ADS-B Empfänger Stratux

Forum - Technik & Flugzeuge
  • BlueSky9 schrieb:
    P3I ist unnütz wie ein Kropf, die Funk-Bridge hat ewig nicht funktioniert, irgendwie
    hat es dann doch Lizenzgebühren gekostet und alles in allem war das Ganze
    nicht mehr als ein simpler ADS-B Empfänger...    ...pffftt...
    Hallo
    hatte mir den PilotAware gleich in der Anfangszeit gebaut.
    Da konnte ich schon sehen
    1. PilotAware selbst
    2. ADS-B
    3. Mode C
    4. Mode S

    Zu Anfang war es kostenlos
    Dann muste man eine Brige kaufen 50€
    Jetzt eine Jahresgebühr 15€

    Was kommt ????
    Weiter kann man in England komplett und in Deutschland teilweise Segelflieger sehen.
    https://pilotaware.com/ogn/    INFOS DAZU

    Ich selbst sende ADS-B und PilotAware
    PW war damals das günstigste um was zu haben.

    Transponder kann ich nur den Trig empfehlen

  • Hallo,

    >
    > Weiter kann man in England komplett und in Deutschland teilweise Segelflieger sehen.
    > https://pilotaware.com/ogn/    INFOS DAZU
    >

    Die Infos auf der Website zeigen genau das, was ich meine:

    Hier ein (nicht legaler) OGN Re-Broadcast - basierend auf irgendwelchen Bodensationen...
    Da ein Proof-Of-Concept-Trial eines MLAT Datenuplinks von wieder anderen Bodenstationen...

    Das alles ist für mich als Technik-Fan eine super geile "Bastelstunde", aber
    gleichzeitig auch weit davon entfernt, ein seriöses und solides System zu sein...

    (ich glaube kaum, dass die REGA oder der ADAC
     sich das in ihre Helis geschraubt hätten..?!?  ;-)))

    Trotzdem finde ich es gut, wenn Leute sich damit beschäftigen
    und irgendwie "senden" und "empfangen"   :thumbs up:   !!   :-)


    >
    > Transponder kann ich nur den Trig empfehlen
    >

    Als Transponder kann ich deutlich mehr als nur einen empfehlen   :)



    BlueSky9


  • BlueSky9 schrieb:
    (ich glaube kaum, dass die REGA oder der ADAC
     sich das in ihre Helis geschraubt hätten..?!?  ;-)))
    Das haben die sicher niemals.

    Die haben Originale Systeme drin

  • BlueSky9 schrieb:
    Wie war das denn mit der "Lizensierung" bei P3I...?   Da war doch auch was, oder...?!
    Wer sagt denn, dass ein P3I auch mittlefristig "offen und billig" bleiben wird?!  ;-))
    Das hast du auch recht. Es wäre gut, wenn sich die EASA da auf ein offenes Protokoll einigen könnte und vorgeben würde. So könnte dann auch der Kollisionschutz für Drohnen, Segelflugzeuge und Flugzeuge geregelt werden. Sonst haben Drohnen bald ihr eigenes System, Segler haben FLARM und der Rest Transponder mit hoffentlich ADSB-out. Und nix davon ist kompatibel.

    Naja, mal sehen was kommt.
    Grüße, der forester

  • @Neu

    Die REGA hat seit 2006 FLARM in ihren Helis installiert, ebenso die Rettungsflieger des ADAC, der Polizei und der Bundeswehr sowie der Aiuit Alpin in Südtirol. Bitte einfach mal im Internet nachsehen, bevor man/frau so etwas vermutet.

    Happy landings
    Conny

  • Hallo,

    >
    > Das haben die sicher niemals.
    >

    Aber ganz sicher haben die das!  :-)))


    >
    > Die haben Originale Systeme drin
    >

    was sind denn "Originale Systeme"?

    Ja - Die habe original FLARM "drin"  ;-)

    z.B.:
    http://www.rth.info/news/news.php?id=1334



    >
    > wenn sich die EASA da auf ein offenes Protokoll
    > einigen könnte und vorgeben würde.
    >

    Ein fest vorgegebenes, offenes Protokoll für
    einen Kurzstrecken-Funk-Positions-Warn-System.

     - quasi ein FLARM Clone in "offen"  -

    Das wäre coool!!!  :)


    BlueSky9


  • MajorTom schrieb:
    Sagt mal liebe Stratux-Gemeinde, gibt es Alternativen zu den fetten Antennen? Da ist doch sicher nur ein winziger Antennendraht drin, oder?
    Falls das Thema noch interessant sein sollte, zu diesen Antennen und möglichen Alternativen könnte ich einiges sagen.
  • Dann leg mal los. Ich bin interessiert.

    Eric

  • Es ging um diese Antenne, 3 Seiten zurück:



    diese Antennen sind eigentlich Dipolantennen: ′Hertz′sche Dipole′, weil ein gewisser Herr Hertz die Idee vielleicht zuerst hatte (kann man googeln).

