Wo sind die Vor- & Nachteile zwischen Bugrad und Spornrad Version

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Clyde Cessna brachte als mehr oder weniger erster die C170 mit Bugrad raus. Der Werbeslogan hies " The personal plane with Landomatic landing gear" das sagt doch alles. Der Grund wurde zu Beginn des Threads von MAXtorque gut beschrieben.

    Fliegen tun Sporn und Bugradflieger fast gleich. Spannend wird es erst am Boden. Beim Spronradflieger hört die Landung erst auf wenn man den Fliegen anbindet.

    Wer schon bei Landungen mit Bugradversionen Problemen hat mit PIOs etc. der soll die Finger von Spornradfliegern lassen, bezw.  erst mal die Probleme zwischen den Kopfhöhrern angehen und die basics lernen.

  • BlueSky9 schrieb:
    Und zu der Sache mit dem Windsack muss ich sagen:
    Wenn man vorher keinen Überflug gemacht hat, dann
    wird man aus einer Meile Entfernung bei Eindrehen
    in den Endanflug mit dem Sack auch wenig anfangen können,
    Den Windsack sieht man sowohl im Gegenanflug, als auch im Endanflug. Das sind Basics diesem Aufmerksamkeit zu schenken um zu wissen woher der Wind weht. Ausserdem sagt der "Türmer" normalerweise oft genug woher der Wind kommt und wie stark er ist. Man muss nur mal den Funk verfolgen. Auch wird niemand böse sein, wenn man über Funk explizit nach Richtung und Stärke des Windes fragt. Dazu sind das Ding Names Funkgerät und der "Türmer" da. Eine "ist mir egal" Mentalität ist hier völlig fehl am Platz.

  • Hallo,

    ′habe nicht das Geringste gegen "Windinfos vom Türmer" und die
    prinzipielle "Benutzung des Funkgerätes" einzuwenden!

    Ich bin ein großer Fan von "Kommunikation" und "Lagebild Bauen" in der
    Platzrunde mittels Funkgerät  :-)

    Aber

    >
    > Den Windsack sieht man sowohl im Gegenanflug, als auch im Endanflug.
    >

    das halte ich für einen Scherz.

    Bei einer 08/15 ICAO Standardplatzrunde liegen sowohl der
    Gegenanflug als auch der Beginn des Endanfluges Pi x Daumen
    eine bis 1,5 Meilen von der Piste entfernt... Nur zur Erinnerung:
    Das sind mal so eben ganz grob 2 oder auch mal 2.5 Kilometer...

    ...Ich bin ja bisher beim Medical immer problemlos durch den
    Sehtest durchgekommen - aber aus 2 Kilometer kann _ich_ keinen
    Windsack sinnvoll "ablesen"!?

    ;-)


    BlueSky9

  • BlueSky9 schrieb:
    das halte ich für einen Scherz.
    Ich nicht. Bisher hatte ich noch keine Probleme bei meinen Anflügen einen Windsack zu erkennen wenn der "Türmer" mir nicht schon vorher die entsprechenden Infos gegeben hatte. Im Endanflug in 1,5 Meilen vor der Piste ist mir der Wind auch herzlich egal. Kurz vor erreichen der Piste ist es mir dann aber nicht mehr egal zu wissen wie böig der Wind ist und das kann man normalerweise dann sehr gut am Windsack ersehen.

    Im Gegenanflug geht das auch oft sehr gut. Die Dinger sind so groß, dass man das i.d.R. auch erkennen kann.

    Und wer nicht auf den Windsack schaut, der braucht sich nur nach einer der tausenden von "Windmühlen" umzusehen, mit denen ganz Deutschland vollgepflastert ist. Als Segelflieger bin ich da aber evtl. auch etwas stärker sensibilisiert als ein reiner Motorflieger.

  • Hallo zusammen,

    die Windrichtung kann man während des Anflugs (in die Platzrunde) auch sehr gut an den (in meiner Region) sicherlich gut verbreiteten Windkraftanlagen erkennen, und da praktisch alle in die gleiche Laufrichtung haben (wenn man gegen den Wind fliegt, drehen die Rotoren im Gegenuhrzeigersinn) kann man die Windrichtung auch aus geringerer Höhe eindeutig erkennen.

