Elektrikprobleme...

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Der Schicke Regler ist übrigens nicht nur billiger (rund 100€), sondern auch zuverlässiger! (aber nicht zertifiziert)


    Ich bin kein Techniker aber der Schicke ist m. E. im Gegensatz zum SH NICHT "plug and play", sondern muss modifiziert werden. Wie du zu der Behauptung kommst, er sei zuverlässiger weiß ich nicht, kann auch das Gegenteil nicht behaupten. Nicht zertifiziert ist auch der SH.

    Ich kann nur sagen, dass die Produkte von SH eine hervorragende Qualität haben und ich kann sie daher empfehlen.

    VG

    Roland

  • Hallo Roland,

    ja du hast Recht - der Schicke Regler ist NICHT plug&play bzw pin-/Steckerkompatibel mit dem Ducatiregler.
    Ich habe ihn seit über zwei Jahren installiert und bin sehr zufrieden.

    In 10 Jahren habe ich drei "zertifizierte" Ducati Regler am Mose gewechselt.

    Der Umbau Ducati zu Schicke ist nur problemlos für jemand, der einen Schaltplan lesen kann und Flachstecker montieren/quetschen kann, da man die Flachstecker aus dem roten Ducati Stecker entnehmen kann.
    Allen anderen kann ich Silent Hektik als (zugegeben teurere) Alternative durchaus auch empfehlen.

    my two cents
    Tom
  • Hi Tom,

    liegt vielleicht auch daran, dass ich Toni Kurpas persönlich kennen gelernt habe und den Eindruck gewann, dass der Mann absolut weiß, was er tut. Bei der Installation des Reglers in meinem Flugzeug hat es am Anfang ein kleines Problem gegeben, dessen er sich in beispielloser Art angenommen und es gelöst hat (einfach unkompliziert Ersatzregler gestellt, inclusive Bereitschaft, vorbeizukommen, falls es nicht funktioniert....).

    Das hat mich einfach beeindruckt, weil ich es heute sehr selten finde, dass sich jemand ernsthaft um einen Kunden bemüht. Dafür bin ich sogar gern bereit, etwas mehr zu zahlen.

    Happy landings

    Roland  

  • F4114 Kondensator für batterielosen Notberieb D35x115mm 39,70 € / 33,36 € excl. tax

    Wenn man bedenkt, was ein Farad überhaupt bedeutet, dann wundert es mich sehr, dass ein 33000 oder 47000üF Kondensator für den Notbetrieb reichen soll.   Wenn man einen Kondensator mit 1 Farad mit 1 Ampere entlädt, dann sinkt die Spannung in einer Sekunde um 1 Volt.
    Ein Ampere ist nun nicht viel. Und obige Kondensatoren haben noch nicht mal ein zwanzigstel eines Farads. Theoretisch dürfte der Notbetrieb nur Bruchteile einer Sekunde aufrecht erhalten werden. Ob das was nützt? Müsste man echt mal testen. Vielleicht ist in dem Kondensator ja noch ein kleiner Akku versteckt  :-)



    Was die Ladekontrollleuchte betrifft:  Hier ein Standard-KFZ-Schaltplan der Beschaltung der Ladekontrollleuchte:




    Wie man sieht, ist auf der einen Seite der LKL Batterieplus, die andere Seite geht an den Eingang des Ladereglers und zugleich den Ausgang Erregerdioden der Lima. 
    Wenn der Motor steht, schickt der Laderegler Dauerstrom, den er über die Ladekontrollleuchte bezieht, auf die Erregerwicklung.  Die Ladekontrollleuchte wird von Strom durchflossen, also leuchtet sie. 
    Wenn der Motor  läuft, ist der Ausgang erzeugt der Stator eine Spannung, die auch an den Eingang des Ladereglers geleitet wird, an die gleiche Leitung, wo auch die Rückseite der LKL angeschlossen ist. Ab einer bestimmten Drehzahl ist die vom Generator erzeugte Spannung >= der Batteriespannung. Nun ist links und rechts von der LKL die gleiche Spannung, also ist sie aus. 

    Unter der Voraussetzung, dass der Laderegler und die Kontrollleuchte beim UL  prinzipiell nach obigem Schaltplan funktioniert, dann zeigt die Ladekontrollleuchte nicht an, ob  die Batterie entladen  oder geladen wird oder nicht, sondern sie zeigt nur an, dass aus der Lima eine Spannung heraus kommt, die >= der Batteriespannung ist. 

