statische aufladung

Forum - Technik & Flugzeuge
  •  Selbst ein großes Stahltor vom Hangar hat einen Einfluss auf die Antenne.

    Deine Ausführungen in allen Ehren, nur habe ich den Verdacht, dass du zwei grundlegende Dinge etwas durcheinander bekommst:

    1. Abstrahlcharakteristik einer Antenne
    2. Reflexion und Absorption elektromagnetischer Wellen

    Beides hat überhaupt nichts miteinander zu tun!

    Noch mal: Die Abstrahlcharakteristik einer Antenne hängt, wie du aus deinen Lehrbüchern schon ganz richtig zitiert hast, vom Gesamtsystem Antennenlänge und elektrischen Leitern (Metalle) um die Antenne herum ab. Aber nur im Umkreis von maximal der halben Wellenlänge! ...und dieser Umkreis ist in unserem Fall nun mal nicht mehr als ein guter Meter. Und so wie marvin die Montagesituation seiner Antenne beschrieben hat wissen wir nun, dass das Erdungskabel der Tankstelle viel zu weit entfernt liegt, um auf die Abstrahlungscharakteristik seiner Antenne irgend einen Einfluss zu nehmen.

    Dein Stahltor vom Hangar reflektiert u.U. elektromagnetische Wellen, genau so wie Personen oder Betonwände elektromagnetische Wellen absorbieren können... das wäre dann dein Beispiel mit der UHF-Fernsehantenne im Zimmer.

    Aber: Auf die Antenne selbst, bzw. deren Abstrahlcharakteristik hat weder das Hangartor, noch das Erdungskabel auch nur den geringsten Einfluss!

    Gruß - Rüdiger

    p.s. übrigens eher unfreiwillig habe ich den Fuß meiner Flugfunkantenne mal zerlegt bekommen: Da war weder ein Widerstand, noch ein Kondensator verbaut, sondern die Seele des Koaxkabels war ganz einfach stumpf an dem Antennenstab angelötet.

  • Ich weiß was eine Reflexion ist, und das meine ich NICHT.
  • MediaCix schrieb:
    Ich weiß was eine Reflexion ist, und das meine ich NICHT.


    Eben! Und genau an dieser Stelle befürchte ich dein grundlegendes Verständnisproblem.
  • rlippok schrieb:
    Da war weder ein Widerstand, noch ein Kondensator verbaut, sondern die Seele des Koaxkabels war ganz einfach stumpf an dem Antennenstab angelötet.

    Tja so seh'n sie wahrscheinlich alle aus, die mobilen Flugfunkantennen.



    MediaCix schrieb:
    War heute mal kurz auf dem Platz, und habe mir eine Antenne mal etwas näher betrachtet. In der Tat ist das wohl nur ein simpler λ/4-Strahler ohne Verkürzungsspule oder sonstige Anpassung.


    Jetzt bin ich doch einigermaßen entsetzt. Da dozierst Du in epischer Breite über Antennen und Strahlung mit allen Wenns und Abers und stellst jetzt mit erstaunen fest, dass wir hier über simpelste Antennen, sogenannte λ/4-Strahler reden, die ja technisch nicht mehr sind als ein einfacher Draht von ca. 60 cm länge.   ??? 



    MediaCix schrieb:
    Eines kann ich jedoch versichern, auch ein Rundstrahler hat eine Richtwirkung! Beim Wort Richtwirkung darf man jetzt nicht an eine Richtantenne denken. Das Foto was ich hier mit gepostet hatte zeigt solche Richtungen - das ist genau diese Abstrahlrichtung.


    Die in Deinem vergilbten Schinken abgebildete Abstrahlcharakteristik ist ja wohl rotationssymetrisch um den Antennenstab zu verstehen. Bitte liefere uns doch jetzt mal eine Skizze wie die durch beschriebene Fehler oder Masseänderungen erzielte Richtwirkung aussehen sollte.


    Michael

  • „dozierst Du in epischer Breite”

    Wenn dem so ist halte ich mich eben zurück und:

    „sollten jetzt aber mal abwarten was „marvin” nach einem Austausch von Antenne oder Kabel hier noch berichtet”
  • MediaCix schrieb:
    ...

