Dieses Mitglied hat den fliegerischen Steckbrief noch nicht weiter ausgefüllt.
gelöschter User am 29.12.2012 um 21:32 Uhr
ColaBear schrieb: das habe ich vor einigen Jahren auch mal gedacht, wo doch die Amis mit ihren 600kg so super erfolgreich sind. Kannste vergessen. In diesem Universum wird das nicht stattfinden. Zwar erlaubt man uns, ULs zu bedienen und zu warten, deren Schaltpläne sich über mehr als 20 DIN-A4-Seiten erstrecken (keine Übertreibung, ich hab′s heute gezählt) aber 600kg?! Nee, das geht nun wirklich nicht. :(
Man soll die Hoffnung nie aufgeben ;) Vielleicht machen DULV, DAeC, AOPA & Co. auch einfach zu wenig Druck. Gruß Karl
@kachriwe 2009 hat es riesige Aktionen gegen die Pflicht zur Mitführung eines 406-MHz-ELT in deutschen Motorflugzeugen gegeben. In den nächsten Tagen ist es exakt drei Jahre, dass es diese Pflicht gibt und keiner regt sich mehr darüber auf. Wohlgemerkt, Segelflugzeuge, MOSE und Luftsportgeräte waren und sind von dieser Pflicht in Deutschland ausgenommen.
Ich verstehe deshalb nicht, warum du mangelnden Druck des DULV und des DAEC beklagst zur ELT Nutzung in Österreich (hier das Thema). DULV und DAEC vertreten die Interessen in Deutschland, nicht in Österreich. Oder hab´ich da was verpasst? Gehören die wieder zu uns? ;o)
Das ist einer der schlimmsten Sätze den ich mir vorstellen kann." Manche müssen vor sich selbst geschützt werden..." Wie kann man klarer zum Ausdruck bringen dass die freiheitliche Entscheidung eines erwachsenen Menschen über sein eingenes Wohl nicht mehr akzeptiert wird?
Gruss Stephan
gelöschter User am 30.12.2012 um 09:26 Uhr
Rteissen schrieb: @kachriwe
Ich verstehe deshalb nicht, warum du mangelnden Druck des DULV und des DAEC beklagst zur ELT Nutzung in Österreich (hier das Thema). DULV und DAEC vertreten die Interessen in Deutschland, nicht in Österreich. Oder hab´ich da was verpasst? Gehören die wieder zu uns? ;o)
Nee, haste falsch verstanden: Es ging mir dabei um die 600-kg-Grenze für UL, nicht um ELT! Wenn man Winfried Kassera glauben darf, werden UL irgendwann aus den nationalen Hoheiten herausgelöst und der EASA zugeschanzt. Das könnte eine Chance darstellen. Oder Bedrohung, je nach dem, was die EASA daraus zu machen vorhat...
maxmobil schrieb: Sicher nicht, das erste Mal hat völlig gereicht.
Oh, eine neue Täter-Opfer-Diskussion? Da bin ich als Geschichtslehrer ja ganz in meinem Element ;) Fürchte nur, dass das manchen Kampfposter motivieren wird zu kämpfen.
Gruß Karl
gelöschter User am 30.12.2012 um 09:36 Uhr
Stephan2 schrieb: Das ist einer der schlimmsten Sätze den ich mir vorstellen kann." Manche müssen vor sich selbst geschützt werden..." Wie kann man klarer zum Ausdruck bringen dass die freiheitliche Entscheidung eines erwachsenen Menschen über sein eingenes Wohl nicht mehr akzeptiert wird?
Gruss Stephan
Zustimmung! Wie ich neulich schon mal andernorts hier schrieb: Früher gab es mal den Begriff der "Risikogesellschaft", damit hat man uns Ossis erklärt, dass Freiheit immer ihren Preis hat, nämlich Sicherheit mindestens ein Stück weit aufzugeben. Man kann das eine nicht ohne das andere haben. Im Moment driftet unsere Gesellschaft in eine andere Richtung. Obwohl es ja immer noch "freiheitlich-demokratische Grundordnung" heißt! Gruß Karl
Stephan2 schrieb: Das ist einer der schlimmsten Sätze den ich mir vorstellen kann." Manche müssen vor sich selbst geschützt werden..." Wie kann man klarer zum Ausdruck bringen dass die freiheitliche Entscheidung eines erwachsenen Menschen über sein eingenes Wohl nicht mehr akzeptiert wird?
Gruss Stephan
Stephan,
wenn Du wüßtest wie viele Idioten jährlich von der österr. Bergrettung unter Einsatz ihres eigenen Lebens aus Lawinen oder Bergnot gerettet werden müssen weil sie gesperrte Hänge befahren oder völlig unzureichend ausgerüstet auf Berge marschieren würdest Du sofort verstehen was ich meine. Bin mir sicher dass auch in La Réunion die Lifeguards manchmal den Kopf schütteln angesichts selbstüberschätzender Kiter/Surfer/Schwimmer. In Bezug auf Waffengesetz /NRA/USA fielen mir durchaus auch Bezugspunkte ein.