    Das ist ein Draht, Länge eine halbe Wellenlänge, ursprünglich horizontal aufgehängt. Vorher aber in der Mitte durchgezwickt und die Zuleitung angeschlossen. Siehe Bild:


    Links und rechts wird der Draht über Isolatoren mit Kunststoffschnüren zwischen Maste, an Bäume oder sonst wohin gehängt. Wenn der Baum im Wind schwankt, dann reißt alles ab, aber das ist eine andere Geschichte...
    die Zuleitung geht zum Empfänger, Funkgerät, was immer.

    Bei der Zuleitung gehen wir ab jetzt von Koaxialkabel aus... der Herr Hertz hatte andere Leitungen.

    Besagter Herr Hertz war damals auf Langwelle/Mittelwelle/Kurzwelle zugange, Wellenlängen WEIT über 50 m. Bei 50 m Wellenlänge wäre der ′Strahler′ also 25 m lang gewesen (kann man alles googeln, hier nicht das Kernthema).

    Ganz nett, aber was hat das mit der im Bild gezeigten Aufsteckantenne zu tun?
    nun, die Aufsteckantenne ist genau so ein Dipol. Etwas kürzer als 25 m, und am Ende eingespeist.

    Erst das Prinzip der Mutation, GANZ GROB vereinfacht: wir entfernen zunächst die im Bild gezeigte Zuleitung. Dann nehmen wir statt der linken Strahlerhälfte ein Rohr, durch das die Zuleitung hindurch passt.  jetzt führen wir das Anschlusskabel von links durch das Rohr, löten die Abschirmung an das rechte Ende des linken Rohres an, und den Innenleiter an die rechte Strahlerhälfte.unsere Zuleitung ist ja ein Koaxialkabel, mit einer äußeren Isolierung. Die sorgt dafür, dass das Abschirmgeflecht des Kabels isoliert im Rohr geführt wird, und ausschließlich in der Mitte mit der linken Strahlhälfte Kontakt hat. Wenn wir das versauen, wird das Teil zwar immer noch irgendwie strahlen, aber die Impedanz ist anders, und das Richtdiagramm ( darauf komme ich gleich noch) ist nicht mehr wie es sich für einen Dipol gehört, sondern eher wie ein ′runtergeworfener Draht-Kleiderbügel′.

    Warum ist die Aufsteckantenne so kurz und geht trotzdem? Weil wir in ganz anderen Frequenzbereichen zugange sind.
    Flarm ist ja irgendwo knapp unter 1000 MHz, das wären 30 cm Wellenlänge. Davon die Hälfte, dann müsste der gesamte Dipol also 15 cm lang sein, und eine Hälfte also 7,5 cm.
    Passt grob, weil das Dielektrikum des Kabels noch verkürzend wirkt, die dicke des Strahler im Verhältnis zur Wellenlänge wirkt sich auch aus.
    Praktisch wird das einfach so gemacht, dass man auf der nötigen Länge (hier wären das 7,5 cm) die Abschirmung des Koaxkabels entfernt. Der Innenleiter ist dann bereits der rechte Dipolschenkel. Dann fädelt man auf das Koaxialkabel ein Röhrchen, auch 7,5cm lang, und lötet das gekürzte Abschirmgeflecht an. Fertig. Je nach Ausführung kann man mit dem Koaxialkabel irgendwohin fahren, oder man macht halt direkt hinter dem Ende des Messingsröhrchens einen Stecker dran.
    Dann kommt noch so ein Kunststoffschniedel drüber, und schon hat man die Antenne vom Foto.
    Jede Antenne an jedem WLAN Router hat dasselbe Prinzip.

    ich wollte noch etwas zur Richtwirkung sagen. Wieder ein BIld im Web geklaut:



    hier sehen wir in der Mitte unseren Dipol, diesmal nicht zwischen zwei Bäume gehängt sondern senkrecht gestellt. Im "Freiraum", also nicht dicht über dem Boden. Dann hätte der im Azimut Rundstrahlcharakteristik, würde also nach Norden, Süden, Osten, Westen am besten empfangen (senkrecht zur Dipolachse). In Richtung der Dipolachse, also nach oben und unten, gar nicht mehr.

    Das Gesagte gilt für unsere kleine Antenne genauso, und zwar gar nicht mal so schlecht.und zwar noch am besten für die Variante, die nicht direkt den Stecker an der Antenne hat, und dort dann natürlich auch sofort das ′Funkgerät′ oder den Transponder. weil dann das Strahlungsdiagramm durch die Elektronik nicht verbogen wird.

    Wenn der Flarm-Empfänger innen hinter der Scheibe liegt (weil ich den sehen muss, weil die Anzeige da auch drin eingebaut ist) dann sollen die Antennen natürlich möglichst frei stehen.
    Wenn ich den Empfänger nicht sehen muss, weil die Daten über USB an die Navi-App übergeben werden, dann
    würde ich den Empfänger auch nicht vor meiner Nase wollen (die Antennen müssen ja frei stehen!), sondern lieber irgendwo verschwinden lassen. Also brauche ich abgesetzte Antennen, und da würde ich je nach den Gegebenheiten im Flieger wohl eine andere Antennenform verwenden.

    wenn ich meinen Flieger nicht zerbohren will oder das nicht darf, und der Rumpf aus Kunststoff ist, dann würde ich vielleicht innen eine für die Frequenz geeignete Dipolantenne mit Kabel ankleben (sowas kann man auch für VHF machen, aus Metallfolie):


    Die Antenne spricht eigentlich genau dem Hertzschen Dipol zwischen den Bäumen oben in diesem Post, nur hier im Foto halt senkrecht gestellt: gekapselter Dipol, Zuleitung in der Mitte. Sowas ähnliches habe ich gerade in einer Flarm-Einbauanleitung im Web gesehen, man würde auch Antennen von anderen Herstellern finden.

