GPS Probleme beim Funken

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Hallo zusammen,

    ich habe das Problem, dass wenn ich aktiv funke, mein Stratux das GPS Signal verliert. Auch zeigt die Höherudertrimmung beim funken mehrere Werte gleichzeitig an.

    Beim Flugzeug handelt es sich um einen Hochdecker aus GFK.

    Die Funkantenne befindet sich unter dem linken Sitz, darüber ist eine Art Alufolie angebracht. Diese ist mit der Antenne an den 4 Verschaubungen verbunden.

    Was ich bisher probiert habe:

    - Antennenkabel am Funkgerät durch ein 25W 50 Ohm Dummy-Load ersetzt: Problem verschwindet

    - Neues Antennenkabel probiert (RG400) - keine Besserung

    - Antennenkabel anders verlegt, gleiches Problem.

    - Radio temporär über eine eigene Batterie verbunden - keine Besserung

    - temporär eine 40x40cm Alufolie außen unter die Antenne angebracht und diese mit dem Unterboden der Antenne verbunden, auch keine Besserung

    - Ferritkerne "überall" verbaut, keine Besserung

    - die GPS Maus hab ich auch schon an mehreren Stellen angebracht, kaum Besserung

    - wenn ich die Flugfunkantenne abbaue und z.B. 3m vom Flugzeug entfernt aufstelle und ich funke, habe ich das Problem nicht mehr.

    Ich bin mit meinem Nicht-Latein am Ende.

    Habt ihr vielleicht noch Ideen, was ich machen kann, um das Problem zu lösen?

    Vielen Dank

    Mark


  • marcom schrieb:

    Hallo zusammen,

    ich habe das Problem, dass wenn ich aktiv funke, mein Stratux das GPS Signal verliert. Auch zeigt die Höherudertrimmung beim funken mehrere Werte gleichzeitig an.

    Hallo Mark. Als Funkamateur hätte ich da ein paar Ideen.

    Die Frequenzen von GPS und Flugfunk sind so weit auseinander, eine Direkteinstrahlung scheidet aus.

    Das sieht stark nach herumvagabundierender Hochfrequenz aus, die auch oft über die Stromversorgungen einstrahlt und fortpflanzt.

    Beim Flugzeug handelt es sich um einen Hochdecker aus GFK.

    Die Funkantenne befindet sich unter dem linken Sitz, darüber ist eine Art Alufolie angebracht. Diese ist mit der Antenne an den 4 Verschaubungen verbunden.

    Was soll denn die Alufolie bewirken? Eine "definierte" Massefläche für die Antenne?

    Ist das auch mal gemessen worden?

    Es gibt Funkantennen für nichtmetallische Zellen, da ist das Antennenkabel Bestandteil der Antennenfunktion und darf deshalb nicht verkürzt oder verlängert werden.

    Was ich bisher probiert habe:

    - Antennenkabel am Funkgerät durch ein 25W 50 Ohm Dummy-Load ersetzt: Problem verschwindet

    ...passt zu einer fehlangepassten Antenne....

    - Neues Antennenkabel probiert (RG400) - keine Besserung

    Naja, ein sehr teures Kabel und eigentlich kein Problemlöser für diese Art von Probleme.

    Bei ein paar Meter ist das gute alte RG58 ausreichend, oder das Aircell5 mit etwas weniger Dämpfung, was sich aber bei 2-3m nicht bemerkbar macht.

    - Antennenkabel anders verlegt, gleiches Problem.

    Durch eine Fehlanpassung kann das Antennenkabel selbst Hochfrequenz abstrahlen, das ändert sich dann auch nicht durch eine andere Verlegung.

    - Radio temporär über eine eigene Batterie verbunden - keine Besserung

    ...passt ebenfalls zu einer fehlangepassten Antenne....

    - temporär eine 40x40cm Alufolie außen unter die Antenne angebracht und diese mit dem Unterboden der Antenne verbunden, auch keine Besserung

    - Ferritkerne "überall" verbaut, keine Besserung

    Ferritkerne müssen für die Sendefrequenz tauglich sein, an bestimmten Stellen sitzen, und sind auch keine Allround-Löser.

    Das wäre auch eine symphtomatische Behandlung, keine ursächliche.


    Ich bin mit meinem Nicht-Latein am Ende.

    Habt ihr vielleicht noch Ideen, was ich machen kann, um das Problem zu lösen?

