Elektrikprobleme...

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Info zu Hauptsicherungen/Schalter CT:
    Da es diese Lösung seit Anfang (ca 2000 mal) gibt und damit kaum Probleme gab (ich kenne gar keines), scheint die Lösung sicher zu funktionieren.
    LG Flugherb
  • Meine Checkliste habe ich nach dem Einschalten des Hauptschalters/Generators um den Punkt Ladekontrolleuchte i.O.? erweitert. 


    Chris

  • Ich vermute, wie schon gesagt, dass es bei den Rotax-Thyistor-Reglern prinzipbedingt (abschalten der Spulenströme in den Nulldurchgängen) keine Probleme mit Spannungsspitzen gibt. Andererseits denke ich trotzdem, dass CSaba nicht ganz Unrecht hat und die Lima irgendwas Kondensator- oder batteriemäßiges sehen muss, damit der Regler richtig funktioniert.  Was aber wiederum kein Problem ist, denn der Regler kann ja regeln was er will, solange nichts angeschlossen ist, weil die Thermosicherung ja gezogen ist. 
    Man müsste mal den Ausgang am Limaregler messen, wenn der Motor bei gezogener Thermosicherung läuft. Das sieht auf dem Oszi bestimmt aus, wie Kraut und Rüben. ;-)

    Falls ich Recht habe, dann wäre es ungünstig, wenn die Batterie komplett ausfallen würde - z.B. durch Kabelbruch, während der Motor mit hoher Drehzahl läuft, weil dann das ganze Kraut und Rüben-Spannungsgedöhns direkt in die Elektronik gehen würde. 
  • Falls ich Recht habe, dann wäre es ungünstig, wenn die Batterie komplett ausfallen würde - z.B. durch Kabelbruch, während der Motor mit hoher Drehzahl läuft, weil dann das ganze Kraut und Rüben-Spannungsgedöhns direkt in die Elektronik gehen würde.
    Richtig, deswegen ist es sinnvoll, wie weiter oben schon geschrieben einen Kondensator zu installieren, welcher die Spitzen wegnimmt.


    Chris
  • Hallo KAR,

    Ich vermute, wie schon gesagt, dass es bei den Rotax-Thyistor-Reglern prinzipbedingt (abschalten der Spulenströme in den Nulldurchgängen) keine Probleme mit Spannungsspitzen gibt. Andererseits denke ich trotzdem, dass CSaba nicht ganz Unrecht hat und die Lima irgendwas Kondensator- oder batteriemäßiges sehen muss, damit der Regler richtig funktioniert.

    der Thyristor wird entweder voll angesteuert, d. h. er sperrt, oder ist niederohmig. Wenn keine Batterie und kein Kondensator vorhanden sind, bricht bei gesperrtem Thyristor die Spannung bordseitig zusammen und der Regler schaltet den Thyristor auf. Da nun keine Batterie und kein Kondensator vorhanden sind, die "langsam" geladen werden, liegt im gleichen Moment die volle Generatorspannung an, die ja nach Drehzahl bis 70V betragen kann. Kurz danach erkennt der Regler dieses und sperrt den Thyristor (vermutlich beim nächsten Nulldurchgang). D. h. ohne Batterie und Kondensator hat man immer wieder eine volle Halbwelle des Generators auf dem Bordnetz. Diese Spannungen killt die meisen auf 12V ausgelegten Verbraucher, evtl. sogar den Regler selbst.

    @Chris: Checkpunkt "Ladekontrollleuchte" ist eine gute Idee, werde ich übernehmen. Danke! (und zusätzlich "Bei Magnetcheck: Ladekontrollleuchte aus")

    Grüße
    Maik
  • Hi Maik,

    danke für deinen hervorragenden Beitrag.  Immer wieder sehr inspirativ und lehrreich. :-)

    Stimmt natürlich, dass bei fehlender Batterie/Kondensator und voller Drehzahl der Generator zeitweise die volle Generatorspannung auf die Bordelektronik loslässt. Wirklich super erklärt!!!  70V klingt auch plausibel, wenn man bedenkt, dass bei sagen wir mal 1000U/min 12V aus dem Generator kommen sollen und die Spannung proportional zur Drehzahl ist.  Das kann nicht gesund sein für die Bordelektronik. Aber meinst du, die würde dann direkt abrauchen?   Es kommt doch sicher öfter mal vor, dass die Batterie keinen guten Kontakt (zu hoher Widerstand oder Wackelkontakt) zum Bordnetz hat, so dass die Bordelektronik die volle Lotte abbekommt. Von abgerauchter Elektronik hört man aber eher selten.  Und die Spannungsregler sollten das doch abkönnen oder? 

