Bose A20 vs. Lightspeed Zulu 2

Forum - Technik & Flugzeuge
  • TobiasM schrieb:
    Perfekt, danke euch. Ich werde jetzt mal das Lightspeed ausprobieren - anscheinend ist es nämlich tatsächlich so, dass das Bose auch MIT Bluetooth-Funktionalität nur telefonieren, nicht aber Musikwiedergabe per Bluetooth unterstützt. Und das Lightspeed kann das. 
    Es gibt zwei Versionen des Bose A20 Bluetooth Moduls - die alten V1 hatten keine Musikfunktion, die neuen V2 haben das, ich meine so um das Jahr 2015, bekommen. Die Unterscheidung ist also nur wichtig wenn man ein altes gebrauchtes kauft.

    Ob Lightspeed oder Bose ist meiner Meinung nach eine reine Frage des Passkomforts. Bei dem einen passt Lightspeed besser, dem anderen sitzt Bose amgenehmer = technisch tun die beiden sich nichts.

  • Ich bin kürzlich vom Zulu zum A20 gewechselt. Beide sind ohne Frage sehr nah beieinander was die Geräuschunterdrückung und den Tragekomfort angeht.

    Beim UL Fliegen mit Rotaxen habe ich keinen Unterschied in der Performance ausmachen können.

    Da ich seit einiger Zeit auch in der Echo-Klasse unterwegs bin, ist mir aufgefallen, dass die Performance bei den dickeren Motoren (Lyco, Continental) beim A20 etwas besser zu sein scheint.

    Das können aber immer nur subjektive Eindrücke sein! Am besten einfach mal am Platz rumfrage, ob dir jemand sein A20 oder Zulu für einen Flug zur Verfügung stellen würde, um den Vergleich zu haben. Da machen so viele Dinge den kleinen Unterschied aus - Kopfform, Brillenbügel,...

  • Danke euch für eure Einschätzung und die Info über die beiden Bluetooth-Versionen. Da ich hauptsächlich mit UL-Fliegern zu tun habe, habe ich leider keinen Zugriff zum Testen (die haben ausschließlich Headsets ohne ANR). Da ich aber inzwischen auch oft viersitzig unterwegs bin, möchte ich meinen Lauschern was Gutes tun. Ich hab ja ein vierwöchiges Rückgaberecht bei dem Lightspeed, wenns mir nicht passen sollte, tausche ich es gegen das A20.

    LG, Tobias 

  • Hallo Gemeinde,

    habe versch. ausprobiert, leider kein Bose, bin dann bei Zulu3 hängen geblieben und bin voll zufrieden. Musik hören beim fliegen? Habe auch mal damit gespielt. FIS wird gerastet und angemeldet. die jeweilige Platzfrequenz gerastet (ggf. RMZ bzw. Fallschirmabsprung, Überflug usw.) in DW.  Da ist ganz schön was los, die eine oder andere Verkehrsinfo von FIS, IFR Anflüge auf der Route, Gebiete meiden mit Fallschirmabsprung... Also kurz und gut - in den Pausen der Verkehrsmeldungen bzw. des Funkverkehrs höre ich mir lieber den sound des Motors an. Für mich ist Musik Kunst die man genießen sollte, kein fast food. Jeder wie er es mag, machmal gehe auch ich zu MC Don... Ich wollte nur sagen: Aufmerksamkeit beim Funken und FIS Verbindung ist zumindest da wo ich Zuhause bin (aber gerade auch auf weiteren Strecken durch die Alpen) manchmal überlebenswichtig.

  • GonzoFlieger schrieb:
    Aufmerksamkeit beim Funken und FIS Verbindung ist zumindest da wo ich Zuhause bin (aber gerade auch auf weiteren Strecken durch die Alpen) manchmal überlebenswichtig.
    Dem gibt’s nichts hinzuzufügen.
  • Eric schrieb:
    GonzoFlieger schrieb:
    Aufmerksamkeit beim Funken und FIS Verbindung ist zumindest da wo ich Zuhause bin (aber gerade auch auf weiteren Strecken durch die Alpen) manchmal überlebenswichtig.
    Dem gibt’s nichts hinzuzufügen.
    Es gibt aber auch noch andere Anwendungsfälle außer Musik zu hören - z.B. Bluetooth-Verbindung zum Navi-Tablet für Verkehrs- und Terrainwarnungen und was moderne Navigationslösungen noch so akustisch ausgeben können (switch fuel tank,...)

    Wenns der eigene Flieger ist hat man das Audio-Out vom Tablet vielleicht direkt mit ins Intercom/Funkgerät geführt, bei Chartermaschinen aber z.B. durchaus hilfreich wenn man auf störende Kabel zwischen Headsetcontroller und dem Tablet auf dem Knie verzichten möchte.

  • Moin, Ich habe das A20 und bin recht zufrieden. Lange Batterielaufzeit und gute Soundqualität.

    Was echt nervt ist, dass es KEINE "Nächstes Lied Taste" gibt. Das hatte das alte Sennheiser S1 schon.

    Daher muss das Handy jetzt in einen Halter, damit man weiterschalten kann. *nervig

    Die Sorge mit "man hört dann FIS nicht" kann ich nicht nachvollziehen.

    Interkom und auch Funk schalten die Musik angenehm und dezent leise. Es ist so als würde man gemütlich im selben Raum sitzen. Echt problemlos. Ich fliege nach dem Start zu 99% mit Musik. Merke oft erst im Endanflug, dass man sie mal eben ausmacht.