    Ansonsten gibt es ja auch noch Schornsteine, Bauern die gerade ein Feld bestellen (Staubfahne), etc.

    Das Bestimmen der Windrichtung ist also bei unserem Platz kein Problem :-)  ... wie sieht es bei euren Plätzen aus?

    Gruß Biggles

    Sorry, micbu kam mir zuvor ...

  • Windrichtung hat ja eigentlich nichts mit Spornrad zu tun, aber ist ja auch nicht unwichtig.

    Da man nur in Deutschland davon ausgeht, das einer einem die Windrichtung nennt, ist international eigentlich das overhead join Verfahren üblich. Man quert in der Mitte des Platzes die Bahn und schaut auf den Windsack und dann entscheidet man ob man links oder rechts in den Gegenanflug eindreht (und macht eine Blindmeldung wohin es geht).
    Sollte man keinen Sack sehen oder dieser nur noch in Fetzten existiert, kann man eigentlich recht gut bei Richtungswechsel mit dem Vergleich von indicated Speed zu GPS Airspeed die Windrichtung erkennen. Daher, wird es im Gegenanflug zu Final bzw. Queranflug auf dem GPS schneller oder langsamer kann man sich die Windrichtung / Seitenwind zusammen rechnen.

    Einfach mal ausprobieren.

  • Windsack ist ja wirklich hier OT. Aber mal ganz am Rande: Im Großen und Ganzen hat man den Wind doch beim Fliegen ständig auf dem Schirm. Und ist sich diesem auch bewußt. Hat sich auch vor dem Flug über das Wetter informiert. Und beim abfliegen der Platzrunde des Zielflugplatzes sieht man doch auch - wie Oliver K das schon richtig schrieb - die Differenzen zwischen Ground- und Airspeed, fühlt und erfliegt sich den Vorhaltewinkel. Vor allem aber fühlt man doch, wo die Reise hingeht. Da hat der Windsack für mich höchstens noch eine Information mit Priorität „ferner liefen“ zu bieten. 

    Thomas

  • Die einzige verwertbare Info bei der Windangabe ist die Wahl der Piste und eine grobe Abschätzung vorab, ob man sich die Landung bei den Windverhältnissen überhaupt zutraut, aber auch das spürt man spätestens im Anflug. Warum also so viel Wirbel um so ein bißchen Info? Von mir aus soll der Flugleiter lieber in Ruhe seinen Kaffee trinken, statt mich im Anflug mit offensichtlichem vollzuquatschen.

    Den Seitenwind steuert man im Endanflug durch Trial & Error aus, schließlich muss man im Sinkflug auch auf sich ändernde Windverhältnisse und den Windgradienten reagieren und den sagt einem keiner. Oder malt hier jemand im Endanflug ein Winddreieck und macht dann Fliegen nach Zahlen?
    Die Gegenwindkomponente spürt man im Anflugwinkel, auch da legt man nach Bedarf ein paar Bricketts auf oder bremst vor sich hin satt eine Tabelle "Gasstellung vs. Windkomponente" zu nutzen.

    Was bringt es einem also an tatsächlich verwertbaren Infos, woher und wie stark der Wind 30 Sekunden vorm Aufsetzen ein paar hundert Meter vom Aufsetzpunkt entfernt in Turmhöhe bläst?

    Die Frage "Warum Spornrad?" kann nur von einem Bugradler kommen...

  • JaRa schrieb:
    Die Frage "Warum Spornrad?" kann nur von einem Bugradler kommen...
    Stimmt
  • Und die Gründe für Spornrad wurden ja auch genannt:

    Der Flieger ist etwas schneller als der gleiche Flieger mit Bugrad (ich denke weniger als 5 kt)
    Es ist vorteilhaft in der Buschfliegerei

    Da kann ich jetzt nicht wirklich ein "Wie kann man überhaupt danach fragen" ableiten...

    Ralf (der hin und wieder auch mal Spornradflugzeuge fliegt)



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