    Anders sähe es bei Induktionsspitzen aus, die ja schon mal paar hundert Volt erreichen könnten. 
  • Hallo!

    > Aber meinst du, die würde dann direkt abrauchen?

    In wenigen Sekunden!

    Mir ist vor Jahren mal eine Batterie kaputt gegangen - diese
    hatte keinen Zellenschluss sondern wurde (leider) hochohmig.

    Ich drehte gerade mal 3-4 Sekunden mit knapp 4000u/min
    und der Mode-S Transponder war sofort "verdampft".


    BlueSky9
  • Hallo,

    Halbleiter, die Spannungen über 70V aushalten, sind teurer als solche, die für 20-40V ausgelegt sind. Meistens haben sie zwar eine integrierte Schutzschaltung, aber die sind dafür ausgelegt elektrostatische Aufladungen abzuleiten ohne dass die Schaltung geschädigt wird. Diese Schaltungen entsprechen in der Funktionsweise einer Zener-Diode. Allerdings sind die nur auf kurze Strompulse ausgelegt (eben elektrostatische Entladungen, ESD), und nicht auf "konstante" Versorgung mit Überspannung. Hierbei brennt die Schutzschaltung dann sehr schnell durch, leider viel schneller als die Sicherung. Gelegentlich ist dieses sogar äußerlich erkennbar.
    Auch die Kondensatoren sind i. d. R.  nicht für so hohe Spannungen ausgelegt, könnten aber relativ einfach ersetzt werden.

    Eigentlich schade, dass bei (eigentlich simpler) Elektronik für >1T€ keine höheren Anforderungen bezüglich Robustheit gegen Überspannung und Verpolung eingehalten werden (müssen).

    Grüße
    Maik
  • Ich drehte gerade mal 3-4 Sekunden mit knapp 4000u/min
    und der Mode-S Transponder war sofort "verdampft".
    Schade ist das. Eine sog. Crowbar-Schaltung kann das verhindern.
  • Halbleiter, die Spannungen über 70V aushalten, sind teurer als solche, die für 20-40V ausgelegt sind. Meistens haben sie zwar eine integrierte Schutzschaltung, aber die sind dafür ausgelegt elektrostatische Aufladungen abzuleiten ohne dass die Schaltung geschädigt wird. Diese Schaltungen entsprechen in der Funktionsweise einer Zener-Diode. Allerdings sind die nur auf kurze Strompulse ausgelegt (eben elektrostatische Entladungen, ESD), und nicht auf "konstante" Versorgung mit Überspannung. Hierbei brennt die Schutzschaltung dann sehr schnell durch, leider viel schneller als die Sicherung. Gelegentlich ist dieses sogar äußerlich erkennbar.
    Auch die Kondensatoren sind i. d. R. nicht für so hohe Spannungen ausgelegt, könnten aber relativ einfach ersetzt werden.

    Eigentlich schade, dass bei (eigentlich simpler) Elektronik für >1T€ keine höheren Anforderungen bezüglich Robustheit gegen Überspannung und Verpolung eingehalten werden (müssen).


    Hätte auch gedacht, dass die Bauelelemente in diesen sauteuren Geräten etwas robuster wäre.  Aber wie Bluesky aus eigener Erfahrung geschrieben hat, ist das offensichtlich nicht so.  Erstaunlich, denn es ist ja nicht so, dass es diese Kondensatoren und anderen Bauteile, die 100V aushalten nicht gäbe. 

    Aber mal ne andere Frage:
    Diese Geräte arbeiten doch alle intern mit niedrigeren Spannungen, nehme ich mal stark an, z.B. 5V. Also gibt es am Eingang sicherlich Spannungsregler.  Können die denn nicht 70V auf 5V runterregeln?  Bei 70V hätte man zwar im Falle von Längsreglern erhebliche Wärmeverluste, aber Hauptsache, die Geräte werden nicht überlastet oder ausgeschaltet (wie im Falle der Crowbar-Schaltung) 
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