Funkproblem

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Bei einem UL gibt es folgendes Problem.

    Der Propeller-Regler ist im Funk zu hören wenn dieser den Motor ansteuert.
    Es sind Entstör-Kondensatoren vor und hinter dem Regler angebracht. Also primär und sekundär. 
    Ein hohe Squelch beseitigt die Geräusche, jedoch ist der Empfang dann zu schlecht. 

    Motoren für Trimmung und Klappen sind entstört und nicht zu hören. 
    Ein fetter Kondensator ist zwischen +- nahe Batterie verbaut.

    Das drücken der Sprechtaste des Funkgerätes Funkwerk ATR833 induziert offensichtlich ein Spannung. 

    Diese wird am Trimmungsanzeige und Lambdarsondenanzeiger durch Schwankungen sichtbar.

    Alle Erscheinungen verändern sich bei verschiedenen Antennenpositionen und Antennen. 
    Auch die Kabelverlegung hat Einfluss. 


    Wo mag nur die Lösung des Problems liegen.

      
  • Wenn Du die Sprechtaste drückst, dann nimmt das Funkgerät plötzlich rund ein Ampere mehr auf, da über die Endstufe die Trägerwelle ausgesendet wird. Den gleichen Effekt wirst Du vermutlich auch haben, wenn Du einen anderen starken Verbraucher (Landescheinwerfer, E-Pumpe) einschaltest?

    Wir arbeiten mit AM-Geräten. Diese sind auf der HF-Seite relativ anfällig für Störschwingungen.

    Das Antennenkabel ist abgeschirmt und die Schirmung hoffentlich gut mit Masse verbunden?

    Ist das Funkgerät ohne Umwege, direkt an der Batterie angeschlossen?

    Evtl. helfen auch abgeschirmte Kabel, die eine Störeinstrahlung über die Stromversorgungsleitung verhindern, denn diese wirken teils auch wie eine Antenne.

    Um System in die Sache reinzubekommen, würde ich das Funkgerät einmal versuchsweise an einen separaten Akku anschließen und gucken, was passiert. Ist die Störung jetzt weg, dann liegt es am Stromversorgungsweg.

    Die richtige Masseverbindung kann man mit einem Prüfkabel mit zwei Krokoklemmen an den Enden überprüfen. Evtl. ist auch das Antriebspaket nicht ganz potentialfrei zum Rest. Fließen über dieses Hilfskabel Ströme, wenn man es anklemmt? Ggf. mal ein Milliamperemeter mit einschleifen und damit sämtliche Masseverbindungen unter Last parallelüberbrücken.

    Viel Erfolg bei der Suche.

    Gruß

    Edgar

  • Hi flugbert,

    zum Verständnis:

    Der Propellerregler ist zu hören, wenn das Funkgerät empfängt, bzw. er stört sogar so stark, dass Squelch "aufmacht"?

    Im Interkom hingegen ist nichts zu hören?

    Die Gegenstelle empfängt Dich hingegen klar und deutlich?


    Dann koppelt die Störung empfangsseitig in den HF-Teil des Funkgeräts ein, entweder über die Antenne, oder über die Masseleitung der Antenne, oder über die Stromversorgung des Funkgeräts. Evtl. noch über die restlichen Kabel (zu den Headsets oder zur Funktaste, aber eher unwahrscheinlich).

    Hast Du ein Handfunkgerät? Wenn ja: Stört es dort auch?

    Wenn dort keine Störung zu hören ist ist Edgars Vorschlag mit der probeweisen Versorgung über eine getrennte Batterie eine sehr gute Idee. Weiterhin denkbar: den Propellerregler mit eigener Batterie versorgen.


    Denkbar wäre,  dass die Entstörung des Propellerverstellmotors defekt ist oder die Kohlen des Motors am Ende sind. Dieses kann dann sowohl abstrahlen und über die Antenne als auch über die Stromversorgung in das Funkgerät einkoppeln. Oder passiert das nur bei drehendem Propeller? Dann könnten es auch die Schleifkontakte sein.

    Die "Schwankungen" der Trimmungsanzeige und Lambdarsondenanzeiger sind vermutlich davon völlig unabhängig (das Sendesignal koppelt in deren Leitungen ein). Das kannst Du mglw. reduzieren, in dem Du deren Leitungen möglichst nah an der Anzeige ein paar mal um einen Ferritkern wickelst (Wenn die Leitungen lang genug sind geht das ohne Löten/Stecken mit aufklappbaren Ferritkernen).

    Grüße
    Maik

  • Danke für die Tips.
    Habe ich alles schon gemacht......

    Es handelt sich nicht offensichtlich um Induktion ins Bordnetz aus der Sendeleistung.

