Erfahrungen mit Storch 503 / 582

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Hallo, ihr Storch-Freunde,

    ich hab meinen Storch HS (= mit 2200 Jabiru-Motor) seit 3 Jahren. Vorher hatte ich eine FK 12 Comet und davor eine Wild Thing. Der Storch war schon immer mein Traum gewesen, ich habe auf dem Storch mit dem 2TaktMotor umgeschult und mich spontan in den Vogel verliebt. Die Wild Thing war ein Schiff, die Comet eine Rakete mit sehr schwierigem Landeverhalten. Mein Storch ist nur noch Genuß pur, einfach zu fliegen und eine tolle Rundumsicht in der Luft. Das Landeverhalten ist so brav, man muß nur weit genug damit anfangen, er schwebt wirklich sehr lange aus und slippen funktioniert wegen des schlanken Rumpfs nicht so gut. Mein Storch wurde nachträglich mit einem Klappmechnanismus ausgerüstet, nun kann er von mir alleine (!) ohne jedgliche fremde Hilfe innerhalb 10 Minuten auf- oder abgebaut werden (Flügel werden angeklappt). Als Krönung habe ich mir eine Spezialhalterung machen lassen (einfach, preisgünstig, aber funktional), jetzt kann ich meinen Vogel hinter meinem Pkw herziehen und der TÜV hat mir sogar eine Betriebserlaubnis als Anhänger ausgestellt ("Sonderanhänger Flugzeugtransporter"9.

    Im Innenraum habe ich so ziemlich alles umgebaut, ich hab einen Flieger-Freund, der hat voll den Durchblick und wir haben den Gashabel nach vorne gelegt, eine Heizung eingebaut und mehrere Sicherungen, alles aus USA von Spruce. Alles erschwinglich, nen Haufen Arbeit halt. Der Motor ist ein 2,2 Liter Jabiru, luftgekühlt und ohne Getriebe, sehr zuverlässig und ohne Probleme (es muß nicht immer Rotax sein...). Die 80 PS genügen voll und ganz.

    Wenn sich jemand dafür interessiert, stelle ich gerne noch ein paar Bildchen hier ein, ansonsten gebe ich gerne mehr Auskunft.

    Ach ja, gekauft habe ich den Vogel von einem Händler bei Schweinfurt/Bayern m(Flugcenter Mainfranken), das ist bei mir um die Ecke und kümmert sich wirklich.
  • Hi zusammen,


    ich zerlege meinen Storch auch jedes Mal und ziehe ihn auf dem Hänger zwischen
    Stell- und Landeplatz hin und her. Er hat zwar nicht diesen genialen Mechanismus,
    mit dem sich die Ohren anlegen lassen. Aber zu zweit ist der Aufbau in einer halben
    Stunde auch erledigt.


    Heizung und Sicherungen hatte mein Vogel von Anfang an. Allerdings ist er nicht
    so schön bunt wie der von erwiner...:-D


    Grüße
    flyjim

  • Hallo Erwiner,

    vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht!
    An Fotos und weiteren Infos sind wir natürlich immer interessiert.
    Wie funktioniert  das denn genau mit dem Hänger für den Transport Deines Storchs?

    Gruß

    smileing
  • Hi smileing,


    ich weiß ja nicht wie erwiner′s Lösung funktioniert.
    Aber anhören tut sich′s schon interessant, obwohl ich mein
    Konzept ja bereits gefunden habe und worüber ich auch gerne
    Auskunft geben kann.


    Bevor ich mir hier allerdings den Wolf tippe, würde ich lieber
    das eine oder andere aussagekräftige Bild einstellen, gerne auch
    per PM. Diese Fotos wiederum würde ich aber am Wochenende erst
    machen, sofern es die wetterlage denn zulässt :-(


    Interesse?