    Anschluss per Kabel an das Funkgerät: Habe ich versucht. Dann hat man die selbe Qualität wie der der Funk selber. 

    Katastrophe!!! Das ist keine Option. Wenn man sparen mag, ein Headset kaufen, das Direkt einen Klinkenanschluss hat.

    Das habe ich an meinem billig Gäste-Headset.

  • Hallo dagehtwas,

    wie wir alle wissen werden externe Quellen ausgeblendet wenn Funksprüche oder andere Signale der Avionik reinkommen. Es hat niemand Sorge gehabt dass man dadurch FIS nicht hört. Da hat dir Sigmund Freud einen Streich gespielt. Hören und Verstehen ist nicht dasselbe. Und wenn man versteht, dann muß man das auch noch zuordnen und die Relevanz beurteilen. Kurz und gut, es geht um die angesprochene Aufmerksamkeit. Die wird beim bewußten Musikhören beeinträchtigt. Das ist z.B. bei Therapien gewünscht, auch zur Entspannung oder Anregung, ganz wie man das braucht. Selbst unbewußtes Musikhören bindet, ob man will oder nicht, etwas Aufmerksamkeit - von der Beeinflussung der Emotionen ganz zu schweigen.

    Ist das klug beim Fliegen? Würdest Du das einem Flugschüler empfehlen? Würdest du das beim Überprüfungsflug machen? Keine Antwort bitte - das sind rethorische Fragen. Ich bin nicht so supercool, bin aber auch kein Hasenfuss, Ich fliege schon eine ganze Weile verschiedenste Fluggeräte. Mein Verantwortungsgefühl regt sich beim Thema Musikhören beim fliegen und wenn ich daran denke, daß Andere mich gefährden könnten wenn sie abgelenkt sind, dann löst das - gelinde gesagt - Unbehagen aus.

  • Moin,

    so hab ich das noch nicht gesehen. Denke Kanalkapazität ist hier das Stichwort.

    Ich sehe es sogar andersrum. Wenn Leute so ausgelastet sind mit dem aktiven Zuhören, dass etwas Hintergrundgedudel sie zu sehr ablenkt, sollte man besser mehr üben oder mit einem Sicherheitspiloten fliegen.

    Denn mit dem Argument kann man ja auch im Auto die Untermalung verteufeln.

    Und es macht auch sicher einen Unterschied, ob man Kreise um den eigenen Platz fliegt oder von Hamburg nach München.

    Man steht ja nicht bei jedem Flug mit irgendwem in Verbindung.

    In jedem Fall ging es hier ja um die Technik und nur dazu kann man glaube ich ja objektiv was sagen.

    Happy landings.

  • Hallo dagehtwas,

    vielleicht kommen wir in der Diskussion noch mal auf das ursprüngliche Thema zurück. Jetzt geht es aber nur um die Frage Musikhören beim Fliegen.

    Selbst wenn man besonders multitaskingfähig ist und eine besondere Auffassungsgabe hat (Kanalkapazität) so ändert das nichts an den Fakten, daß Musik ablenken kann.

    Es gibt keinen Reifegrad, der "Musik beim fliegen" zum Ziel hat.  Menschen empfinden Musik ganz individuell. Wer sich durch Musik abgelenkt fühlt, der muß nicht zwangsweise mehr üben oder braucht einen Sicherheitspiloten. So eine Aussage diskriminiert. Auch diejenigen die sich nicht abgelenkt fühlen werden abgelenkt, mehr oder weniger.

    Vorwiegend Männer (vielleicht auch ein paar Frauen) drehen beim Autofahren das Radio leiser wenn sie was suchen oder die Orientierung wiederfinden müssen, so sind Menschen nun mal - warum?

    Kreise um einen Platz sind genauso eine Teilnahme am Luftverkehr. In der Platzrunde wird man dabei wohl selten bleiben (außer für Übungsflüge und Ausbildung), also eiert man irgendwo rum - auch mal schön. Auf Strecke werden schon mal Flugplätze als Orientierung angeflogen, wenn da einer unaufmerksam rumkreist (Funkverkehr mit FIS und Transponder setze ich sowieso voraus) dann stellt das ein Gefahrenpotenial dar, i.B. wenn der Platz nicht besetzt ist - jede Unaufmerksamkeit ist ein Gefahrenpotenial, ich denke das ist doch unstrittig.

    In der Mitte von Deutschland und bei Flügen in Sichtweite des Flugplatzes wird man kaum mit wechselnden FIS Sektoren (Frequenzen) zu tun haben. In anderen Gegenden schon. Da kommt dann auch schon mal ein Länderübetritt dazu, ggf. mit Radarkontakt zum einem internationalen Airport. In einer Grenzregion hat man es mit gutem und schlechten englisch zu tun, IFR Anflüge, Fallschimspringer, Rettungshubschrauber, Segelflieger die zur Landung reinkommen, abgehackter unvollständiger Funkverkehr...  Das ist keine Aufzählung von Möglichkeiten. In einem (kurzen) 1h Flug habe ich das mehr als einmal alles auf einmal erlebt, allein, ohne Sicherheitspiloten, das Hemd war auch noch trocken. Ich bin sicher andere können das auch. Bei uns vergeht kein Flug ohne FIS Verbindung, da ist bei uns einfach zuviel los.

    Erfahrungsberichte sind nicht für Leute die schon alles wissen und erlebt haben sondern für diejenigen die selbst erkennen, dass sie ihren Erfahrungsschatz noch erweitern könnten. Und denen galt die Botschaft.

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