    Wenn man jetzt mehr Strom zieht, als die Lima liefert, dann wird die Batterie entladen, das wird aber nicht von der LKL angezeigt!  Da bei dir nur wenige Verbraucher aktiv sind, kann es sein, dass die Lima halt sehr wenig Strom liefert, was aber schon ausreicht, dass die LKL ausbleibt. Theoretisch würde es ja schon ausreichen, wenn die Lima z.B. nur ein Milliampere in die Batterie speist. Das geht ja nur, wenn die Lima minimal mehr Spannung liefert, als die Batterie hat, also ist die LKL aus. 

    Wären bei einer Autolima die Schleifringe oder Kohlen verschlissen, würde sich der Widerstand hier mehr oder wenig stark erhöhen. Folglich bekommt die Erregerwicklung im Anker  einen mehr oder weniger stark reduzierten Erregerstrom, also induziert die Lima eine geringere Ausgangsspannung, die bei geringer Drehzahl unterhalb der Batteriespannung sein kann. Dann leuchtet die LKL bei geringeren Drehzahlen und der Laderegler nimmt die Erregerspannung wieder aus der Batterie. Erhöht man die Drehzahl über eine bestimmte Schwelle, steigt die Ausgangsspannung der Lima über die Batteriespannung, also geht die LKL aus, es wird auch kein Strom mehr aus der Batterie entnommen für den Erregerstrom. 

    Das alles gilt nur für die Standardschaltung beim KFZ, ich vermute aber (weiß es jedoch nicht), dass es prinzipiell beim Rotax so ähnlich läuft. 

    Fazit:
    Man kann nicht sagen, dass alles in Ordnung ist, wenn die LKL NICHT leuchtet. Man weiß nur: Wenn sie leuchtet, dann sollte man schauen, dass man noch runter kommt, falls man auf Batteriespannung angewiesen ist. 
  • dass ich Toni Kurpas persönlich kennen gelernt habe und den Eindruck gewann, dass der Mann absolut weiß, was er tut.
    Etwas komisch: ich habe Herr Schicke persönlich kennen gelernt - und eben seine Werkstatt/Labor betritten! - und habe dabei den Eindruck gewonnen, dass der Mann absolut weiß, was er tut. ;)

    Über zuverlässigkeit kann aber nicht viel gesagt werden: die zirkulierenden Stückzahlen sind zu gering um Statistischer Wert zu haben. Oder so scheint es mir doch zu.

    Bz. des Elko′s: ich habe immer gelernt, der is vor allem da um den Regler zu sparen wenn der Regler keine Batterie mehr "sieht". Das kann passieren wenn die Batterie das Leben aufgibt, aber auch wenn die Ladesicherung durchgeht aus irendwelchem Grund. Deshalb den Elko unbedingt gerade am Regler montieren/anschließen. Es fällt mir aber auf, das in den Unterlagen der Fa. Schicke kein solches Elko vermeldet ist - ist der GR6 stabil genug um keinen zu benötigen? Ein bißchen komisch auch, was man dort alles vor Werte sieht - ich habe schon alles gewußt von 470 uF bis 47000 uF - ein Faktor 100!

    @ K-.A. R.: bz. der Elkokapazität kann ich dir nur beitreten - das geht nur um Sekunden. Aber dein schönes Schaltbild trefft für unsere Rotax nicht zu: der 912′er gibt nur eine Fase aus, über zwei (gelbe?) Drahte; es gibt keine Erregerwicklung. Damit muß der Regler etwas komplizierter sein.
  • Danke CSABA. 

    Der Kondensator scheint mir auch primär eine Tiefpass-Filterfunktion und damit Schutzfunktion vor Überspannungen zu haben. Für den Notlauf ist die Kapazität viel zu niedrig. Obwohl es solche Ultrahochkapazitäts-Kondensatoren tatsächlich geben soll. 

    Jetzt wo du es sagst, fällt mir auch wieder ein, dass der Rotax überhaupt keine Erregerwicklung hat, sondern Permanentmagnete verwendet.  In dem Fall wird die LKL vermutlich völlig anders beschaltet sein. 