Theoretisch finde ich den Ansatz, die Anzahl der Verkehrszeichen auf der Straße auf ein Minimum zu reduzieren auch reizvoll, die Betonung in Deinem Satz liegt daher auf "erwachsen" im Sinn von "verantwortungsbewußt".
gelöschter User am 30.12.2012 um 09:56 Uhr
maxmobil schrieb: wenn Du wüßtest wie viele Idioten jährlich von der österr. Bergrettung unter Einsatz ihres eigenen Lebens aus Lawinen oder Bergnot gerettet werden müssen weil sie gesperrte Hänge befahren oder völlig unzureichend ausgerüstet auf Berge marschieren würdest Du sofort verstehen was ich meine. Bin mir sicher dass auch in La Réunion die Lifeguards manchmal den Kopf schütteln angesichts selbstüberschätzender Kiter/Surfer/Schwimmer. In Bezug auf Waffengesetz /NRA/USA fielen mir durchaus auch Bezugspunkte ein.
Theoretisch finde ich den Ansatz, die Anzahl der Verkehrszeichen auf der Straße auf ein Minimum zu reduzieren auch reizvoll, die Betonung in Deinem Satz liegt daher auf "erwachsen" im Sinn von "verantwortungsbewußt".
Im Prinzip richtig, aber: Wer entscheidet darüber, welche Menschen als "erwachsen" bzw. "verantwortungsbewusst" eingestuft werden können und welche nicht? Andere Personen? Und wer entscheidet darüber, welche Personen? Usw., ein Regress. Dass die Entscheidung zwischen Eigenverantwortung und vorgeschriebener Sicherheit immer ein Ritt auf der Rasierklinge ist, liegt auf der Hand. Man könnte aber sich auf Grundsätze einigen, z.B.: So viel Eigenverantwortung wie möglich, so wenig Verpflichtung wie nötig" oder so. Waffengesetze in den USA sind nun wirklich nicht unser Thema. Gruß Karl
gelöschter User am 30.12.2012 um 10:40 Uhr
kachriwe schrieb: "..... Vorschlag: ULs bis 600 kg, natürlich weiterhin mit Mike-Zulassungszeichen! Kann doch nicht so schwer sein... "
Frage: Worin soll denn nun der Unterschied zwischen dieser EASA-LSA-Klasse und der UL-Klasse bestehen, wenn beide bis zu einer MTOM von 600kg gehen?
Ich geh dabei davon aus, dass die UL-Piloten für das Betreiben ihrer dann 600kg-MTOM-Maschinen natürlich die gleichen Möglichkeiten haben wollen, wie sie für die 600kg-EASA-Maschinen bestehen. Schliesslich haben sie diese heute ja praktisch auch. Einfach begrenzt auf 472,5 kg MTOM.
Und - aus einem weiteren Blickwinkel: Was soll die EASA, deren Auftrag ja nicht zuletzt auch "Vereinheitlichung" beinhaltet, für ein Interesse daran haben, dass für das praktisch Gleiche parallel zwei Klassen bestehen?
Oder - nochmals anders rum: Wenn die ULs dann in der Praxis ja den LSA Fliegern entsprechen: Warum soll dann in jedem einzelnen Land neben der einheitlichen EASA-LSA-Verwaltung, weiterhin ein separater Beamten- und Gesetzgebungsapparat für die national geregelten ULs unterhalten werden? In unserer modernen Welt natürlich mit verursacherbezoger Kostenpflicht!
Und ganz zum Schluss: Glaubt hier wirklich jemand ernsthaft, dass bei einer Erhöhrung der MTOM von 472,5 auf 600kg in der jetzt gültigen LTF-UL 2003 lediglich die Zahlen ausgetauscht werden? (Weihnachten war letzte Woche ;-)
Wer sich mal die 69 Seiten Vorschriften für die allerallerunterste UL-Klasse (einsitzig, max. 120kg Leergewicht etc.) angeschaut hat, der hat ein Vorgeschmack darauf, wie neue Regelwerke in dieser Sache aussehen. Diese 120kg-Vorschriften sind übrigens noch kein Jahr alt und zeigen deshalb recht gut, wie heutiges Regelwesen "gehandhabt" wird.
Fazit: Es ist einfach, z.B. über den franz. UL-Verband herzufallen, weil der sich mit Messer und Zähnen gegen eine Erhöhung der 450/472,5kg MTOM wehrt. Aber bevor mir jemand belastbare Antworten auf die obigen Fragen geben kann, sollte er die Sache vielleicht nicht zu einfach sehen.
Gruss Dick M.
gelöschter User am 30.12.2012 um 11:00 Uhr
Dick M. schrieb:
kachriwe schrieb: "..... Vorschlag: ULs bis 600 kg, natürlich weiterhin mit Mike-Zulassungszeichen! Kann doch nicht so schwer sein... "
Fazit: Es ist einfach, z.B. über den franz. UL-Verband herzufallen, weil der sich mit Messer und Zähnen gegen eine Erhöhung der 450/472,5kg MTOM wehrt. Aber bevor mir jemand belastbare Antworten auf die obigen Fragen geben kann, sollte er die Sache vielleicht nicht zu einfach sehen.
Klar, die von dir aufgeworfenen Fragen gehören dann geklärt! Ich kann da auch keine Antwort geben, sondern vermute nur, dass da in den nächsten Jahren Änderungen auf uns zukommen werden. Man wird sehen. Aber was in den USA funktioniert (mit weniger Unfallzahlen als bei uns, wenn des Fligermagazin Recht hat), kann doch in Europa auch klappen, theoretisch... Gruß Karl
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