    Gruß,
    flyjim

  • Ich bin auch Störchler. 503. Es wurde eigentlich alles gesagt. Ich mag den Vogel. Jetzt bekommt er nach 450h eine komplette Motorüberholung (Wenn diese neuen Kolben endlich ihren Weg über den großen Teich finden) von Rudolf Lichte). Dann hat der Motor 0h und ich freu mich schon tierisch wieder mit ihm in die Luft zu gehen.
    Slippen geht doch total easy mit dem Ding. Seitenruder voll und Querruder nach Bedarf. Allerding gleitet er so gut, dass Slippen recht unspektakulär daher kommt finde ich.
    Zum Thema Tanken: Ich kanns noch schneller. Anstatt die Lahme Boardpumpe zu nehmen, die ja ganz schön lange braucht, hab ich ne Benzinpumpe (aus nem LKW war die glaub ich) mit nem Überlauf-Y-Stück versehen und schließe die an einen 12V Trafo an. In 10min sind 40L getankt. :-))) Die Pumpe steht ist nicht im Flieger verbaut. Und das Mischen find ich auch nich schlimm. 400ml Öl in den Kanister und dann 20L Super drauf (Passt in die 20L Kansiter locker zusammen rein. Geschüttelt wird die Bude aufm Weg von der Tanke zum Flieger von selbst.
    Der Vorbesitzer hatte den Gashebel am Sitz vorbei nach links verlängert. Ich kann also mit Links oder rechts Gas geben.
    Ich mag den Flieger. Trotzdem werde ich ihn wohl verkaufen. Nicht wegen des Storchs. Hat andere Gründe. Sollte jemand Interesse haben, einfach melden. Allerdings werde ich schon noch n paar Stunden drauf rumturnen.

    Beste Grüße,
    Da Mowa
  • Hallo ihr Störche,

    ich habe zur Verdeutlichung des Klappmechanismus meines Storchs einige Fotos eingestellt, mit Komentar . Da kann der Interessierte mal sehen, wie einfach die Sache mit dem Klappen der Flächen und dem Transport ist.

    Übrigens, wen es interessiert: mein Schirm des Rettungsgeräts war abgelaufen und mußte vor der JNP neu gepackt werden. Habe das beim BRS-Spezialisten Bernd Vögeli in Speyer machen lassen. Ich muß sagen, der Bernd ist sehr kompetend und äußerst freudlich, hat mir alles bis ins Detail erklärt und mich zuvorkommend bedient. Respekt! Tip meinerseits: Schirm in einem solchen Falle persönlich vorbeibringen (nicht mit dem UL, der Service dauert ein paar Tage) und sich mal die Wirkungsweise des Rettungsgerätes erklären lassen. Da war so manches Neue dabei. Vielen Dank, Bernd Vögeli  !
  • Hallo erwiner,

    vielen Dank für die Bilder, klasse Erklärung!

    Aber sag mal: so kannst Du den doch bestimmt nicht ans Auto hängen, oder?!
    Ich meine, ich z. B. muss zwischen Stellplatz und Landeplatz ca. 2 km inklusive
    einer kompletten Ortsdurchfahrt zurücklegen. Bisschen mühselig mit dem
    Aufsitzmäher... ;-)

    Mein Anhänger ist auch als sog. "Luftsportgeräteanhänger" zugelassen. Aber da
    steht eben auch der komplette Flieger drauf.

    Wenn′s am Wochenende ausnahmsweise mal nicht schütten sollte, werde ich
    auch ein paar Fotos schießen.

    Grüße,
    flyjim
  • erwiner schrieb:
    Hallo, ihr Storch-Freunde,

     die Comet eine Rakete mit sehr schwierigem Landeverhalten.

    Das würde ich gerne etwas genauer ausgeführt haben. Gibt ja nicht so viele Leute die aus eigener Erfahrung berichten können. Und vom Hörensagen kann man sich ja keine Meinung bilden. Ich finde, die Comet ist derzeit das spannendste UL auf dem Markt...

    Danke!
  • Hallo nurmi,

    ich kann einiges über die FK 12 Comet berichten.