    Die Sache mit der HF und dem GPS

    Zunächst muss man erwähnt werden, dass beim Senden ein Strom-Spannungs-Bauch um die Antenne herum entsteht. ....

    Könntest du uns bitte bei Gelegenheit nochmal erklären was ein "Strom-Spannungs-Bauch um die Antenne herum" sein soll?

    Was ich kenne ist ein elektrisches Feld, das durch Potentialdifferenz entsteht, und ein Magnetfeld, das durch Stromfluss (genauer: Änderung der Potentialdifferenz) induziert wird. Beides entsteht abwechselnd (und zwar im Takt der Sendefrequenz) um eine Antenne herum, wobei sich folglich eine elektromagnetische Welle ablöst. Aber was bitte ist ein "Strom-Spannungs-Bauch"???

  • Hallo Leute,

    gestern das HF-Kabel getauscht.

    Heute beim Fliegen keine probleme mehr.  GPS bleibt auf allen Frequenzen da und steigt nicht mehr aus.

    Hab das Bier aufgemacht und freu mich. Danke nochmal für die hilfe von euch.

    marvin

  • Danke für die Info. Damit ist der kollektive Erfahrungsschatz vielleicht wieder etwas vergrößert - sogar um einen Praxisfall und keine mehr oder weniger abenteuerlichen - aber immer heftig diskutierten - Theoriegebilde.

    Ich bin ja eigentlich nicht der Typ, der den speziell im Web stark ausgeprägten Ich-will-Recht-haben-Trieb voll auslebt - aber jetzt muss ich mich doch noch mal selbst zitieren:

    >> Stimmt etwas mit der HF-Abstimmung der Sendeanlage nicht (kann die
    Antennenanpassung sein, das Antennenkabel oder auch ein Problem mit der
    Masse), geht ein mehr oder weniger großer Teil der Sendeleistung nicht
    über die Antenne raus, sondern irgendwo anders hin. Das kann eine
    Reflektion zurück in den Sender sein (im schlimmsten Fall geht der
    kaputt) oder auch eine Einstreuung in andere Geräte - je nach
    Störfestigkeit reagieren die dann auch schon mal mit Absturz. Man muss
    immer daran denken, dass HF kein Gleichstrom ist - die nimmt oft ganz
    andere Wege... <<

    Vielleicht war es ein Kabelbruch...
  • MCRider schrieb:
    Stimmt etwas mit der HF-Abstimmung der Sendeanlage nicht (kann die Antennenanpassung sein, das Antennenkabel oder auch ein Problem mit der Masse), geht ein mehr oder weniger großer Teil der Sendeleistung nicht über die Antenne raus, sondern irgendwo anders hin.

    Das trifft für den AR4201 definitv nicht zu. Der 4201 hat einen geregelten Sender, der bei Fehlanpassung der Antenne, offener Antennenbuchse oder Kurzschluss in der Antennenleitung die Leistung ggf. gegen Null reduziert. Die vorlaufende Leistung und die rücklaufende Leistung werden am Ausgang an einem Reflektometer gemessen. Entsprechend wird bei zu wenig Leistung die Verstärkung im Sender hochgefahren, um auch bei geringer Fehlanpassung der Antenne noch ausreichend Leistung zur Verfügung zu haben. Sollte die Fehlanpassung allerdings zu gross sein, so regelt der Sender wieder ab, um die Endstufe nicht durch Überhitzung durch die rücklaufende Leistung zu beschädigen. Dieses Verhalten führt natürlich auch zu unterschiedlichen Stromaufnahmen abhängig von der Sendefrequenz und der entsprechenden Antennenanpassung. Insofern kann ein beschädigtes Antennenkabel derartige Auswirkungen auf die Bordstromversorgung haben, welche letztlich zum beschriebenen Verhalten des T7 führen können.

    Michael

  • rlippok schrieb:

    MediaCix schrieb:
    Zunächst muss man erwähnt werden, dass beim Senden ein Strom-Spannungs-Bauch um die Antenne herum entsteht. ....


    Könntest du uns bitte bei Gelegenheit nochmal erklären was ein "Strom-Spannungs-Bauch um die Antenne herum" sein soll?


    Ja genau, was ist ein Strom-Spannungs-Bauch?


    Michael

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