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Forum - Technik & Flugzeuge
  • In grenzwertige Situationen sollte ein UL nicht zu finden sein, weil weder die Ausrüstung noch die Ausbildung des Piloten das rechtfertigen.

    Sicher, sicher... Aber dann frage ich mich ernsthaft, weshalb jemand im Cockpit eines Luftsportgerätes (UL) ein EFIS und dazu mehrere GPS-Geräte benötigt. Um es polemisch auszudrücken: Fernsehen im Cinemascope-Format kann ich in aller Ruhe zuhause auf der Couch. (Chris, Du bist damit nicht gemeint!)

    b.t.w. Es gibt unter den UL-PilotInnen jedoch etliche, die weit größere, schwerere und mit hochwertiger Avionic ausgestattete Maschinen fliegen, und sich durchaus aufgrund ihrer Ausbildung mit derartiger Ausrüstung auskennen.

  • aviatrix schrieb:
    Aber dann frage ich mich ernsthaft, weshalb jemand im Cockpit eines Luftsportgerätes (UL) ein EFIS und dazu mehrere GPS-Geräte benötigt.
    Benoetigen tut man die Mindestinstrumentierung. Man kann also jedes ueber die Mindestinstrumentierung hinausgehende Instrument in Frage stellen...

    Zur Sache: Ich habe den Horizont, weil der mir zwischen den hier ueberall rumstehenden Bergen auf einem Blick die Fluglage anzeigt, es hat hier oft einfach keinen natuerlichen Horizont. Desweiteren ist es mir in meiner Laufbahn 2 mal passiert, dass ich durch gemachte Fehler in Situationen gekommen bin, wo ich nur mit Glueck den Einflug in Wolken gerade noch so verhindern konnte. Ich bilde mir ein, dass ich durch den Horizont in einer aehnlichen Situation und einem tatsaechlichen Einflug noch eine kleine Chance habe, da ohne ziehen des Schirmes wieder rauszukommen. Keine Ahnung, wie realistisch das ist, aber lieber eine kleine Chance als gar keine.

    Und ja, ich weiss: Darf nicht passieren usw usf. Aber Fehler passieren. Jedem. Und nein, er darf nicht dazu verleiten, in Wetterlagen weiter zu fliegen, in die man ohne Horizont nicht einfliegen wuerde.


    Chris

  • Genau Chris, genauso ergeht es mir auch! Deshalb sind unsere Flieger auch damit ausgerüstet - Deiner mit austauschbaren Komponenten, und meiner mit Festeinbauten. Der Unterschied ist, dass ich mit dem Umlegen des Avionic-Schalters auf ON keinen Gedanken mehr über die korrekte Funktion und das Zusammenwirken aller Komponenten verschwenden möchte (vereinfacht ausgedrückt).

  • aviatrix schrieb:
    Sicher, sicher... Aber dann frage ich mich ernsthaft, weshalb jemand im Cockpit eines Luftsportgerätes (UL) ein EFIS und dazu mehrere GPS-Geräte benötigt.
    GPS hat damit nichts zu tun, das "braucht" man, um Anzukommen, wo Mann/Frau will und dabei möglichst wenig Luftraum zu verletzen. Sowas braucht man unabhängig davon, wie man die Airspeed und Höhe darstellt. WENN ich aber die Wahl habe, sind mir die vitalen Funktionen AS/ALT viel lieber in einer Umgebung, die Kurs und Lage integriert, eben dem PFD. Daneben die Moving Map und ich kann mir keine Situation vorstellen, die mich überfordern könnte. Ich klaue mal "Systembeispiele" von Sky-Map.

  • Yup, genauso geht es mir auch, weswegen ich das iLevil gegen das ICfly getauscht habe. Avionik on und es funktioniert tadellos (Wifi verbindet sich automatisch), die Anzeige ist wunderbar gross (dagegen ist das D100 und erst recht das G5 mickrig) und sehr sehr genau. Geniales Anzeigeinstrument, so ein iPad. Und es kann noch viel viel mehr (Navisoftware laufen lassen, Anflugblaetter darstellen, komplette Flugvorbereitung drauf machen, etc pp usw usf) :)


    Chris

  • @Chris_EDNC
    Auf meinem Flymap L öffnen sich die Anflugkarten auch automatisch. Wie Du hab auf diesem System die komplette Flugplanung, eine Terrain-Warnung mit unterschiedlichen Farben, die FLARM- und ADS-B-Signale und das aktuelle Wetter inklusive GAFOR als ein- und ausschaltbaren Layer. Es sieht halt alles nur etwas weniger spektakulär aus als auf Deinem IPad.
    Die Anzeige  eines pneumatischen oder elektrischen Künstlicher Horizonts ist doch auch nicht größer als die eines Garmin G5. Und damit wird nach wie vor IFR ausgebildet und geflogen. Ich fand das D6 in meiner alten Maschine völlig ausreichend und recht übersichtlich.

  • aviatrix schrieb:
    Die Anzeige  eines pneumatischen oder elektrischen Künstlicher Horizonts ist doch auch nicht größer als die eines Garmin G5. Und damit wird nach wie vor IFR ausgebildet und geflogen
    Da hast Du natuerlich Recht. Ein IFR-augebildeter und in Uebung bleibender Pilot kann mit so einem Instrument (im Zusammenspiel mit den anderen Fluginstrumenten) tadellos in IMC fliegen. Aber wir sind im allgemeinen weder ausgebildet noch haben wir Uebung. Ich habe bei der PPL-Ausbildung vor knapp 20 Jahren eine Grundausbildung in IMC erhalten, aber keinerlei Uebung seither.

    Bei der Planung des neuen Cockpits habe ich folgende Ueberlegung angestellt: Wenn der kuenstl. Horizont so gross wie die Frontscheibe des Fliegers waere (also groooosser Screen statt Fenster), dann koennte jeder Pilot ohne Probleme und ohne jede zusaetzliche IFR-Ausbildung in IMC das Flugzeug dauerhaft beherrschen. Je kleiner der Schirm wird, desto schwieriger wird das. Das ist ein fliessender Uebergang, mit einem 57mm-Instrumentchen ist sowas dann in meinen Augen maximal schwierig.

    Also lag der Schluss nahe, die Darstellung so gross wie moeglich zu gestalten, um auch fuer einen ungeuebten Piloten wie mich die Chancen zu maximieren, im Ernstfall eine solche zu haben. Also wurde dafuer das iPad2 vorgesehen und ich bin sehr zufrieden mit der Entscheidung.


    Chris

  • Das FlymapL läuft für mich in der gleichen Kategorie wie Skyview und Konsorten: Zu schwer und zu hoher Stromverbrauch.

    Frank



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