    Chris′ Frage tauchte in irgend einem Auto-Forum auch schon mal so ähnlich auf. Also die Frage, ob man sich auf die LKL verlassen könne und was die denn überhaupt genau anzeigt.  Man meint, dass alles in Ordnung wäre, wenn die LKL NICHT leuchtet. Das stimmt aber so nicht. Nach Chris′ Fehlerbeschreibung im ersten Beitrag ist es trotz anderem Funktionsprinzip bei den Rotax-LKL genauso. 
  • Hallo,

    in der Vergangenheit wurde der Ducatiregler schon mal von einem Experten gestrippt und soweit ich mich erinnern kann, handelt es sich um einen Längsregler mit Brückengleichrichter, wobei jeweils in dessen positiven und negativen Zweig ein Thyristor als Schalt- bzw. Regelbaustein dient.
    Die Funktion der Ladekontrolleuchte gesteuert durch eine simple Vergleichsstufe zwischen Reglerausgangsspannung und momentaner Batterieklemmenspannung ist sicher zutreffend.
    Bis dato hat mir ein einfaches Voltmeter als Funktionskontrolle ausgereicht. Unter dem Gesichtspunkt beim nächsten fälligen Akkuwechsel mal - wie einige renommierte UL Hersteller übrigens inzwischen auch - auf Lithium(EisenPhosphat) umzusteigen, ist das Angebot von Schicke beispielsweise mit einstellbarer Ladeendspannung sowie einem Überspannungmodul nicht ganz unattraktiv.

    Gruß aus Köln
  • Ja RPilot, an den Thread kann ich mich auch noch an den Thread im P24-Forum erinnern. Habe damals auch da mit geschrieben, aber im Rahmen des ′Datenverlustes′ sind so ziemlich alle Beiträge verschwunden, außer meine. 

    Wenn der Ducati-Regler ein Längsregler ist, und der Generator ein permanent erregter ist, der ab einer bestimmten Drehzahl von vielleicht 1500 U/min eine Spannung liefert, die der Batteriespannung entspricht, dann müssten bei 6000 U/min um die 50V aus der Lima kommen, wovon 3/4 im Längsregler verbraten wird. 
    Der Worst-Case wäre dann, dass man bei voller Drehzahl, sagen wir im Steigflug die maximale Leistung aus dem Regler holt. Ich habe irgendwas im Hinterkopf, dass die Rotax-Lima 120W Netto (also hinter dem Spannungsregler)  bringen kann. Das wären bei 12V  entsprechend 10A.  Wenn im Ducati-Regler nun 38V bei 10A verheizt werden, müssten 380Watt Wärmeleistung abgeführt werden.  Dazu bräuchte man schon einen gewaltigen Kühlkörper oder eine starke Anströmung kühler Luft. 
  • Wenn es alles mit herkommlicher Analogtechnik/Längsregler wäre, dann hättest du das ganz genau geschildert und berechnet. Aber mit Thyristoren geht es alles viel besser: der Strom wird nur zeitweise durchgelassen.
    Die übliche Lösung ist wie beschrieben mit 2 Thyristoren direkt in die Eingangsgleichrichterbrücke.
  • Hi,

    Chris′ Frage tauchte in irgend einem Auto-Forum auch schon mal so ähnlich auf. Also die Frage, ob man sich auf die LKL verlassen könne und was die denn überhaupt genau anzeigt.

    bei heutigen Lichtmaschinenreglern wird die LKL ganz anders angesteuert, als in dem Schaltbild oben oder in den hinter unseren Rotaxen verbauten Reglern. Von daher sind die Fehlerfälle, die bei unseren ULs von der LKL angezeigt werden, nur sehr eingeschränkt mit denen im KFZ vergleichbar.


    Der Kondensator scheint mir auch primär eine Tiefpass-Filterfunktion und damit Schutzfunktion vor Überspannungen zu haben. Für den Notlauf ist die Kapazität viel zu niedrig.

    Ist halt die Frage, was unter Notlauf verstanden wird. Wenn Notlauf Ausfall des Reglers oder des Generators ist: ja. Aber der Notlauf, für den er gedacht ist, ist der Ausfall der Batterie (bzw. Probleme in der Verkabelung) oder, je nach Verkabelung von Batterie und Hauptschalter, das Ausschalten des Hauptschalters bei laufendem Motor.  Ohne Batterie oder Kondensator machen die meisten unserer Regler hier massive Überspannungen, die sogar zur Zerstörung des Reglers selbst führen können.

    Grüße
    Maik
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