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Forum - Technik & Flugzeuge
  • Hallo liebe Fliegerfreunde,

    ich bin bisher E-Klasse mit eigenem Flieger geflogen, doch die Kosten standen in keinem Verhältnis zur Auslastung. So habe ich vor zwei Jahren meine Maschine verkauft. Ein Freund hat mir kürzlich eine 50%ige Haltergemeinschaft an seinem (E) Flieger angeboten. Doch seit längerer Zeit verfolge ich schon den ul-Markt und hätte auch Ambitionen komplett auf die M-Klasse zu wechseln. Denn für beide Klassen die Lizenzen aufrecht zu erhalten, wäre ein zu großer Aufwand (was andererseits schade um die PPL wäre). Fliegerische und finanzielle Vor- und Nachteile sind da abzuwägen. So bin ich z.Z.. hin- und hergerissen in meiner Entscheidungsfindung. Gefallen würde mir das puristische klassische Fliegen. Demnach finde ich das Airbike oder den Backyard Flyer super.

    Ich würde mich freuen wenn Ihr mir als erfahrene ul-Piloten ein paar wesentliche Vor- als auch Nachteile der ul-Fliegerei nennen könntet. So z.B.  alljährliche Kosten, Stabilität (Luftzerleger?), Wind- bzw. Seitenwindanfälligkeit, etc.

    Vielleicht könnt Ihr mir auch zu den beiden o.g. Fliegern einige Infos mitteilen. U.a. würde mich interessieren wo ich evtl. ein gebrauchtes Airbike kaufen könnte und ob der Backyard Flyer in Deutschland zugelassen ist, oder ob man den Flieger auch mit einer N-Registrierung in Deutschland fliegen darf.  Habt vielen Dank und "Hals- u. Bein".

  • Die Vorteile sind sehr vielfältig, die zähle ich jetzt nicht alle auf. Grösster Nachteil für mich ist, dass man auf 2 Sitze beschränkt ist, was mich langsam ziemlich nervt, weil ich gerne mit meiner Frau UND Kind fliegen würde. Bin gerade dabei, einen wirklich schönen E-Flieger anzuschauen, wer weiss.... ;)

    Chris

  • Beide Lizenzen aufrecht zu erhalten ist nicht schwierig. Man macht alle 2 Jahre einen Prüfungsflug auf Motorflugzeug oder Motorsegler. Der ersetzt die PPL-Mindeststunden und den Fluglehrer-Flug für UL (http://www.gesetze-im-internet.de/luftpersv/__45.html)

  • Hallo,

    so weit ich weiß hat Hans Schaller ein Airbike zu verkaufen.

    http://www.kronichflug.de/kid.74.pg.16/angebote-2462015.htm

  • Also wenn Du eine Cessna  150 mit einen Reise Ul vergleichst wirst Du nur feststellen das ( noch) das Ul auf 472, 5 Mtow beschränkt  aber sonst es sehr ähnlich ist. Das niedrigere Gewicht zusammen mit dem vorherrschenden Rotax führt dann zu einer hohen Agilität die den Echo Flieger schon mal überrascht.  UL ist dadurch Seitenwind anfälliger , was aber durch die Übermotorisierung gut ausgleichen werden kann.  UL ist im Wesentlichen in der Unterhaltung preiswerter. ( leider nicht mehr so deutlich in der Anschaffung)  Charter Std so um die 100 std nass, Verein billiger aber mit Rahmenprogramm.  Eigenes Reise- Ul ca 100 Std jährlich, Halle, Versicherung, etc   mit allem 6000 bis € 8000,--.  Luftzerleger gehören der Vergangenheit an. Stabilität bei den gängigen UL s kein Problem.    

    Zum Hobby rumfliegen durch die BRD und angrenzendes Ausland  ist es völlig ausreichend.  Bis auf das VOR ist gewöhnlich auch alles an Instrumenten vergleichbar.  EfIS werden auch bei den ULs immer beliebter.  

    Entscheidend ist halt das man nicht so viel Gewicht selbst mit auf die Wage bringt. Die Ausbildung ist fast gleich und da oben muss jeder sowieso wissen was zu tun ist.  Wenige Plätze lassen Ul nicht landen , dafür gibt es sehr viel zusätzliche UL Plätze. 

    Deine Idee mit dem Luft Moped hat sicher Spass Faktor. Aber man muss halt immer noch damit auf einem Flugplatz starten und landen. Ist eine nette Sache für den der mal ein bisschen in die Luft kommen will. Zum Reisen eher nicht so geeignet.

