Ich habe noch eine Frage zur Eurer Kabelführung, wenn Ihr einen uralten Rotax im Einsatz habt (unsere alten Boxen hatten nur den einen 4-Pin-Stecker. Der Rest sind Einzelstecker).
Unser Kabelsatz kamen mit einem "Wald" an Masse-"Optionen" (Stecker/Augen etcpp). Ich habe nur die eine, für unseren Flieger passende Option angeschlossen und den Rest gesichert. Als Elektroniker sind mir "freie" Leitungen (also "Antennen" :-)) aber ein Graus. Wie seid Ihr mit diesen Leitungen umgegangen (auch gesichert/entfernt/"irgendwie" auf Masse gelegt)?
VG Thomas
Ich würde mich der Frage von Thomas mal anschließen. Die Verkabelung ist bis zu dem Montageort der "Alten" Zümdboxen geschirmt ausgefüht. Das ist sicher richtig da wir ja Funkgeräte und Empfänger an Bord haben. Die weiterführende Verkabelung der Neuen Zündboxen von Ignitech ist ungeschirmt. Manche haben die Boxen sogar hinter das Brandschott faste neben die Funkgeräte montiert. Hat denn jemand negative Auswirkungen auf die Funkqualität beobachtet?
Moin Thomas,
seit gut einem Jahr fliege ich die Ignitec-Boxen auf meiem 80 PS mit den 4 poligen Steckern.
Das freie Massekabel habe ich isoliert und gesichert. Es ist ja durchgeschleift mit der Ringösenmasse und
somit keine Antenne. Die Boxen sind in der C-42 hinterm Armaturenbrett und machen keine Probleme im Funk.
Der Motor läuft um Längen besser, als mit dem Rotax-Elektroschrott. Weicher und springt deutlich besser an. Ein Kollege fliegt sie seit vielen Jahren und hat sie im Motorraum am Brandschott montiert. Ohne Probleme und mit den gleichen Erfahrungen. Das Rotax an ihrem System, mit festem Zündzeitpunkt festhält, ist unverständlich, zumal es bei einigen Drehzahlen den Motor nur unnötig belastet.
Evtl. kann ja jemand die Vorteile daraus erläutern, falls es diese gibt.
Grüße
Edgar
Na ja Edgar,
das System Rotax hat auch Vorteile, wenn es richtig funktioniert, insbesondere für sicherheitstechnische Überlegungen. Das Ganze fällt und steht aber mit der Auswahl der in der Elektronik verbauten Bauelemente.
Der Hauptunterschied ist eben, dass es sich bei Rotax um ein passives System handelt, welche keine externe Energieversorgung der Steuerung benötigt. Bei Ignitech wird diese ja in der kleinen Zusatzbox entweder aus einer Spannung von den einer Spule der Zündung oder aus dem 12V Bordnetz (Je nachdem was angeschaltet ist) hergestellt. Fällt diese aus, geht die Zündungssteuerung nicht mehr.
Da diese Hilfsspannung bei Rotax nicht benötigt wird macht das die Zündung erst einmal von der rechnerischen Betrachtung sicherer und autonom.
Das es dennoch nicht gut funktioniert liegt an der Bauelementeauswahl und der schlechten Fertigungsqualität. Weiterhin ist der Montageort der Zündmodulewirklich nicht optimal um es vorsichtig zu sagen.
Nun mal zu den Bauelementen:
Die Hautausfallursache für Elektronik sind nicht etwa aktive Bauelemente wir Thyristoren oder Transitoren sonder in der Regel passive Bauelmente, insbesondere Kondesatoren und Spulen. Hier stechen insbesondere Elektrolytkondensatoren heraus. Die neigen dazu über die Jahre auszutrocken und verlieren damit ihren Kapazitätswert. Im Wesentlichen werden diese in 2 Temperaturklassen gefertigt. Einmal von -40-+85°C und einmal in -40-105°C. Weiterhin gibt es diese in Consumer Ausführung und in Militärausführungen mit erheblichen Qualitätsunterschieden. An diese Stelle gehören Mil Ausführungen mit-40-105°C hinein. Weiterhin dann gelackte Qualitätsplattinen (is nicht drin). Nun würde ich einen halben Hektar Streußelkuchen darauf verwetten das dort die billigen Ausführungen drin sind. :-)
Das mit dem statischen Umschalten des Zündzeitpunktes ist m.E. Kein Problem, da die Motoren ja eh ehr in einem statischen Betriebspunkt über 2000 U/min. betrieben werden. Bei welcher Drehzahl man das genau macht, wäre noch zu diskutieren. Wahrscheinlich ist aber, dass dies bei alten Boxen zu früh passiert (auch wieder durch R/C Kombinationnen bestimmt, bei denen die C′ trocken geworden sind).
