Moin,
in einem anderen Thread war das Thema fehlplatziert, daher mache ich hier mal neu auf.
Also: Wie funktioniert er denn nun, der Auftrieb am Flügel? Noch 2008 hat meine Flugschule mir das "traditionelle" Auftriebsbild vermittelt, also im wesentlichen Bernoulli. Kleine Männchen, die die Luftmoleküle darstellten, rannten entlang der Flächenober- und Unterseite. Die schneller rennenden entlang der Oberseite benötigten größere Abstände, sollten den geringeren Luftdruck erklären, mithin eine Saugwirkung.
So kannte ich es schon als Schüler - und fand das sehr unbefriedigend. Ich hatte da doch schon diesen rasanten kleinen Modellflieger mit dem vollsymmetrischen Profil. Der flog doch auch, und zwar nicht schlecht. Im Verein hatte sogar jemand eine kreisrunde flache Holzscheibe so motorisiert, dass sie flog. Aber wie?
Heute hänge ich dem Erklärungsmodell an, welches auch Aerodynamikpapst Anderson favorisiert: "Schuld" ist letztlich die Impulserhaltung. Vereinfacht gesagt: Durch geeignete Maßnahmen wird horizontal anströmende Luft vom Flügel nach unten abgelenkt. Der Impuls der Luftteilchen nach unten wird durch einen ebensogroßen aber entgegengesetzen, auf die Fläche wirkenden Impuls nach oben kompensiert - dat Dingen fliegt.
Andere Meinungen?
Gruß
ColaBear