auch vorletzten Jahr waren es jeweils die letzten Sonntage im August als ich vom Treffen in Boll heimwärts mit offenen Türen geflogen bin.

    Lieben Gruß, Stefan

  • Servus!

    Wir haben eine Skylane in einer Haltergemeinschaft und sind sehr zufrieden. 80 PS Variante.... Die Zuladung mit knapp 200 kg ist wohl ziemlich einzigartig, der große Gepäckraum mit bis zu 30 kg wohl auch. Die Steuerung über die Hörnchen ist intuitiv. Reisegeschwindigkeit von 200 kmh ist durchaus machbar. Steigen alleine tatsächlich mit 8 m/s.

    Das geschleppte Bugrad find ich inzwischen ziemlich genial, da der Flieger dadurch sehr sehr einfach rangiert werden kann. Bzgl des potentiell einschlagenden Props in das Bugrad haben wir einen Eintrag in der Checkliste. Und der Stand des Rades kann mit offener Tür auch vom Sitz mit leichtem Hinauslehnen überprüft werden.

    Gelandet werden möchte die Skylane mit voll gezogenem Höhenruder, hier ist schon etwas Übung und Anfangs auch Überwindung erforderlich. Aber das Bugrad ist wohl nicht umsonst extrem stark gefedert und verzeiht hier definitiv auch mal eine nicht so sauberer Landung. Grundsätzlich schwebt die Skylane gerne etwas länger, so dass ein nur etwas zu schneller Anflug auf einem kurzen Platz schnell zum Durchstarten anregt.

    Wie ein Vorredner schon sagte, sind die Ruderbewegungen ziemlich feinfühlig, und so richtig kann man das Steuer eigentlich nicht loslassen.

    Weiterhin ist es für mich sehr positiv, dass alle Leitungen und Seile sehr gut zu erreichen sind, Umbauten und Reparaturen sind also dahingehend nicht sehr aufwendig.

    Auf Grund der guten Flugleistung mit den 80 PS würde ich persönlich eher wieder zu dieser Variante tendieren, der 100 PS braucht halt a bisserl mehr.

    Fazit für mich: ein Flieger, bei dem man wenig Kompromisse eingehen muss. Die Kombi aus Gewicht und Leistungsfähigkeit ist wohl ziemlich einzigartig. Bei weiteren Fragen, gerne PN.

    Beste Grüße, Matthias

  • Da hier viel Lob verbreitet wird möchte ich mal auf die Nachteile hinweisen.

    Mir war die Sitzposition zu Beginn unangenehm, zu weit nach hinten geneigt, ich mag es aufrechter.

    Die Federung war gefühlt viel zu weich, die Skylane nickt deshalb stark beim Gasgeben und der Propeller kommt dem Grund dann verdächtig nahe. Auf unebenen Graspisten kann das bei ungünstigem Zusammtreffen von Bodenwelle und Gasgeben zum einschlagen des Propellers führen.

    Durch die Verkleidung des Bugrades mit der Rundum-Drehbarkeit kollidiert der Propeller bei ungünstiger Stellung. Angeschnallt ist die Stellung nicht mehr zu kontrollieren. Zusammen mit der zu weichen Federung für mich ein Konstruktionsfehler.

    Das war wie gesagt mein Eindruck bei den Einweisungsflügen. Die befürchteten Unfälle sind bereits eingetreten. Bodenberührung des Propellers und auch Einschlag des Propellers beim Anlassen in die Bugradverkleidung.

    Das geringe Gewicht lässt für mich auch die Frage nach der Stabilität der Maschine aufkommen. Irgendwo ist eine Grenze, die den Leichtbau gefährlich macht. Ob das der Fall bei der Skylane sein mag, kann ich nicht beurteilen. Manches schien mir fragil gebaut worden zu sein.

    Die Piloten, die diese Maschine fliegen sind wohl dennoch zufrieden. Sie loben die Geschwindigkeit und die geringere Innengeräuschentwicklung der Maschine.

    Ich persönlich fühl mich in einer Sirius wohler. Sie hat aber auch 30 kg mehr auf den Rippen.