    Fliegst Du mit einem schnellen Reise Ul wirst Du wahrscheinlich Echo nicht vermissen und es bereuen, dass Du es nicht schon früher gemacht hast. Es müssen halt alle Faktoren für einen passen dann ist es eine echte Alternative.   

  • Hallo,

    >
    > UL ist dadurch Seitenwind anfälliger , was aber durch die
    > Übermotorisierung gut ausgleichen werden kann.
    >

    Natürlich lässt sich Seitenwindempfindlichkeit _nicht_ durch
    Motorleistung "ausgleichen"!  :-))

    Ein 08-15 3-Achs UL bewegt man i.A. nicht mehr bei den hohen
    Windstärken, bei denen man mit einer 172er noch gut zurecht kommt.

    Und einen ganz leichten und damit langsamen Flieger wie ein Airbike
    oder eine C22 o.Ä. schonmal garnicht  ;-)

    Luftzerleger sind in der Tat selten geworden, allerdings ist die
    mechanische Stabilität eines ULs trotzdem bei Weitem nicht mit der
    einer Echo-Kiste vergleichbar - es ist eben alles "leicher und dünner"  :-)

    Problem bei den ganz "lahmen" (sorry)  und "einfachen" 3-Achsern
    ( > 120kg)
    Die Unterhaltskosten sind nicht wirklich viel geringer als bei einem
    normalen Brot und Butter UL a la C42 o.Ä.

    Jahresnachprüfung, Rettung. CSL Versicherung, Hangarmiete...
    ...alles gleich, egal ob Airbike oder Dynamic  ;-)))

    Fliegen von der "Wiese hinterm Haus" wird nichts werden
    und eine N-Zulassung für Luftsportgeräte gibt es auch nicht.

    Um "Flugplatzzwang" und UL D-Verkerszulassung (bei > 120kg) kommst du nicht
    herum - macht aber nix, denn es macht trotzdem einen Riesenspaß! :-)


    BlueSky9

  • "Ein 08-15 3-Achs UL bewegt man i.A. nicht mehr bei den hohen

    Windstärken, bei denen man mit einer 172er noch gut zurecht kommt."

    Was natürlich kompletter Quatsch ist da in erster Linie die demonstrierte Seitenwindkomponente laut Handbuch massgeblich ist.

    Und die ist bei einer C172 geringer (15kn) wie z.B. bei einer Z602 (35kn bei Dreibein, 20kn bei Spornrad gemäss Handbuch, fliegen würde ich das nie......)  bzw. identisch zu einer C42 ...... 

    Insofern wäre die Aussage richtiger wenn Du gesagt hättest das Aufgrund der Massenträgheit eine C172 weniger Böenanfällig ist als ein UL. Aber das hat wie gesagt nix mit der zulässigen Seitenwindkomponente bzw. gut zurechtkommen zu tun.

    Luftzerleger sind in der Tat selten geworden, allerdings ist die mechanische Stabilität eines ULs trotzdem bei Weitem nicht mit der einer Echo-Kiste vergleichbar - es ist eben alles "leicher und dünner" :-)

    Auch Käse!

    Eine C172 hat ein Lastvielfaches von +4,4/-2,2G, eine Z602 ein Lastvielfaches von +6/-6G Insofern zerlegt sich eine C172 vor der 602 und das bei "dickerem" Material. Da fehlt offensichtlich bei Dir fundamentales Wissen und Verständnis der Zusammenhänge zwischen Materialdicke und Gesamtmasse...... Eine Extra wiederum geht nicht vor +/-10G kaputt. Da sind 99% der mitschreibenden hier schon lange im Reich der Träume und bekommen den Aufschlag nicht mehr mit....

  • Hallo MOIN,

    deine geliebte Z602 in allen Ehren, aber zwischen
    "demonstrierten Seitenwindkomponenten" in (UL) Handbüchern
    und dem, was mit den verschiedenen Luftfahrzeugklassen
    im Allgemeinen möglich ist, sollte man wohl untescheiden.

    Ich vermute mal, die gewerblichen Küstenflieger bei euch
    auf den Inseln werden bei starkem Wind sicher nicht auf
    eine Z602 wechseln, weil sie eine wahrlich märchenhafte
    "35kt Seitenwindkomponente" im Handbuch stehen hat.

