IgniTech Zündboxen - Notwendigkeit?

Forum - Technik & Flugzeuge
  • FabianSeifert schrieb:
    Wenn der Motor ohnehin sauber läuft, würde ich ehrlich gesagt nicht mit einer echten wirtschaftlichen Ersparnis durch weniger Sprit oder eine deutlich längere Lebensdauer rechnen.
    Klar läuft der Motor eh sauber, aber er läuft eben besser mit besserem Zündwinkel und daraus geringerer Drehmomentschwankungen.

    Das Getriebe dankt es und wenn es dann erst nach mehr Betriebsstunden zur Wartung und Klauenrevision muss, spart das direkt und unmittelbar Geld.

    Eine Getriebeüberholung geht ab 2500,- los, wenn die nach 1400 statt 800 Stunden stattfindet...

    FabianSeifert schrieb:
    Weniger Vibrationen
    Es geht nicht um Vibrationen im Allgemeinen, sondern um Laufruhe. Autos haben dafür jede Menge Massnahmen von intelligenter Zündpunktverschiebung über Einspritzvariationen bis hin zu Mehrmassenschwingern. Das meiste davon kriegen wir nicht, aber den besseren Zündpunkt im Drossellauf sehe ich als relevanten Invest in die Langlebigkeit aller Komponenten an.

    Ein Rotax mit Orignalzündung läuft unter 1800 wirklich nur noch sehr mäßig, auch mit feinster Einstellung. Die gleiche Laufkultur erhalte ich mit ignitech bis 1200 runter...

  • .... nicht erwähnt ist die Schonung des Anlasserfreilaufes.
    Gerade beim 912 S/ULS (100 PS) ohne Softstart-Module ist dieser durch Rückschlagen beim Startvorgang gefährdet.

    Die Ersparnis durch eine Reparaturvermeidung ist erheblich.

    Viele Grüße
    vom Bodenpersonal im Unruhestand
    Ralf

  • Alleine, wie sich der Motorlauf anfühlt. Da liegen Welten zwischen den Ducatis, mit ihrem festen ZZP und den Ignis, die den ZZP an die Drehzahl anpassen. Es ist so, als ob man einen komplett neuen Motor bekommt. Dazu im Winter ein deutlich besseres Anspringverhalten. Ich wollte die Ducatis nicht mal mehr geschenkt haben, selbst wenn Rotax als Spritsponsor auftreten würde. Bei meinem 80 PS habe ich selbst bei 1.000 U/min einen sehr stabilen Leerlauf. Das wirkt bei der C-42 im Anflug, wie eine zusätzliche Airbrake, wenn man mal schnell die Geschwindigkeit loswerden muss. Dazu schont es beim Rollen ungemein die Bremsen. Wobei ich die untertourigen Drehzahlen eher vermeide.

  • 924driver schrieb:
    Ich wollte die Ducatis nicht mal mehr geschenkt haben, selbst wenn Rotax als Spritsponsor auftreten würde.
    na darüber könnte man reden, aber darunter wohl eher nicht ;-)
  • ... oh , er ist weg ...

  • Ist schon gesperrt!

  • Hallo zusammen,

    ich beschäftige mich aktuell mit einem möglichen Umbau von den originalen Rotax-Ducati-Zündmodulen auf die Ignitech DCCDIP2 und habe versucht, die aus meiner Sicht wichtigsten Vor- und Nachteile zusammenzufassen.

    Vorteile:

    1. Programmierbare Zündkennfelder statt fester Zündkurve.

    2. Häufig wird über besseres Startverhalten und einen ruhigeren Motorlauf berichtet.

    3. Montage der Zündmodule an der Firewall möglich (weniger Hitze und Vibrationen).

    4. Firmware kann aktualisiert werden, Diagnose über USB möglich.

    5. Individuelle Anpassung an den jeweiligen Motor (z. B. alte/neue Soft-Start-Flywheel-Version).

    6. Deutlich günstiger als neue Original-Zündmodule.

    Nachteile bzw. offene Punkte:

    1. Höherer Einbau- und Verdrahtungsaufwand.

    2. Firmware und Mapping müssen zum Motor passen.

    3. Zusätzliche Komponenten (Adapterkabel, Programmierkabel usw.) erforderlich.

    4. Die Anlage ist nicht original von Rotax.

    5. Installation und Konfiguration erfordern etwas technisches Verständnis.

    6. Langzeiterfahrungen sind im Vergleich zur Ducati-Zündung naturgemäß geringer.

    Mich interessieren insbesondere Erfahrungen aus der Praxis.