    Gerd

  • Hallo Gerd

    Ich habe hier schon mein Eindruck über Leichtbau beim diesen Flieger schon geschrieben. Aber so "direkt" wie du habe ich mich nicht getraut... bis jetzt. Na dann, nach paar Stunden Probeflügen sind meine Eindrücke was den Sitzkomfort und Federung betrifft identisch mit deinen. Ich habe nicht nachgemessen, aber zum Beispiel Stahlseile, Stangen usw. machten auf mich einen dünneren/leichteren Eindruck als die, die ich sonst in anderen Flieger gesehen habe. Klar hat die Kiste alle Festigkeitprüfungen bestanden, aber wie sieht aus nach paar Jahren, paar hundert Stunden und Landungen? Deshalb teile ich auch deine Meinung, lieber paar Kilo mehr auf den Rippen. Ausserdem was mich auch etwas skeptisch macht, wenn die Leute beim Airlony so geschickt sind was das Gewicht betrifft, warum gibt es keine "Kopie" auf dem Markt. Oder warum schafft die Konkurrenz vergleichbare (legale) Zuladungwerte nicht.

  • Im Allgemeinen altern die meisten Werkstoffe und das oft unsichtbar. Faktoren sind sehr verschiedene. In meinem Fach - Zahntechnik - ist das auch durch alle Werkstoffgruppen (Keramiken, Reinmetalle, Legierungen, Kunststoffe, Gläser, Komposite) als Problem gegeben und wird grundsätzlich eingerechnet in Gestaltung und Dimensionierung, Zeitpunkt des Austauschs. Z. B. altern Hochleistungskeramiken (ZrO2) durch das typische Milieu, in dem sie eingesetzt werden im Verlauf von 5 Jahren derart, dass sie nur noch knapp über der Hälfte ihrer ursprünglichen Biegefestigkeit liegen. Das rechnen wir grundsätzlich bei der Konstruktion mit ein, haben also initial überdimensioniert, da Bauteile aus diesem Material nicht durch Bruch vor ihrer geplanten Haltbarkeit verloren gehen sollten. Beim Flieger hingegen kommen vermutlich hohe Belastungen durch Spannung, Dehnung (im schlimmsten Fall) und vor allem Vibrationen ins Spiel.

    Interessant wäre an dieser Stelle grundsätzlich, ob diese vermutete Alterung bei den Festigkeitsprüfungen mit einfließen oder nicht. 

    Mir wäre so ein Vögelchen zu fragil.

    Thomas

    Ergänzung:

    https://youtu.be/kLDDASHsRLg

  • Bei einer Skylane am Platz wurde dieses Jahr der gerissene Motorträger gewechselt.

    Nach Aussage des Piloten soll das kein Einzelfall sein und der Hersteller hat keinerlei Kulanz gezeigt.

    Selbst der DULV hat schon darauf hingewiesen.

    http://www.dulv.de/sites/default/files/Einfache_Seite_Files/SI-15-01.pdf

  • Hallo Funkyglider,

    nach Worms kommen und eine Skylane beim ASW chartern. Dann bekommst du eine Einweisung und du kannst den Flieger persönlich beurteilen. Außerdem kannst mit Kollegen sprechen die die Skylane schon etliche Stunden geflogen haben. Wir haben die 100 PS Variante mit Kunststoffflügeln und Verstellprop.

    Ich bin dort Kunde, allerdings fliege ich dort die Dynamic.