Heuzutage gehört da eine richtige Zündhakensteuerung hin. Das baut aber keiner mehr für die alten Vergasermotoren ein (Entwicklungsaufwand). Es kommen dann Einspritzer rein, die bringen das eh mit.
Somit ist Ignitech soch eine gute Lösung des Problems.
Hallo Karsten.
Das die Zündung nicht mehr funktioniert, wenn die 12V ausfallen ist absolut falsch!!!
Diese 12V werden nur zum Anlassen verwendet, um den Zündfunken auch bei weniger Umdrehungen voll anliegen zu lassen.
Diese Option ist optional und muss nicht verwendet werden!
Gruß Frank
Hallo Frank,
Schön das Du meinen doch sehr langen und technischen Text gelesen hast.
Natürlich fallen die Boxen nicht aus, wenn die 12 Volt fehlen. Das hatte ich auch so nicht geschrieben. Sie werden dann von der Wechselspannung der Spule versorgt.
Der Text war eine Fehlerbetrachtung "Was wäre wenn" , und dann ist es nun mal so, dass das Konzept der Ducati Boxen ohne Prozessor auskommt, was diese erst mal von der Logik her Ausfallsicherer macht. Da es von der Hardware aber so Sch* umgesetzt ist, fallen die Dinger immer aus. Das wollte ich beschreiben.
Viele elektronische Grüße.
Karsten
Hallo in die Runde,
ich habe jetzt auch die Ignitech Zündboxen drin. Ich kann erst mal nur Gutes berichten. Nachdem ich mir den zusätzlichen Treiber für den USB/seriell Wandler installiert hatte, funktioniert der Zugriff auf die Boxen problemlos. Man kann wunderbar die einzelnen Eingänge prüfen und auch Einzelfunken auslösen. So habe ich ein kurzgeschlossenes Kabel eines der Kill-Switche gefunden. Bei mir war es mit der Schraube zur Befestigung der alten Zündboxen am Motor gequetscht. Man sieht durch den Einzelfunken sehr gut wie die Zündkreise verschaltet sind. Ich habe die oberen Kerzen herausgedreht und im Kerzenstecker danebengelegt. Man hört und sieht die Funken der oberen Kerzen und hört die der unteren im Zylinder knallen.
Nach 15 Jahren lief dieser Motor erstmals wieder.
Ich habe die IGNITRECH Boxen auf der Pilotenseite hinter das Brandschott montiert und führe die Kabel durch einen Durchbruch mit Gummie gepolstert auf die andere Seite zum Motor. Ich hatte die Kabel dazu einzeln markiert und aus den Steckern ausgepinnt, durchgesteckt und dann wieder eingepinnt. Es empfihlt sich die Module und Stecker richtig mit A und B zu markieren. Das erleichtert die Sache erheblich.
Positiv überrascht bin ich davon dass es keinerlei Störungen im Funk gibt.
Weiter gehts jetzt mit der Überarbeitung der Vergaser. Das wird sicher aufwendig.
Das klingt super interessant. Diese Funktion kenne ich noch nicht. Kannst du uns einen Screenshot machen und erklären wie es geht?
karsten33 schrieb:... hier wirst Du sicher fündig, wenn Du div. Anleitungen brauchst.
Weiter gehts jetzt mit der Überarbeitung der Vergaser. Das wird sicher aufwendig.
Viele Grüße
vom Bodenpersonal im Unruhestand
Ralf
Hallo Tom,
Einfach in derKarte Test auf Zündung 1 oder Zündung 2 drücken dann funkt es. Die 12 V müssen natürlich anliegen. Der Motor muss nicht drehen.

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