Rotax 912 ULS Schütteln nach Anlassen

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Chris_EDNC schrieb:
    Kannst davon vielleicht mal ein Video machen?
    Müsste ich demnächst mal machen. Es klingt so als würde der Motor für einige Umdrehung zünden und dann ein paar Umdrehungen gar nicht zünden. Das ganze immer im Wechsel. Jedesmal wenn er dann wieder "zündet" ruckt es natürlich wieder. Gefühlt würde ich sagen Wechsel zwischen Zünden und nicht zünden so ca 1 Hz. 
  • Und warum beunruhigt dich das nun? Warum willst/erwartest du einen sauber laufenden Motor mit gezogenem Choke? 


    Chris

  • Chris_EDNC schrieb:
    Und warum beunruhigt dich das nun? Warum willst/erwartest du einen sauber laufenden Motor mit gezogenem Choke? 
    Wie schon beschrieben: Weil alle anderen Rotaxe die ich kenne auch mit gezogenem Choke sauber laufen, nur meiner nicht. Daher vermutetet ich dass da was nichts stimmt.
  • Was daran liegen könnte, dass bei dir der Choke sauber funktioniert, bei den anderen aber nicht ;)
    Ich probiere es bei mir mal aus und ziehe ihn bei warmem Motor (auf die Idee bin ich bisher noch nie gekommen...).


    Chris

  • Chris_EDNC schrieb:
    Was daran liegen könnte, dass bei dir der Choke sauber funktioniert, bei den anderen aber nicht ;)
    Ich probiere es bei mir mal aus und ziehe ihn bei warmem Motor (auf die Idee bin ich bisher noch nie gekommen...).
    War gerade draußen am Platz und hab an unserer Vereins-Katana den Ducati Spannungregler getauscht. Danach Testlauf gemacht. Aussentemperatur knapp über Null. Springt mit voll gezogenem Choke an und läuft sauber und ruhig. Hab den Choke dann beim Warumlaufen lassen innerhalb von 1-2 Minuten langsam Stück für Stück rein geschoben. Ohne Schütteln. So kenne ich das normalerweise bei den Rotaxen ;-)
  • Hallo Michael,

    war heute auch auf dem Platz, Temperatur leicht über 0 Grad Celsius.

    Choke gezogen, kein Gas, Starterknopf gedrückt - Motor hustet los (so ist das halt wenn er sehr kalt ist). Dann Gas ein klein wenig rein nachdem der Sprung des Startmodul (Softstart) gekommen ist und zeitgleich langsam den Choke wieder rein. In den nächsten Minuen läuft der Motor nicht so seidenweich wie sonst. Im Sommer beim Erstart weniger Schütteln, im Winter etwas mehr aber immer mit abnehmender Tendenz, am Bahnanfang beim Start läuft er dann einwandfrei, sonst hebe ich nicht ab..

    Der ganze Motorstartvorgang dauerte ca. 5 Sekunden (weil es eben kalt war). An meinem Chokeknopf muss ich ziemlich stark ziehen, die Rückzugsfedern würden den Choke sofort wieder schließen. Das ist, was ich bei deiner Schilderung bezüglich dem Choke nicht verstehe.

    Zum Einen ist der Choke für mich eine Starthilfe, also wenn der Motor läuft dann Choke rein und zwar sobald als möglich. Also nur wenige Sekunden. Das lässt sich bei meinem Flieger sowieso nicht anders machen, ich kann doch nicht minutenlang gegen die Federkraft ziehen.

    Eine Chokebedienung, wie du sie schilderst, kenne ich nur von der PA 28, da kann man den Choke rausziehen, der bleibt stehen und wenn man ihn nicht ordentlich wieder reindrückt und verriegelt, fliegt man mit einer Auspufffahne. 

    Wie kann man 1 bis 2 Minuten beim Warmlaufen den Choke ziehen? Wie oben geschrieben ist mein Startvorgang - und die Chokebedienung - eine Sache von Sekunden, zum Warmlaufen lassen setze ich halt das Gas entsprechend. Das überfettete Gemisch würde doch die Kerzen verrußen, zumindest am Anfang solange noch alles kalt ist.

    Hab ihr keine Rückzugsfeder am Choke des Bing, die den Choke sowieso schließen will? Ist der Choke leichtgängig, auf beiden Seiten ? Mache ich was falsch beim Motorstart und Chokebedienung?

    Greetings

  • Flying Hood schrieb:

    Eine Chokebedienung, wie du sie schilderst, kenne ich nur von der PA 28, da kann man den Choke rausziehen, der bleibt stehen und wenn man ihn nicht ordentlich wieder reindrückt und verriegelt, fliegt man mit einer Auspufffahne. 

