Gyrocopter / Tragschrauber wie sicher sind die?

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Ich nochmal.das mit den 560 kg beim Gyro hat auch seine Kehrseite.
    Denn ähnlich den Tragflächen und Propellern haben auch Rotoren ihre Limits.
    Das höhere Gewicht muss der Rotor mit mehr Auftrieb durch höhere Drehzahl erstmal tragen !!
    Man kann nicht einfach das Leergewicht erhöhen bzw. die mögliche zuladung einfach raufsetzen.
    Es müsste jedes mal der ROTOR angepasst werden.Vom erforderlichen Vorwärtsschub ganz zu schweigen.
    Dieses Problem könnte man evtl durch kollektive Blattverstellung reduzieren. !?!? Das nennt man dann
    Hubschrauber:-)
    Es gibt viel zu bedenken .Ein Gyro hat viele Eigenarten.
    Bei Interesse würde ich nach Soest EDLZ fliegen und mich bei Otto Strauss informieren.
    mit weit über 1000 Gyro Stunden und Jahrelange Erfahrung als Lehrer sicher erste Adresse.
    Mfg FO
     
  • vagabund.11 schrieb:
    Tach .Ich habe am MATTO mitgewirkt und kann bestätigen,das  die Junkersvariante aus dem Video nur hinterm LKW funktioniert,da kein propeller des Antriebsmotors stört !!
    Ausserdem stimmt der Anstellwinkel des Test Rotors nicht mit der Realität überein.
    Du lehnst Dich recht weit raus.
    Was fuer einen Einfluss sollte der Schubpropeller denn haben, zumal dann, wenn man den Motor vor Ausloesung abstellt?
    Und was den Anstellwinkel betrifft: Wie ich oben schon sagte, weiss niemand vorher, welcher Anstellwinkel, bzw. relative Wind, im Moment der Ausloesung anliegt. Auch nicht, ob ueberhaupt noch sowas wie ein Rotor da ist...

    So ein Rettungssystem ist nicht mehr als eine Chance. Eine Funktionsgarantie gibt niemand, auch Junkers nicht. Ich schaetze die Chancen einer erfolgreichen Rettung beim Junkers aber deutlich hoeher als bei der Loesung am z.B. ELA ein.


    Chris
  • Gibt es eigentlich keine Möglichkeit, den Rotor vor Auslösen der Rettung mechanisch zu blockieren? 
    Grüße Wolfram
  • wolbauer schrieb:
    Gibt es eigentlich keine Möglichkeit, den Rotor vor Auslösen der Rettung mechanisch zu blockieren? 
    Grüße Wolfram
    Hallo Wolfram,
    das kannst Du vergessen: Bedenke, wie viel Energie in dem drehenden Rotor steckt. 
    Wir hatten bei uns einen Unfall,bei dem der Pilot beim Start den Knüppel auf neutral (wie bei der Fläche) hatte und nicht nach ganz hinten. Ergebnis war: der Rotor wurde nicht von unten angeströmt, das Gerät ist umgekippt und hatte einen Totalschaden, der Pilot ist mit einem Bruch des Knöchels noch ganz gut davongekommen.Die Rotoren waren an mehrere Stellen abgeknickt (Umdrehungsgeschwindigkeit in des Rotors in dem Moment: ca. 200 U/min).
     MfG Mbr 
  • Wie schön dass Ihr nach der anfänglichen Irritation zum Thema zurück gefunden habt. Zu den humorlosen unter Euch sag ich mal gar nichts. Irgendwo hier in den Texten stand folgendes:

    MarkusS schreibt: Was passiert beim ruckartigen Steuerknüppel nach vorne Drücken genau? Ich habe, weil die Praxis etwa länger her ist, noch mal meinen Fluglehrer gefragt und er hat mir gesagt dass auch dann
    nichts passiert. Eine Anströmung des Rotors von oben kannst Du nur
    durch "Aufschaukeln" erreichen. Da kann sicher der "Hildesheimer" genau
    erläutern.

    Das kann er.
    Das hat GARANTIERT kein Fluglehrer so gesagt. In der Ausbildung gibt es einen schönen Spruch: Knüppel schnell nach vorne ist der sichere TOD!!! Überlegt mal was passiert wenn die Rotoreben stetig oder schnell nach vorne gekippt wird. Mit dem Stick macht man nichts anderes als einen Kreisel (den Rotor) bewegen. Stellt man den durch nach vorne drücken so in den Wind dass die Luft von oben auf den Rotor trifft, wird der Rotor sofort abgebremst.  Das macht man aber nicht. Beim Schießsport hält man die Knarre ja auch nicht verkehrt herum. Ihr zieht den Knüppel auch nicht so lange nach hinten bis 0 Fahrt anliegt. Was wiederum mit dem Gyro kein Problem ist, so lange man genug Höhe hat um das bei fehlendem Wind einsetzende sinken durch fahrt aufnehmen zu beenden. Mit der richtigen Ausbildung ist Gyro fliegen sehr sicher. Bei Flächenfliegern wird das nicht anders sein. Ach wenn ein Motorausfall bei Flächen sicher mehr Probleme machen dürfte als bei einem Gyro. Aber das kann ich nur vermuten, ich bin noch keine Fläche geflogen.

