Dann erkläre oder belege bitte wo der Unterschied in Schrauben liegt. Das müsste das LBA ja dargestellt haben, wenn es das so eng sieht.
Es gibt keinerlei LTA, SB, TM oder AD, welches die früher erlaubten Kerzen aus der Zulässigkeit nimmt.
Und dann wäre noch die Frage, welchen Finding Level das auslöst, wenn eine Kerze per selbstgeschriebenem CoC bei einem ACAM Lauf gefunden wird.
Bisher konnte das nämlich noch niemand belegen.
Steffen_E schrieb:DIN etc. hat hier eigentlich nix zu sagen, es hilft dir nur ein vergleichbares (identischen) Teil zu finden. Bei einer Schraube die auch nach entsprechenden Kriterien hergestellt ist, ist das Risiko und somit auch die Verantwortung gering.
Normteil
Aber wo wäre die Grenze? Das Ganze ist nicht skalierbar, bei Kleinteilen traut man es sich vielleicht, bei größeren Dingen ist es dann klar nicht mehr erlaubt oder?
Beispiel (zugegeben drastisch): Zongshen baut nach deren Angaben einen identischen Motor zum Rotax 912, darfst du darüber auch ein COC selbst ausstellen? 10 von 10 Motorenwarte werden NEIN sagen ;-)
Steffen_E schrieb:jein. Es gibt im MML 05-50-00 (Seite 43 bzw. 113) Angaben was zu prüfen ist, wenn "falsche" Zündkerzen, also welche ohne Rotax-Spezifikationen verbaut sind. Und letztlich sind die alten Zündkerzen nicht die aktuelle Spezifikation.
Es gibt keinerlei LTA, SB, TM oder AD, welches die früher erlaubten Kerzen aus der Zulässigkeit nimmt.
Auch ist die alte Zündkerze nicht mehr im MML, also du hast mit dem aktuellen Handbuch keine Angaben zum Elektrodenabstand und zum Anzugsdrehmoment mehr.
Um aber wieder auf den Boden zu kommen, die Verantwortung die alten Kerzen weiter zu verwenden würde ich auch tragen. Erstens weil die neuen nicht zuverlässig sind und zweitens weil das (Total-)Ausfallrisiko bei einer Doppelzündung sehr gering ist.
ronnski schrieb:Bisher gilt nach meinen Informationen eine einfache Grenze: alles was keine Seriennummer hat.
Aber wo wäre die Grenze? Das Ganze ist nicht skalierbar, bei Kleinteilen traut man es sich vielleicht, bei größeren Dingen ist es dann klar nicht mehr erlaubt oder?
Und Kerzen haben keine...
ronnski schrieb:eine aktuelle Spezifikation ist nur dann bindend, wenn die vorherige aufgehoben/verboten wurde. Und das benötigt eine LTA/AD
Und letztlich sind die alten Zündkerzen nicht die aktuelle Spezifikation.
Mit der anderen Logik dürftest Du alle 912S Motoren mit Gehäuseseriennummer kleiner 14.0000 wegwerfen...
ronnski schrieb:und das Verbot in die alten Hanbücher zu schauen existiert wodurch?
Auch ist die alte Zündkerze nicht mehr im MML, also du hast mit dem aktuellen Handbuch keine Angaben zum Elektrodenabstand und zum Anzugsdrehmoment mehr.
ronnski schrieb:Worum geht dann die Diskussion hier? Nur damit man keine Diskussion hat, wenn die ACAM vor der Tür steht? Wo ist das Problem mit einer ACAM mal klartext zu reden, wenn sie mit absurden Anforderungen kommt, die sie nicht belegen können?
Um aber wieder auf den Boden zu kommen, die Verantwortung die alten Kerzen weiter zu verwenden würde ich auch tragen.
Aber um diese Spitze rauszunehmen, die ganz klar nicht gegen die ACAM ist: ich hatte schon vier ACAM Prüfungen und bei allen vieren waren sie mit dieser Aktenlage und meiner Dokumentation zufrieden.
ich finde die Zusammenarbeit mit der ACAM da deutlich zufriedenstellender als diese immer wieder aufkommenden Diskussionen um die Zulässigkeit.
klar, wenn man alloes nur mit Zettel und Zertifikat ausführt, gibt man das maximum an Verantwortung ab. Aber da die Arbeitsleistung noch immer Verantwortung benötigt, kommt es darauf nicht an.
Das ist wie die ewige TBO-Diskussion. ich übernehme mit der ersten Wartung bei 25h die Verantwortung für korrekte Arbeit und korrekten Zustand. Die TBO setzt da nichts zu.
Und das ist bei Kerzen genauso.
ronnski schrieb:lass doch bitte die Absurditäten weg. Übertreiben macht nicht immer anschaulisch...
Zongshen baut nach deren Angaben einen identischen Motor zum Rotax 912, darfst du darüber auch ein COC selbst ausstellen?
Bisher gilt nach meinen Informationen eine einfache Grenze: alles was keine Seriennummer hat.
Ich möchte mich dagegen gar nicht wehren, aber wo es genau steht, konnte ich bisher nicht finden. Wenn es so gelebt und akzeptiert wird, auch o.K.
eine aktuelle Spezifikation ist nur dann bindend, wenn die vorherige aufgehoben/verboten wurde. Und das benötigt eine LTA/ADMit der anderen Logik dürftest Du alle 912S Motoren mit Gehäuseseriennummer kleiner 14.0000 wegwerfen...
und das Verbot in die alten Hanbücher zu schauen existiert wodurch?
Ich sehe das etwas anders. Die vorhandenen Bauteile können, sofern nicht durch eine LTA/AD betroffen, in Betrieb bleiben. Alles was neu in Betrieb geht, muss nach neuen (aktuellen) Handbüchern und Spezifikationen eingesetzt werden. Alles andere wäre ein Handbuchbingo, entspricht nicht dem Sicherheitsdenken in der Luftfahrt oder man macht sich zumindest angreifbar.
Für den einen ist es Übertreiben, für den anderen eine Skalierung um die Grenzen aufzuzeigen.lass doch bitte die Absurditäten weg. Übertreiben macht nicht immer anschaulisch...
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