    Unbedingt und vor allem zeitnah die Sendeantenne durchmessen lassen mit einem passenden "Stehwellenmessgerät"

    https://de.wikipedia.org/wiki/Stehwellenverh%C3%A4ltnis

    Wenn eine Antennen durch irgendwelche Parameter ihre Leistung nicht richtig abstrahlen kann, kommt es zu einem "Hochfrequenzrücklauf" über das Antennenkabel und das Bordspannungsnetz und zu deinen Störungen.

    Dieser Rücklauf kann im ungünstigsten Fall auch den Sender deines Funkgerätes beschädigen.

    ...du kennst ja den Transpondercode 7600, aber das Problem ist, du merkst es nicht gleich.

    Ausserdem kann es bei einer hochfrequenten Einstrahlung auch zu weiteren "komischen" bis gefährlichen Fehlanzeigen im Cockpit kommen, die man ganz bestimmt vermeiden will ;-)

    Achim



  • Ich würde auch auf eine defekte Antenne tippen. Mal das Stehwellenverhältnis messen. Wir hatten bei unserer ein Stehwellenverhältnis von 5-7. Man konnte Funken aber die Reichweite war schlecht. Und ab und zu hat das Funkgerät auch ganz ausgesetzt zu senden. Ich denke wegen Überlastung der Entstufe. Neue Antenne eingebaut. Stehwellenverhältnis zwischen 1,0 und 1,3. Seit dem alles gut.

  • Danke für eure Antworten.

    Dann werde ich mich nach einer neuen Antenne umsehen - am ehesten dann eine Dipole Antenne, oder?

    Die alte ist von Kons - Typ unbekannt. Vielleicht hat jemand einen konkreten Tipp, ohne gleich 300€ ausgeben zu müssen?!

    Einbauort wäre unter dem Sitz, da hier bereits Löcher vorhanden sind.

    Danke

    Mark

  • Was haltet ihr hiervon:

    https://www.aircraftspruce.eu/vhf-5t-nav-commantenna.htm

  • Michael_B schrieb:
    Und ab und zu hat das Funkgerät auch ganz ausgesetzt zu senden. Ich denke wegen Überlastung der Entstufe.

    Genau.

    Moderne Funkgeräte haben einen Temperaturschutz, wenn der Sender zu heiß wird, wird der Endstufentransistor vorrübergehend deaktiviert.

  • marcom schrieb:
    Was haltet ihr hiervon:

    Du mußt halt dran denken das das Metallband etwas über 1m lang ist

  • Hmm tatsächlich hatte ich schon mal den Fall, dass TX mitten beim Senden erloschen ist - bisher war ich nur davon ausgegangen, dass ich die PTT Taste losgelassen hatte.

    Aber das spricht schon alles für einen Defekt in der Antenne? 

    Wenn ich mir das Datenblatt von Rami und co durchlese, so steht da man soll X-förmig Kabel verlegen. Das könnte ich ja morgen noch versuchen, ob das hilft.

    Bzgl. der Dipolantenne: ich könnte sie ringförmig um den Rumpf herum anbringen (bei Spruce steht da was von C-förmig). Das sollte dann passen, oder?

  • marcom schrieb:
    Hmm tatsächlich hatte ich schon mal den Fall, dass TX mitten beim Senden erloschen ist - bisher war ich nur davon ausgegangen, dass ich die PTT Taste losgelassen hatte.

    Die Funkgeräte haben üblicherdings auch eine Sendezeitbegrenzung, ich meine so 60s rum, falls mal die Sendetaste unbemerkt klemmt und deswegen die Frequenz nicht bis in alle Ewigkeiten blockiert wird.

    Aber ja, wenn das bei deutlich kürzerem Senden passiert, kann das auf eine Sicherheitsabschaltung des überhitzten Senders hindeuten.

    Ich weiß nicht was mit "Kabel x-förmig verlegen" gemeint ist.

  • Aus der Anleitung, z.B. von Rami, aber auch bei anderen Herstellern gelesen:

    "Composite or Wood Aircraft - Create a “ground plane” on the

    inside of the aircraft skin by preparing two 1.2 m (48”) long, light

    gauge copper wires, perpendicular to each other and intersecting

    at their mid-point (forming an X). Strip away insulation at this

    intersection if using insulated wire. Locate this on the inside of

    the aircraft skin where the antenna will be mounted externally.

    Run the wires forward, aft and side to side along the inside wall

    and secure in place. Attach the (X) intersecting point to one of

    the antenna’s mounting bolts, making a good electrical

    connection. This is similar to a communications antenna you

    would see at a ground installation; a vertical radiator with four

    ground plane “radials” equally spaced around the base."

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