    * Habt ihr den Umbau durchgeführt?

    * Wie viele Betriebsstunden habt ihr seitdem?

    * Gab es Ausfälle oder Probleme?

    * Hat sich Startverhalten, Motorlauf oder Verbrauch tatsächlich verbessert?

    * Würdet ihr den Umbau heute wieder machen?

    * Gibt es Punkte, die ich in meiner Liste vergessen habe oder anders bewerten sollte?

    Ich freue mich auf eure sachlichen Erfahrungen und Meinungen. 

    Vielen Dank und beste Grüße 

    Norbert

  • Dobby schrieb:

    1. Höherer Einbau- und Verdrahtungsaufwand.

    2. Firmware und Mapping müssen zum Motor passen.

    3. Zusätzliche Komponenten (Adapterkabel, Programmierkabel usw.) erforderlich.

    4. Die Anlage ist nicht original von Rotax.

    5. Installation und Konfiguration erfordern etwas technisches Verständnis.

    6. Langzeiterfahrungen sind im Vergleich zur Ducati-Zündung naturgemäß geringer.

    1. Anschluss ist Plug & Play, einzig den Halter muss man sich anfertigen.

    2. Bei Bestellung Motor angeben, Plug & play.

    3. Plug & play.

    4. Ja mei…

    5. Plug & Play

    6. Ja, das ist so…

    Umbau selber gemacht (ich glaube vor einem Jahr oder so), seither keine Probleme.

    Chris

  • Moin,

    ein Umbau ist das nicht, sofern man das passende Teil für den Rotax erworben hat. Hat bei mir original 15 Minuten gedauert inkl. vorläufiger Befestigung an der Batteriebox. Nach dem Testen, also eigentlich nur fliegen und freuen, habe ich einen Halter aus dem Drucker angefertigt und die Boxen anständig befestigt. Nix einstellen, nix programmieren, ich habe nicht mal die Kabel für die Stromversorgung angeschlossen, trotzdem springt der Motor quasi sofort an. Einzige Bedingung: der Starter muss eine gewisse Drehzahl erreichen, ansonsten verweigern die Boxen den Zündfunken.

    Gruß Raller

  • Hallo Gemeinde,

    ihr könnt auch mal in den folgenden  Thread schauen. Da haben wir das auch schonmal diskutiert.

    Austauch von Zündboxen beim Rotax 912 ULS gegen Zündboxen alternativer/anderer Firmen (z.B. Silent Hektik o.g.) - Erfahrungen?
    Forum - Technik & Flugzeuge

    Hier nochmal mein Einbaubeitrag:

    ------------------------------------------------------------

    Hallo in die Runde,
    ich habe jetzt auch die Ignitech Zündboxen drin. Ich kann erst mal nur Gutes berichten. Nachdem ich mir den zusätzlichen Treiber für den USB/seriell Wandler installiert hatte, funktioniert der Zugriff auf die Boxen problemlos. Man kann wunderbar die einzelnen Eingänge prüfen und auch Einzelfunken auslösen. So habe ich ein kurzgeschlossenes Kabel eines der Kill-Switche gefunden. Bei mir war es mit der Schraube zur Befestigung der alten Zündboxen am Motor gequetscht. Man  sieht durch den  Einzelfunken  sehr gut wie die Zündkreise verschaltet sind. Ich habe die oberen Kerzen herausgedreht und im Kerzenstecker danebengelegt. Man hört und sieht die Funken der oberen Kerzen und hört die der unteren im Zylinder knallen.
    Nach 15 Jahren lief dieser Motor erstmals wieder.
    Ich habe die IGNITRECH Boxen auf der Pilotenseite hinter das Brandschott montiert und führe die Kabel durch einen Durchbruch mit Gummie gepolstert auf die andere Seite zum Motor. Ich hatte die Kabel dazu einzeln markiert und aus den Steckern ausgepinnt, durchgesteckt und dann wieder eingepinnt. Es empfihlt sich die Module und Stecker richtig mit A und B zu markieren. Das erleichtert  die Sache erheblich.
    Positiv überrascht bin ich davon dass es keinerlei Störungen im Funk gibt.
    Weiter gehts jetzt mit der Überarbeitung der Vergaser. Das wird sicher aufwendig.

    ---------------------------------------------------------------

    Das hat übrigens alles super funktioniert und der Motor läuft bestens bin 1200 U/min herunter.

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