    Gruß aus
    Hildesheim
  • wolbauer schrieb:
    Gibt es eigentlich keine Möglichkeit, den Rotor vor Auslösen der Rettung mechanisch zu blockieren? 
    Wie schon von mbr gesagt kannste das knicken.

    Eher kommt noch absprengen der Blaetter in Frage, das wird bei Hubschraubern stellenweise so gemacht.


    Chris
  •  Ach wenn ein Motorausfall bei Flächen sicher mehr Probleme machen dürfte als bei einem Gyro. Aber das kann ich nur vermuten, ich bin noch keine Fläche geflogen.

    Gruß aus
    Hildesheim
    Ich fange mit der Fläche auch erst im neuen Jahr an. Dennoch wage ich mal zu sagen, dass Du Dich hierbei täuscht. Bei Motorausfall wird die Fläche Vorteile haben aufgrund des wesentlich besseren Gleitwinkels, d.h. erst steht mit der gleichen Höhe mehr Zeit bzw. Reichweite zur Verfügung um einen Landeplatz zu erreichen. Die Landung selbst könnte dann wieder für den Gyro leichter sein weil er mit weniger Landestrecke auskommt.
    (Widerrede ausdrücklich zugelassen ... smile)

    Ich für meinen Teil warte ungeduldig auf die Umsetzung der Auflastung. Ich hatte schon häufiger geschrieben, dass mit dem bisherigen MTOW Gyros für mich nicht ausreichend gebrauchsfähig sind. Da die Auflastung bevorsteht und teilweise ja schon umgesetzt wird (Trixy, Matto (?), Arrow Copter) wenn auch nicht zu meiner Zufriedenheit würde ich auch keine Maschine in der alten Form mehr kaufen. Deswegen beginne ich ja auch im neuen Jahr mit der Fläche um keine Zeit zu verlieren. Sind im Sommer keine neuen Gyros auf dem Markt werde ich wohl eine Fläche kaufen. Schade wär's, denn Gyrocopter wären eine fantastische Reisemaschine mit den Start und Landefähigkeiten.

    Das sehen sicher viele anders. Das ist auch ihr gutes Recht und macht ja auch Sinn wenn man nur maximal erweiterte Platzrunden fliegen will.

    Gerd


     

  • edhs schrieb:
    Ich fange mit der Fläche auch erst im neuen Jahr an. Dennoch wage ich mal zu sagen, dass Du Dich hierbei täuscht. Bei Motorausfall wird die Fläche Vorteile haben aufgrund des wesentlich besseren Gleitwinkels, d.h. erst steht mit der gleichen Höhe mehr Zeit bzw. Reichweite zur Verfügung um einen Landeplatz zu erreichen. Die Landung selbst könnte dann wieder für den Gyro leichter sein weil er mit weniger Landestrecke auskommt.
    Ich denke, er taeuscht sich nicht. ;)
    Mit einem Gyro hat man praktisch immer landbares Gebiet unter sich, jeder kleine Feldweg, jede kleine Lichtung ist ein ausreichendes Landefeld. Mit Flaeche hast Du da wesentlich mehr Probleme, trotz hoeherer Reichweite.


    Chris
  • Hallo Gerd,

    > Schade wär's, denn Gyrocopter wären eine fantastische
    > Reisemaschine mit den Start und Landefähigkeiten.

    ?
    Wohin willst Du mit einem Gyro denn "reisen" wo Du eine
    kurze Landestrecke benötigst?!?

    Zumal ein Gyro zum "Reisen" eher etwas "langsam"-
    und die Reichweite durch den hohen Spritverbrauch
    recht klein ist.


    > Das
    sehen sicher viele anders.

    Ja  :)


    > Das ist auch ihr gutes Recht

    Stimmt!


    > und macht ja
    auch Sinn wenn man nur maximal
    > erweiterte Platzrunden fliegen will.

    Aha... alle, die lieber mit einem 3-Achser reisen als mit
    einem Gyro sind also Deiner Meinung nach Leute, die
    nur maximal erweiterte Platzrunden fliegen??

    Hahaha... tolle Logik.

    Die Gyro-Piloten, die ich kenne, sind meistens nur in Platznähe
    unterwegs, weil ihnen ständig zu kalt wird (offen) und
    sie keinen Sprit mehr haben (säufer)  :-))))

    Aber mach′ Du mal...  ;)


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