  • Ich fliege die Skylane mit Holzflächen und 80 PS nun seit 1,5 Jahren. Vorher C42, FK9-MK4 und Z602.
    Für mich sind die Vorteile:
    Für mich ist sie die Weiterentwicklung der FK9 - ähnlich ausgewogen um die Ruder - aber leistungsfähiger  und / oder effektiver, leichter und erheblich geräumiger (auch als die FK9 Ela). 2 Gleitschirmausrüstungen + Campingausstattung passen problemlos am Stück rein. Auf den Passagiersitz passt mein Faltrad ohne jeglichen Umbau. Fliegt auch mit 30 Kg Gepäck hinten noch gutmütig - im Gegensatz zur Z602, die schon mit 18 Kg instabil um die Querachse wurde.  Ich fliege meist 150 – 170 km/h IAS und brauche dann um die 12 l/h bei voller Beladung. 200 km/h gehen aber auch. Der angenehmste Flieger in stärkeren Turbulenzen, den ich je geflogen bin - vor allem auch für meine Passagierin. Anscheinend dämpft die Holztragfläche besser als CFK oder Blech. Es knirscht oder knarzt nichts. Platz: Ich (193 cm) habe - außer in der Z602-  in keinem UL ähnlich bequem gesessen. Den Sitz kann ich noch nicht mal ganz nach hinten verstellen, sonst komme ich mehr an die Pedale. Die neuen (ab 2014?) haben eine steilere Lehne - bei meiner habe ich mir mit einem festgeklettetem Kissen beholfen. Im nächsten Winter baue ich dank der Hilfe eines lieben Fliegers aus Crawinkel die Sitzschienen auf eine steilere Stellung  um. Ich mag lieber ein schnelles UL mit dem 80 PS 912er, da der nun offensichtlich länger hält als der 100 PS. Die Version der Skylane mit Kunststofffläche hat nur den 100 PS im Kennblatt und ein Teil der wesentlichen Vorteile für mich (leicht, Dämpfung von Turbulenzen) sind weg. Man kann auf Strecke sehr wohl das Steuer loslassen – wenn man die Füße auf den Pedalen lässt. Die Sicht nach vorne (bzw. nach vorne unten) ist auch bei „langsamer“ Geschwindigkeit besser als in fast allen anderen (mit Zugmotor), die ich geflogen bin– vielleicht ähnlich gut wie bei der der CT.
    Für mich sind die Nachteile:
    Die Fußspitzbremsen mag ich auch nicht – das drehbare Bugrad aber schon. (Schön, wenn Dritte den Flieger verschieben müssen). Wer das nicht mag, kann beim Hersteller für kleines Geld eine Vorrichtung zum Begrenzen des Drehwinkels bekommen. Die Türen sind etwas leicht und die Dichtung löst sich immer mal wieder. Beim Landen schwebt sie eher länger aus, als auf kurzen Plätzen wünschenswert (aerodynamisch halt effektiv).  Beim Anflug nach Handbuch (100 km/h) kommt man kaum runter. Die Heizung ist etwas schwach – aber ansonsten zieht drinnen nichts und die Heizung hat auch Ausströmer an der Windschutzscheibe.  Bisher hatte ich noch kein Ärger mit dem Motorträger – aber das ist anscheinend eine Schwachstelle. Ebenso das Heckfenster – das ist bei einigen schon weggeflogen. Lieferzeit einer neuen Skylane: Teils über 1 Jahr! Die Bremsleitungen werden durchs Innere der Fahrwerksschwingen geführt – das Auswechseln wird sehr fummelig und das Entlüften erfordert Geräte.
    Ich hoffe, meine subjektive Einschätzung kannst Du einordnen!
    Viele Grüße aus dem mittleren Westen, Claus

  • Servus zusammen,

    vielen Dank für all die Ausführungen und Meinungen.

    Einiges gibt sicher zu denken, auch dafür danke ich. Die Aussagen über Motorträger, Scheiben und eben den Leichtbau lassen schon überlegen. Mir gefällt das Design, allerdings, wenn ich schon viel Geld ausgeb′, erhoffe ich mir schon eine entsprechende Lebensdauer. Kann es sein, das die deutschen Flieger da eher die Nase vorn haben, eben Z 602 oder dgl?

    Tja, bei mir sind′s halt die langen Beine, die einige Flieger schon mal nicht infrage kommen lassen.

    Ja, die Sirius sieht auch sehr ordentlich aus.

    Natürlich ist mir vollkommen klar, dass einige Flieger live angesehen und probegesessen werden müssen, bevor da eine Entscheidung getroffen werden kann. Die AERO wird da evtl auch helfen. Und vor allem, ich hab′s ja nicht eilig, mein Tanarg Trike ist ein wundervoller Flieger, Motorradfahren in der Luft eben. 

    Bunten Gruß aus Wien,

    Alexander

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