    Die Spannungsschwankungen sind enorm.

    Bein einem anderen Flugzeug läuft das Autopilot-Höhenruderservo an , 
    obwohl die Sicherung des Autopiloten gezogen ist..........

    Wie verhindert man denn Induktion durch Sendeleitung nur ?
  • Es klingt für mich nach verschiedenen Problemen:
    • Störungen beim Empfang: Das kann eigentlich nur an der mangelhaften Entstörung der störenden Komponenten liegen. Ob diese Störungen über Einstrahlung oder leitungsgebunden passieren, ist aus der Beschreibung etwas unklar. Ich würde darauf tippen, dass es mit "schlechter Masse" zusammenhängen kann. Das heißt eigentlich immer, dass es zwischen zwei Punkten, die auf dem gleichen Potenzial (nämlich der Masse) liegen sollten, eine Spannung gibt (aufgrund zu dünner Kabel, schlechter Kontakte usw.). Eine Ferndiagnose ist schwierig.
    • Einstrahlung der Sendeleistung in andere Komponenten: Das kann an einer schlecht abgestimmten Antenne (vielleicht durch falsche oder fehlende Masseverbindung bzw. Groundplane) oder einer ungeeigneten bzw. defekten Verkabelung liegen. Hier würde ich unbedingt ein Nachmessen der Antenne SWR-Messgerät oder Netzwerk-Analysator empfehlen.
    Gruß
    MCRider
  • flugbert Bein einem anderen Flugzeug läuft das Autopilot-Höhenruderservo an ,
    obwohl die Sicherung des Autopiloten gezogen ist..........
    Entweder ihr habt eine Hammersendeleistung (normal wären ca. 6W) oder der Servo stand noch unter Strom.

    Bye Thomas
  • Hi

    Habe ich alles schon gemacht......

    bin verwirrt; wenn Du Hilfe haben willst musst Du uns schon an Deinen Ergebnissen teilhaben lassen und Rückfragen beantworten. (wobei ich das aber eh nicht glaube; wie hast Du denn die Entstörung des Propellerverstellmotors geprüft???).
    Ist das Problem schon immer da gewesen oder erst kürzlich aufgetreten?

    Wie verhindert man denn Induktion durch Sendeleitung nur ?

    steht doch schon in den Antworten. Hast Du das auch schon alles ausprobiert?

    Maik
  • Hallo UL Techniker, bitte Hilfe !!!!!

    habe mal dieses Funk- Problem  hervorgeholt, weil ich den Eindruck habe, es könnte so ähnlich  auch bei mir sein . 

    Habe neue F.U.N.K.E   ATR 833 -LCD  ( für alte Filser ATR -600 Com) in C42 B eingebaut und ein Problem wenn ich funke. 

    Alle verstehen mich 5   und klar. 

    Aber ich höre beim senden mich selbst mit einem summenden Ton und etwas Gekratze.  Andere hören das nicht, sondern laut und klar.  Auch beim Intercom sprechen höre ich ich dieses Hintergrundgeräusch. 

    Die Sende Leistung ist topp, konnte weite Empfänger erreichen. 

    Habe auf dem Taxiway geprüft und festgestellt das es mit dem Gas geben im Summton mit ansteigt.

    Ist das die Lichtmaschine ?

    Habe ich das bekannte Masse Problem ?

    Wer hat das auch schon mal gehabt und wie weg bekommen . rnGibt es eine Vorgehensweise wie ich das Problem am Besten eingrenze?

    Messgeräte?
    Gibt es etwas was ich am Gerät einstellen kann, das es beim Alten nicht gab. 

    Zur Info : der alte Kabelsatz ist noch drin , da lief das alte Filser  ohne Probleme.

    Vielen Dank für Tipps 

    Peter 

  • http://www.ulforum.de/ultraleicht/forum/2_technik-und-flugzeuge/2009_stoergeraeusche-funkwerk-atr833a/seite-3.html

    Vermutlich das gleiche Problem...

  • QuaxC42
    habe eine PN gesendet
    Grüße
    Positiv


Jetzt anmelden

Passwort vergessen

Umfrage Archiv

Wären Rettungsgeräte keine Pflicht mehr, würdet Ihr Euer UL trotzdem mit einem ausstatten?

Ja
83.3 %
Nein
16.7 %
Stimmen: 246 | Diskussion
Anzeige: Roland Aircraft
Statistik Alle Mitglieder

Aktuell sind 38 Besucher online, davon 2 Mitglieder und 36 Gäste.


Mitglieder online:
driver57  Marvin_0 

Anzeige: VFR Sprechfunk Simulator


Anzeige: Pocket FMS