Maik schrieb:In einem Verein wird es hierzu kaum die perfekte Lösung für alle geben.
Wir überlegen im Verein...
Aber: gerade für Vereine rate ich zu Glas (zuzüglich der rudimentären Analoginstrumente wie Fahrt u. Höhe). Wie bereits von jemandem angeführt, wird ab 912 iS aufwärts ohnehin eine EMS benötigt.
Die Geräte zeichnen wesentlich mehr auf, als den meisten bewusst ist und manchmal ist es vereinsintern auch notwendig zu beweisen, wer - was - wann - wo mit Zelle und Motor veranstaltet hat. Genauso hilfreich kann dieser Nachweis z.B. im Garantiefall sein.
Glas mit EMS bieten zudem so gut wie immer die Möglichkeit, Schwellwerte einzustellen. Abweichungen werden dann visualisiert und sofern am Intercom aufgelegt, sogar akustisch ausgegeben. Allerdings würde ich dabei auf die beiden Marktführer(?) Dynon bzw. Garmin setzen weil der Support für Updates u. Ersatzteile erfahrungsgemäß länger besteht.
pepino schrieb:ich stehe mit beidem doof am Boden.
Ein undichter Fahrtmesser lässt sich aus meiner Sicht leichter ersetzen als ein Glascockpit was kaputt ist
Deswegen nimmt man hohe Qualifikationen oder Redundanz.
Und die Dampfuhren können nun mal nicht mit einem EMS oder eine EFIS mithalten.
Andreas_G schrieb:Grade im Verein eben NICHT!
Aber: gerade für Vereine rate ich zu Glas
Nur muss es gegen Verstellen geschützt sein.
Und das wichtigste ist ein gutes Loggerprotokoll. Nicht um Leute zu kontrollieren (obwohl es in Sonderfällen eine nicht so schlechte Sache für Nachweise ist).
Aber aufgetretene Incidents können eingestuft werden.
Motor hat überdreht: wie lange, wie weit: welche Überholung ist nötig.
Jemand ist anderem Verkehr mit Erschrecken ausgewichen: wie hoch war die Last?
Der Motor hat gestottert: was zeigen Temperaturen, fuel flow und Drehzahl: schnelleres finden des Problems
Das sind jetzt nur die drei Beispiele, die ich in den letzten jahren hatte, nichts ausgedacht.
Das ist im Verein noch unbezahlbarer als Privat…
Dr. Speed schrieb:vielleicht mal eine bessere Erziehung versuchen?
So jedesmal bei uns und egal in welchem Flieger.
Bei uns verdreht keiner was über head up/north up hinaus
Hi Maik,
"Glascockpit oder Uhrenladen?" ist für mich eine unzulässige Frage. Genauso wie die Frau zu ihrem Mann sagt: "Kauf mir den Diamantring oder liebst Du mich nicht mehr?". Reisserisch und unzulässig weil Beides seine Berechtigung hat und Beides realisiert werden sollte. Im UL sind die Uhren (Speed, Höhe, Drehzahl/MAP, Kraftstoff, Transponder, Funkgerät ...) für den schnellen Überblick. Navigation sollte so groß als möglich und kostengünstig sein, wegen der jährlichen Updates. Motorüberwachung wenn nötig - kann in einem Logger geschehen, dazu braucht es keine Anzeige. Gerade in der Schulung und als Anfänger braucht man die Uhren, Horizont sieht toll aus, habe auch einen, braucht aber unter VFR kein Mensch.
In einem Verein mit mehreren Maschinen hat man selten die gleiche Instrumentierung, das Umgewöhnen ist ein Sicherheitsfaktor. Das mit dem Verstellen mag in einigen Vereinen nicht vorkommen, ich kenne aber Piloten die das liebend gerne machen und sogar die FI um die Skills des Piloten zu testen. Völliger Unsinn, hat mit dem Fliegen nichts zu tun. Soll nur dem zu Überprüfenden zeigen wie überlegen der FI ist. Im Verein wird kaum einer soviel und sooft fliegen dass er alle Funktionen eines EFIS beherrscht. Ja es gibt solch Begnadete aber die Mehrheit ist es nicht, wenn doch dann bin ich die Ausnahme..
Für mich ist klar, Uhrenladen, großes Tablet mit Navisoftware und wenn nötig einen Datenlogger für die Motorvitalität. Sicher hast Du die Überschrift nicht so absolut gemeint wie ich sie kommentiert habe, hat ihren Zweck erfüllt.
Greetings von Einem der von Nichts ne Ahnung hat aber davon reichlich.
Flying Hood schrieb:Völlig korrekt. Im UL sind wir allerdings im Sportbereich und das gibt es einfach zu viele "die die Weisheit mit dem Löffel gefressen haben" - Duning-Kruger vom Feinsten. Deswegen im UL = So Simpel Wie Möglich, Basics in Uhren.
Beides seine Berechtigung hat
Ja, und gerade in Vereinen. Bei Glas kann man viel herumfrickeln und ganz viele tun das, ohne genau zu wissen was sie da tun und im Verein = NoGo. Deswegen finde ich gerade im Verein für die Betriebssicherheit den Uhrenladen und jeder mit seinem eigenen Tablet die beste Lösung.
ich denke ich habe die passende Lösung gefunden.
In der Mitte habe ich eine der großen Uhren ersetzt durch ein AV Map Ultra
https://www.pilot-shop-24.de/SUPER-DEALs/ULTRA-EFIS-von-AvMap::2336.html
(gibt auch andere vergleichbare Hersteller)
und die Uhren zusätzlich behalten. Einfach eine der großen Uhren rausnehmen und das AV Map Ultra in das Loch einsetzen.
War in wenigen Minuten erledigt.
Jetzt habe ich einen künstlichen Horizont, alle Daten digital, kann mir einen Bug für den Kurs einstellen
und IFR fliegen (Scherz)
So eine Lösung geht auch für Vereine.
Die Navigation mach ich mit SD über das Ipad . DAs hat den Vorteil, das wenn das Navi System von der HArdware veraltet, kauf ich einfach ein neues Ipad oder Tablett. Auch habe ich weiteren Vorteil das SD Navi Software zum gleichen Preis auch auf meinem Handy läuft und ich somit schon mal ein zweites Navis system an Board habe.
Mein altes Garmin 465 mit platzrundenmodul habe ich auch noch drin . Also genug Redundanz.
Meine Lösung ist top aktuell, flexibel und bezahlbar.
PAsst für mich.
LG Peter
Ein ausgefallener Fahrtmesser würde mich jetzt nicht an einem Rückflug mit meiner Maschine abschrecken, wesentliche, ausgefallene Motordaten aber schon. Ist natürlich alles Ansichtssache.
Hi,
schon mal vielen Dank an alle dür die zahlreichen informativen Beiträge.
:-)
Grüße
Maik
OkeP schrieb:
Bei Glas kann man viel herumfrickeln
Jedes vernünftige Glas-Zeug ist gegen Verstellung der vitalen Dinge schützbar.
Sonst dürfte es schon gar nicht in Flugzeugen eingebaut werden (zB wegen Anwender Änderung der Betriebsgrenzen)
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