    Unterm Strich ein Klasse-Flugzeug, war immer mein Traum. Als ich meine Wild Thing damals verkauft hatte, war ich auf der Suche. Zufällig bekam ich Wind von einer Comet, die zum Verkauf stünde. Habe ich sofort besichtigt, nicht weit weg im Rhön-Grabfeldgau in Nordbayern. War auch hin und weg, tolle Ausführung, ich stelle mal ein Bild ein. Was mich mistrauisch hätte machen müssen, war die Tatsache, daß der Vogel nicht oft geflogen wurde, ganz wenig Stunden auf der Uhr hatte. Ich kaufte den Vogel dann und bekam von einem ortsansässigen Fluglehrer, über den der Verkauf ging, einige Stunden Unterweisung. Da ich vom Wild Thing Spornraderfahrung hatte, dachte ich, die Comet könnte auch ein ähnliches Verhalten zeigen. Total verschätzt. Wer noch nie im Cockpit einer Comet saß und nie die Enge am eigenen Leib verspürt hat, kann sich das nicht vorstellen. Du siehst nach vorne geradeaus überhaupt nichts, nur Himmel und Prop. Also muß man sich seitlich orientieren, äußerst gewöhnungsbedürftig, ruckzuck setzte schiebend auf und dann gehts dahin. Gekauft habe ich den Vogel von einem sehr gepflegten Grasplatz, ohne große Hügel oder Furchen. Das Gras verzeiht ja einiges. Sobald man aufsetzt, gehts erst richtig mit der Beinarbeit an, die Comet ist am Boden sehr schwierig und dreht schnell weg. Kurz und gut, nach einigen Stunden Schwerarbeit war der Vogel dann auf meinem Heimatflugplatz. Da wir in Würzburg keine Graspiste sondern Asphalt haben, waren die Landungen dann noch schwerer. Der Umstand, dass die Flügel unten lediglich ca. 35 cm Luft zum Boden haben, machen eine Landung auch nicht leichter. der Kontakt mit dem Boden ist da leicht hergestellt....

    Wenn man in einem Cockpit sitzt und den Steuerknüppel unten fast nicht sieht (fast wie ein Panzerfahrer), die Instrumente sich direkt vor der Brust befinden, man bei der Landung den Kopf nach links neigen und den Hals lang machen muß, jeder Crosswind die Fläche möglicherweise an der einen Seite anhebt und an der anderen Seite häßliche Kratzgeräusche zu hören sind, der Vogel nach dem Bodenkontakt noch ein bischen ausbricht und man einen unfreiwilligen Ritt ins Gründe macht........ ich kanns euch sagen, es war nicht einfach, sich einzureden, der Vogel ist für mich optimal.

    Ich möchte hier die Comet nicht schmälern, wirklich ein tolles Gerät, in der Luft super agil und wendig, schön anzusehen, aber schwer zu landen. Kenner der Comet werden mir da wohl zustimmen.

    Kurz und gut, ich habe mich dann - wenn auch schweren Herzens - von der Comet getrennt, habe einen guten Käufer gefunden und habe dann mich für den Storch entschieden - und nie bereut !!

    Hoffentlich bald gutes Wetter und schöne Grüße aus Würzburg

    erwine

  • Ja Erwin klein ist die Welt,


     


    ich bin der gute Käufer, habe die Comet noch immer, aufgerüstet auf 100 PS und Verstellprop, 


    und mittlerweile fast sämtlichen Murks beseitigt. (Aber das ist einen ander Geschichte)


     


    Die Comet ist nur was für echte Spornradflieger und man sollte schon ein wenig mehr als ein paar Stunden Erfahrung haben.


    Bei uns Cometfliegern gibt es den Satz (entweder man liebt Sie oder man Hasst Sie)


    ich liebe Sie.


     


    Das Bodenhandling ist normal für einen Spornradflieger mit kurzen Radstand, das Landen -


    slippen bis kurz über den Boden, dann abfangen aufsetzten. Kontrolle seitlich über die Richtung und Höhe.


     


    Fliegen --- himmlisch.


     


    Bei der Comet ist es immer das gleiche, man kauft Sie, kommt nicht klar verkauft ect. solange bis einer kommt der mit der Come klarkommt.


    http://www.youtube.com/watch?v=SwsiGWbBNOM
    http://www.youtube.com/watch?v=VwCabSM45BE


     


    Gruss


     



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