    Wie kann man 1 bis 2 Minuten beim Warmlaufen den Choke ziehen? Wie oben geschrieben ist mein Startvorgang - und die Chokebedienung - eine Sache von Sekunden, zum Warmlaufen lassen setze ich halt das Gas entsprechend.

    Das ist in der Tat seltsam. Nein, bei der Katana (und auch bei der Dimona und beim Falken) bleibt der Choke gezogen wenn man ihn nicht aktiv wieder rein schiebt. Genau so bei meiner Z602. Den muss ich nicht gezogen halten. Ich bin sogar früher mal den Falken versehentlich mit gezogenem Choke gestartet. Hatte mich über etwas weniger Steigleistung gewundert aber es ging. PA28 bin ich noch nicht geflogen (pass ich nicht rein). Aber die Lycomings  (C172 und DR400) die ich fliege haben gar keinen Choke. Die haben einen Primer der ein paar mal betätigt wird (oder mit dem Gashebel pumpen). Was für ein Motor habt ihr denn in der PA28?
  • Hallo Michael,

    ja unsere 161 hat keinen Choke sondern einen Primer. Es geht hier erstmal um Begriffe.

    Ein Choke in seiner ursprünglichen Bedeutung (alter Motoren/Vergaserbau) ist eine Luftverengung die durch geringeren Druck mehr Kraftstoff ansaugt.

    Ein Primer hat im Prinzip 2 Funktionen, zum Einen pumpt man Kraftstoff in den Ansaugtrakt, also nach dem Vergaser und zum Anderen wird dort Kraftstoff weiter zugeführt wenn der Motor läuft und der Primer nicht verriegelt ist - letztendlich eine Kraftstoffanreicherung. Ist mir schon mal passiert.

    Der Rotax/Bing 64 hat keinen Choke in der wahren Wortbedeutung sondern einen zusätzlichen Startvergaser, hier wird schon im Vergaser zusätzlich Kraftstoff zugegeben. Also auch eine Kraftstoffanreicherung, aber nicht durch Luftverengung bewirkt.

    Technisch sind die Verfahren zwar verschieden, funktional jedoch sehr ähnlich. In Beiden Fällen wird manchmal der Begriff Choke verwendet obwohl der Begriff im engeren Sinne bei Beiden nicht zutreffend ist.

    Bleiben wir aber beim Rotax, so reden wir vom Startvergaser. Die Rückzugsfeder des Startvergasers ist eine Failsave Einrichtung. Bei zertifizierten Flugzeugen darf sie nicht entfernt werden, auch bei UL nicht empfehlenswert. Damit ist immer gegen die Rückzugsfedern eine Kraft aufzuwenden um den Startvergaser zu öffnen. Das ist, was ich bei deinen Schilderungen nicht verstehe. Habt ihr die Federn ausgehängt oder was ist das für ein Bedienmechanismus der den Startvergaser trotz Rückzugsfeder offen lässt?

    Und weil mein Bedienknopf ein einfaches Seil ist das gegen die Federkraft selbst wieder hineigezogen wird, kann ich gar nicht ohne meinen Willen oder Wissen mit Choke (Verzeihung Startvergaser) fliegen.

    Greetings

  • Flying Hood schrieb:
    Und weil mein Bedienknopf ein einfaches Seil ist das gegen die Federkraft selbst wieder hineigezogen wird, kann ich gar nicht ohne meinen Willen oder Wissen mit Choke (Verzeihung Startvergaser) fliegen.
    Exakt so isses bei der von mir geflogenen CH601XL auch...
  • ... was mich an den Chokezügen total nervt sind bei manchen Fliegern die verbauten Stahldrähte.
    Keine anständigen, dünnen Seilzüge, sondern lange, dünne Edelstahlstangen im Bowdenzug.

    Dabei wäre es so einfach, einen  arretierbaren Zug aus dem Mororradbereich zu nehmen, den mit einem Seilzugverteiler zu splitten und zu den Vergasern zu führen. Dabei ist es um so besser, wenn diese möglichst dünn und leichtgängig wären, da der Kraftaufwand für die Chokebedienung sehr gering ist.

    Leider gibt es LFZ-Hersteller, die meinen, man müsse mit einem Stahldraht den Choke mit Kraft in seine Nulllage bringen. Ein furchtbarer Denkfehler.

    Bei den meisten Gaszügen bekomme ich auch einen Würgreiz. Zumal, wenn man bedenkt, dass die Zugkraft um die Drosselklappe zu betätigen bei ca. 600g liegt.

    ... boooaaahhh, mir wird beim Schreiben schon schlecht....

    Viele Grüße
    vom Bodenpersonal im Unruhestand
    Ralf

    Nachtrag:
    der Chokezug sollte schon am Knopf einstellbar sein, sodass man ihn wahlweise schwer- oder leichtgängig einstellen kann.

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