    Senkrecht angeklebt wie auf dem Bild würde sie nach vorne/hinten/links/rechts am besten strahlen. Horizontal auf die Seitenwand angeklebt würde sie nach oben/unten/links/rechts am besten strahlen (sich das noch mal anhand des Torus oben vergegenwärtigen...). Theoretisch, denn natürlich ist das Richtdiagramm auch gegenüber Betrieb im Freiraum verbogen, durch Reflexionen an den Tragflächen, durch Einfluss von allen anderen Metallteilen außenrum.
    je nach Flieger könnte man die Antennen auch auf eine Seitenscheibe kleben, beeinträchtigt natürlich die Aussicht.

    Mit einer Antenne schafft man keine Rundstrahlcharakteristik in Azimut und Elevation (=Isotopstrahler).
    Zwei Stück mit unterschiedlicher Polarisation einfach parallel schalten ist aber auch nicht so eine gute Idee. Da gibt es Lösungen, aber ich glaube das führt hier zu weit, und vielleicht ist es auch gar nicht nötig, weil die Reichweite auch mit einer Antenne schon ganz brauchbar ist. bei irgendeinem Raumwinkel ist bestimmt eine Nullstelle, aber wir haben ja bewegte Ziele, da spielen die Nullstellen kaum eine Rolle, denn eine Zehntelsekunde später ist das Ziel ja schon woanders.

    Wenn man einen Metallflieger hat und bohren will oder darf, könnte man eine Viertelwellenantenne kaufen oder bauen. Kennen wir als Transponderantenne: da guckt beispielsweise ein ca 6 cm langes Stahlstäbchen unten aus dem Rumpf heraus.
    ich glaube aber fast, dass das jetzt auch zu weit führt, der Post ist so schon viel zu lang.

    Aber kurz nochmal zur Aufsteckantenne wie ganz am Anfang gezeigt. Die Gewinnangabe ist "ziemlich sportlich", ein Hertzscher Dipol hätte 2,14 dBi (= 0 dBd: KEINEN Gewinn gegen einen Dipol, denn der Dipol ist ja selbst die Referenz). 5 dBi sieht besser aus, nachmessen ist nicht trivial, und es merkt sowieso keiner (das ist auch so).
    Aber nach diesem Prinzip kann man sich so eine Antenne ganz leicht selbst bauen, oben ist ja schon beschrieben wie es geht. Das Kabel darf kein Mikrofonkabel sein, irgend ein Antennenkabel geht. 75 ohm Fernsehkabel  würde auch gehen, über den kleinen Verlust durch die Fehlanpassung reden wir nicht: erstens ist er wirklich klein, zweitens wird sowieso weder die Antenne selbst noch der Empfänger genau 50 Ohm haben.
    Lichtgeschwindigkeit/Frequenz gleich Wellenlänge, 30 cm bei 978 MHz, das hatten wir oben schon. Etwas kürzer werden wegen der diversen verkürzenden Einflüsse, also muss rechts der Innenleiter 7 cm rausgucken, und links brauchen wir ein 6,5 cm langes Metallrohr (dickerer Strahler, höhere Verkürzung, nix gerechnet alles geschätzt... Messing läßt sich gut löten). Das Kabel lässt man so lang wie man es braucht und macht einen SMA-Stecker dran. Oder man kauft sich ein Stück Kabel mit SMA Steckern, und schneidet einen für die Antennenseite ab.
    Oder man besorgt sich ein doppelt so langes Kabel wie man eigentlich braucht, schneidet es in der Mitte durch, jetzt kann man sich zwei Antennen machen...

    das Gebilde ist natürlich in keinster Weise wetterfest, also auch wieder nur zum innen Ankleben geeignet. Entspricht aber in der Funktion der oben gezeigten Klebeantenne und ist in paar Minuten gebastelt, wenn man ein Kabel mit zumindest einem Stecker dran hat.
    Klar passen je nach Kabel/Röhrchen, ...  die Maße nie genau, die Eigenbau-Antenne wird also auf der gewünschten Frequenz nicht in Resonanz sein, sondern mehr oder weniger daneben. Solche Antennen sind aber ziemlich breitbandig, bei Empfang macht es einfach (fast) nichts aus wenn man 10 % oder auch mehr daneben liegt. Beim Senden wäre die Antennenimpedanz etwas wichtiger.

    e & oe.

  • Hier kann man auch ein paar interessante Informationen zu Antennen finden, ich selbst habe die SuperFant und die SuperADSB am Stratux im Einsatz:

    http://www.gliderdesignparts.de/ant_vergl.html



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