Savannah XL oder S

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Zuerst einmal gilt das schriftliche Angebot. Der Verkäufer hat die Sorgfaltspflicht und muß für eventuelle Fehler aufkommen. Du als Käufer hast auf der Basis des Kaufvertrags bestellt, mit allen aufgeführten Optionen sowie zu dem aufgeführten Preis.

    Der Verkäufer kann bestenfalls zurücktreten wenn es sich um einen "Schreibfehler" handelt und er z.B. 300 statt 3000 geschrieben hätte. Ansonsten ist er für das kalkulatorische Risiko zuständig

    Wenn der Verkäufer jetzt "wortreich" erklärt "es hätte ein Versehen" gegeben, dann würde ich mein Bedauern aussprechen und auf Erfüllung des Kaufvertrags bestehen.  In dem Moment wo Du eingewilligt hast ist ein beiderseitiger Vertrag zustande gekommen. Der Anbieter hatte ja auch mehrfach Gelegenheit sein Angebot zu überprüfen.

    Da gibt es keine zwei Meinungen. Wenn Du die Nerven hast und der Verkäufer beratungsresistent ist, dann würde ich hier einen Juristen den Schreibkram erledigen lassen.

    Dies aber nicht ohne Vorwarnung an den Verkäufer. ER sollte schon noch die Gelegenheit bekommen zu verstehen das der Ball auf seiner Seite liegt.

    Variante "B" Anzahlung zurückverlangen und vom Kaufvertrag zurücktreten.

  • @moin

    Das sehe ich 100% wie du und ja, ich habe mehrfach versucht es ihm zu erklären. Mit Engelzungen habe ich auf ihn eingeschrieben und eine Brücke nach der anderen gebaut.... seine Antwort: "auf so eine Tour kann ich leider nicht mitziehen"....

    Wir reden hier über 2000€... von mir aus soll jeder 1000€ für ein Kinderheim spenden, aber diese Raffgier macht mich sauer. Als das Recht auf seiner Seite war und er mir erklären konnte, ich kaufe bei ihm oder gar nicht, war alles schick. Jetzt wo ich auf die rechtliche Lage hinweise, ist es eine miese Tour...

  • Hallo,

    ich muss noch mal präziser antworten:

    Wenn der Flieger nur mit und über den Betreuer zu haben ist, dann ist es zumindest fragwürdig, ob du diesen Flieger haben willst. Eventuell gibt es auch andere Alternativen / Modelle / Hersteller?

    Gruß Raller

  • Hallo,

    ich geb dann auch mal meinen Senf dazu;

    Ich sehe das wie Raller.  Nach so einem Einstieg werdet ihr wohl keine Freunde mehr und weiterer Ärger über die Bauphase und auch danach ist nicht unwahrscheinlich...

    Es gibt auch andere schöne Kitflieger! 

    (Die Savannah S hatte ich auch mal "auf dem Schirm")

    Gr. Olaf 

  • MOIN schrieb:

    Zuerst einmal gilt das schriftliche Angebot. Der Verkäufer hat die Sorgfaltspflicht und muß für eventuelle Fehler aufkommen. Du als Käufer hast auf der Basis des Kaufvertrags bestellt, mit allen aufgeführten Optionen sowie zu dem aufgeführten Preis.

    Der Verkäufer kann bestenfalls zurücktreten wenn es sich um einen "Schreibfehler" handelt und er z.B. 300 statt 3000 geschrieben hätte. Ansonsten ist er für das kalkulatorische Risiko zuständig

    Wenn der Verkäufer jetzt "wortreich" erklärt "es hätte ein Versehen" gegeben, dann würde ich mein Bedauern aussprechen und auf Erfüllung des Kaufvertrags bestehen.  In dem Moment wo Du eingewilligt hast ist ein beiderseitiger Vertrag zustande gekommen. Der Anbieter hatte ja auch mehrfach Gelegenheit sein Angebot zu überprüfen.

