Soweit ich mal vor Jahren bei ROTAX-FRANZ einen Kurs zwecks gründlicheren Kennenlernens des 912 mitmachte, wurde dort authentisch versichert, daß der 912 in der Lage ist, einen Putzlappen durch die Benzinleitung zu saugen. Von Druck-Pumpen hat damals niemand geredet.
Wenn also nur noch Hochdruckbenzinpumpen in der Lage sein sollten, den Motor sicher mit Sprit zu versorgen, wirft das doch ein mehr als trauriges Bild auf die Qualitäten der Flugzeugkonstrukteure *und* der Halter und das von Ihnen selbstherrlich gewählte Spritmanagement. Isaaks Newtons uraltes und bewährtes Fallbenzin aus einem flachen und ausreichend großen (voluminösen) Headertank (wie beim Motorrad) hoch unter der Cowling vor dem Brandschott könnte eine Lösung sein, in den sich der 912 mit seiner phänomenalen Saugkraft das Zeugs aus meinethalben Wolkenkuckucksheim holt, wo immer es sich wegen des meist oft noch nebulösen Schwerpunktes auch befinden mag. Ein Füllstop für den Headertank muß aber auch noch her. Das könnte eine ausreichend dimensionierte Niveau-Überlaufrückleitung in die tieferen Tanks sein.
> > Soweit ich mal vor Jahren bei ROTAX-FRANZ einen Kurs zwecks gründlicheren Kennenlernens des 912 mitmachte... >
Etwas nach den "vor Jahren" hat Rotax den Typ der mechanichen Benzinpumpe geändert. Seit dem hört man mit einer gewissen Häufigkeit von stärker schwankenden Benzindrücken und mglw. auch "überdrückten" Schwimmerventilen (unabhängig jedweder Tankkonstellationen)
Ich hab′ mich entschlossen, den Flieger bei unserer Werft einfach mal komplett checken zu lassen, also Motor und alles was dazu gehört. Da sind zB einige dieser ganz einfachen Bauhaus-Schellen verbaut, ein Schlauch vom Thermostat zum Ölkühler beginnt, einen leichten Knick zu entwickeln.
Ich weiß schon, dass ein UL-Trike nunmal kein zertifizierter Flieger ist, aber eine gewissen Qualität erwarte ich mir dennoch. Bin doch etwas enttäuscht vom Importeur, muss ich sagen und hoffe, durch den Check in der Werft mein Vertrauen in das Trike wieder zu finden.
Ich erlaube mir, hier dann zu posten, was denn nun die Ursache war.
>Etwas nach den "vor Jahren" hat Rotax den Typ der mechanichen Benzinpumpe geändert. Seit dem hört man mit einer gewissen Häufigkeit von stärker schwankenden Benzindrücken und mglw. auch "überdrückten" Schwimmerventilen (unabhängig jedweder Tankkonstellationen)
BlueSky9<
Dann macht es überhaupt keinen Sinn, noch eine zusätzliche el. Benzinpumpe zu installieren.
> > Je nach Tankanordnung macht das sogar sehr viel Sinn. >
In der Tat!
Liegt z.B. ein Rumpftank hinter den Sitzen (C22, C42, FK9...) dann entsteht im Steigflug eine nicht unbeträchtliche "Saughöhe" für die mech. Benzinpumpe mit dem entsprechenden Unterdruck in der Saugleitung - um dann das Problem von Vapor-Lock vor (in) der mech. Pumpe zu verhindern, baut man an der tiefsten Stelle die e-Zusatzpumpe ein.
Das ist vollkommen unabhängig davon dass evtl. der Druck _nach_ der mech. Pumpe zu hoch ist, weil diese neue Pumpe mglw. nichts taugt...
Die Kombination aus der "alten" mech. Pumpe mit einer passenden e-Zusatzpumpe für die Steigflugphasen war zumindest unschlagbar zuverlässig.
(Und diese Kombi benötigte auch 100 Jahre lang keinerlei Blödsinns-Rücklauf-Reduktions- Durchfluss-Begrenz-Leitungs Geraffel um Dampfblasen zu vermeiden!)
Dazu kommt noch die Gefahr eines Pumpenausfalls (ok, sehr selten).
Dampfblasenbildung im Steigflug ist tatsaechlich die allergroesste Gefahr, weswegen eine E-Pumpe bei der angesprochenen Tankanordnung lebenswichtig ist. Und dass man diese auch einschaltet, was aus Unkenntnis der eigentlich trivialen Zusammenhaenge oft nicht getan wird.
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