    (nur mal zum Verständnis: 35kt von der Seite, das ist
     genau die Wind-Geschwindigkeit, käme sie von Vorne, bei
     der die Z602 noch fliegen würde! Damit läge die max.
     Seitenwindkomponente der Z602 in etwa bei ihrer Stallspeed.
     Sorry, aber wer soetwas glaubt, der glaubt auch an
     den Weihnachtsmann ;-))


    >>
    >> allerdings ist die mechanische Stabilität eines ULs trotzdem
    >> bei Weitem nicht mit der einer Echo-Kiste vergleichbar - es
    >> ist eben alles "leicher und dünner" :-)
    >>

    >
    > Auch Käse!
    >

    So, wirklich?  :))

    Es ist also nicht alles "leichter" und "dünner" beim UL?

    Dann würde ich doch mal vorschlagen, du packst mal
    beherzt an dein Höhenruder-Blech oder kneifst mal
    in dein Querruder.

    Und dann machst du das gleiche mal bei ′ner PA28
    oder einer C172...

    Danach vergleichst du mal Hauben- oder Türverriegelungen,
    Ruderanlenkungen oder Lager und Scharniere oder Gurtbefestigungen, oder, oder...


    >
    > Eine C172 hat ein Lastvielfaches von +4,4/-2,2G, eine Z602 ein
    > Lastvielfaches von +6/-6G
    >

    Du vergleichst hier eine Zulassung nach CS-23 mit einer
    Zulassung nach Kasperletheater LTF-UL?  


    >
    > Insofern zerlegt sich eine C172 vor
    > der 602...
    >

    Ich würde mal sagen, das könnte ein wohl
    weit verbreiteter Irrtum sein...


    Aber der Themenstarter, Herr Aufschlagbrand, wird das ja sicherlich
    bald selbst testen können, wenn er mit seinem, nach LTF-UL superstabilen
    Airbike versucht, bei 35kt Crosswind in Helgoland reinzulanden - hoffentlich
    wird dabei sein Name nicht zum Programm... 


    (Das ist natürlich alles nur so eine (persönliche) Idee von mir...  ;-))


    BlueSky9

    P.S.:
    Ich finde ULs SUPERGEIL!!!  :))   Aber warum betreiben wir immer so
    einen Selbstbetrug in der M-Klasse und reden uns wundersamste
    Fähigkeiten unserer Fliegerchen ein?  Das kann ich nicht verstehen...

  • Du wir hatten das schonmal in einem anderen Thread das Du Handbücher für nutzlosen Ballast und Herstellerspezifikationen bestenfalls als Richtwert siehst. Da bist Du komplett beratungsresistent und es macht hier keinerlei Sinn mit Dir darüber zu diskutieren.

    Es ist auch vollkommen egal was Du "glaubst" Ich habe ein Handbuch, da stehen die maximas für mein Flugzeug drin.

    DIe sind getestet und somit für mich massgeblich. Punkt! Ob ich die persönlich erfliegen kann oder will das steht auf einem ganz anderen Blatt. Ich kann Dir sagen das ich bei 18kn cross am Boden bleibe und ich 2,8G extrem unkomfortabel finde. Schön zu wissen das da Luft nach oben ist aber fliegen würde ich das nicht wollen.

    Unbenommen das wir Colabüchsenblech haben im Vergleich zu einer C172. Dafür haben wir weniger Masse und das dickste Blech hilft Dir an der Stelle nix. Eine 747 ist aus noch dickerem Blech gebaut als eine C172 und hat ein Lastvielfaches von nur +2,5G/-1G, fliegt dafür aber ~4 mal so schnell Und jetzt? warte mal, könnte das doch was mit Druck zu tun haben?

    Kann doch gar nicht sein wenn ich Deiner Argumentation folge?

    Ich wiederhole mich das Du manche mechanischen Zusammenhänge (Bespannung, Fachwerkbau, Züge, Spanten, Krafteinleitung, Druckfestigkeit, Zugfestigkeit) nicht verstanden hast oder Du diese nicht verstehen kannst oder magst das die Materialdicke und Druckstabilität nicht das alleinige Festigkeitskriterium bei der Konstruktion ist. 

    Wenn man so denken würde, gäbe es keine UL Kategorie......

    Blätter mal ein wenig in der Historie von Flugzeugen und Du wirst schnell auf recht imposante Flugzeuge stossen wie die "Spruce Goose" oder die "Moskito" der Engländer im WWII. zu 100% aus Balsaholz und Sperrholz gefertigt und JEDER C172 haushoch überlegen. Komisch nicht wahr? und die Druckfestigkeit von Balsaholz ist nicht annähernd da wo das Alu meiner 602 angesiedelt ist....

  • Is′ gut!

    ...hast recht!


    BlueSky9



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