    Da gibt es keine zwei Meinungen. Wenn Du die Nerven hast und der Verkäufer beratungsresistent ist, dann würde ich hier einen Juristen den Schreibkram erledigen lassen.

    Gut und schön....aber bist Du sicher, dass hier ein verbindliches Angebot vorliegt ? Oder ist es doch eine invitatio ad offerendum ? Dann gilt das alles, was Du hier an rechtlichen Schlussfolgerungen gezogen hast, leider nicht !  Ich kann jedenfalls den Blog und den weiteren Ausführungen hierzu nicht entnehmen, ob es das eine- oder das andere ist.... Genau das wäre aber zunächst mal sorgfältig zu prüfen ( auch anhand der AGB, falls es welche gibt), bevor rechtliche Ratschläge erteilt werden, die mächtig "in die Hose gehen" können.
  • @DiJoZi ... guter Einwand, aber hier ganz klar... schriftliches, persönliches Angebot, Bestellung, Auftragsbestätigung, ne 2. Auftragsbestätigung, wo drinsteht, dass es auch wirklich genau so geliefert wird, wie bestellt....

    Die rechtliche Frage ist also sonnenklar. Was mir nicht klar ist, ist wie weit die Macht des Musterbetreuers reicht. Fachlich brauche ich ihn nicht so sehr, da den Support ohnehin ICP macht. Die deutsche Anleitung soll lückenhaft und kronisch veraltet sein. Ich spreche recht gut englisch. Welche Steine, könnten mir in den Weg gerollt werden??? Wer macht z.B. die Abnahmen? Kann man sich gegen Willkür und Rachegelüste verteidigen?

    Bauen will ich die Savannah immer noch. Sie ist ein tolles Flugzeug und der Bausatz  ist super. Ich habe mit 2 ehemaligen Kit-Bauern geredet - die waren begeistert und würden es wieder tun. Die Bausätze sind absolut komplett, sehr präzise gefertigt und die 700 - 1000 Stunden realistisch. Als Modellbauer hatte ich schon Projekte mit 500 Stunden, weiß also was mir bevorsteht. Außerdem ist da noch der gelangweilte, frisch pensionierte Werkzeugbauingeneur, der mir gegenüber wohnt. ;-)

    @werner1966  danke für die Episode mit den 7 Lehrlingen und der Professionellen. Ich bin mir sicher, dass es genau so ist. 80% der Zeit verbringt man mit dem Puzzlen und nur 20% mit Bauen. Aber ich schätze es gibt so was wie ne Lernkurve. So berichten es jedenfalls andere Kitbuilder. Linke Tür 8 Stunden / rechte Tür 5 Stunden.


    @raller Ich glaube an das Gute im Menschen. Der Importeur soll eigentlich ein ganz Netter sein. Andere seiner "Jünger" waren auch etwas verstimmt, wegen der überhöhten Preise, aber sonst soll alles gut geklappt haben. Ich habe mich letztendlich zwischen der CH650Ei und der Savannah, beide von ICP und beide super Bausätze entschieden. Mit dem Musterbetreuer der CH650Ei war ich sofort auf einer Wellenlänge. Er verkauft auch nicht selbst.... Geld verdirbt eh nur den Charakter.... Wer mit im einen Flieger baut, kann kaufen wo er will und zahlt eine aberwitzig geringe Gebühr im kleinen 3stelligen Bereich.

  • Die CH650 wird in Europa zwar von ICP vertrieben, aber das ist eine Abmachung  mit Zenair, die vor einigen Jahren in Friedrichshafen getroffen wurde.  Nachdem die Savannah viel schneller zu bauen geht als die 701, weil vieles vorgebohrt und vorgebogen ist/sei, frage ich mich ob einige Teile der CH650 in Castelnuovo produziert werden? Wie übrigends bei der Trail/Trial.

  • @Werner1966 War das nicht anders herum?

    CH701 und Savannah sind Verwandte. ICP fertigt und vertreibt die Savannah unter eigenen Namen.

    Die CH-650Ei ist die europäische Version der CH-650 und wird von ICP für Zenair produziert, aber nicht selbst vertrieben.

  • Ist wohl so wie du es geschrieben hast.  Aber ich glaube nicht, das die sperrigen Teile von EU nach USA und dann wieder zurück verfrachtet werden.

  • Tag zusammen!

    Na da ist aber wohl einiges schief gelaufen. Tut mir leid für Dich. Eigentlich wollte ich mich da raus halten, aber ein Kommentar muss dann doch sein.

    Ich möchte  folgendes zu bedenken geben: Eine Preisliste für die verschiedenen Bausätze ist veröffentlicht. Ok, ein kleines bischen Rabatt geht immer. Aber wenn dann ein Angebot mit 2.000,- € Preisdifferenz kommt, muss ich doch mit einem Fehler rechnen. Und keine Fehler macht nur, wer gar nicht arbeitet.

    Die Preise in Deutschland. Ja, die sind echt hoch. Aber versuche doch mal eine P92 in Italien zu kaufen. Kriegt man da schon für 18.000 Euronen. Aber ich habe noch niemand gefunden dem es gelungen ist den Flieger dann problemlos in D anzumelden. Habe auch mal damit geliebäugelt. Klar kann man in F billig einkaufen. Aber wer A sagt, muss auch B sagen und dann in F anmelden. Das ist kein Problem, machen einige Freunde von mir. Und das ist auch nicht halblegal. Der freundliche Herr beim LBA erklärt das gerne. Das hängt immer von der anmeldenden Behörde ab. NIE, in Worten NIE, vom DAeC. Der will das gerne verhindern. Aber wir leben nun mal in einer Marktwirtschaft. Jeder entscheidet für sich selbst ob er den Preis für einen VW angemessen hält, oder ob es der gleiche Skoda-Reimport auch tut. Aber nun ist das Verhältnis wohl zerrüttet. Schade eigentlich.

    Ich jedenfalls bin mit dem Musterbetreuer sehr zufrieden. War immer entgegenkommend und freundlich. Und wenn man ein gutes Verhältniss hat, fliegt er sie auch noch selber ein (ohne Extrarechnung). Und für eine Woche Einweisung und lustig Rumfliegen hab ich auch keine Flugschulpreise bezahlt. Hab auch das Rettungssystem beim Betreuer gekauft. Da war er mit Abstand der Billigste. Durch den "normalen" Bausatz hatte ich auch keine Probleme mit dem Prüfer und dem Luftsportgerätebüro für die VVZ. Wenn es da hakt, hast Du die Summe schnell verbraucht. Für mich lief die Sache wie am Schnürchen. Bausatz bekommen, zusammengepoppt, Stempel drauf, VVZ bestellt - fliegt.

    Noch ein Wort zum Anfang.... Ich bin nicht so gut an der Tastatur (leider nur mit 2 Fingern). Außerdem sitze ich nicht täglich vor diesem Bildschirm. Antworten können da schon mal ein, zwei Wochen dauern. Aber ich kann, wenn ich im Auto sitze, gut mal zwischendurch telefonieren. Wer also ernsthaft Fragen hat ist gerne willkommen.

    Noch ein Wort zum Doppelsteuer. Mit den 2 Knüppeln (ist es sonst ein Flugzeug? ) bekommt man auch elektrische Klappen. Sonst ist da unterm Sitz ein Hebel für die Mechanik. Das ist schön, und auch wieder mehr wie in einem Flugzeug. Aber auch das ist natürlich Geschmacksache.

    Also wie gesagt, es tut mir für Dich leid, dass Dein Projekt so schnell beendet ist. Ich allerdings  bin voll zufrieden und würde es wieder genau so machen.

    Allen ein frohes Neues.....

    Tom



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