sne schrieb: Kann man ihn trotzdem nach Abziehen des Getriebes wechseln?
... die Nut für den O-Ring ist im Aludeckel. Der O-Ring ist leicht auszuwechseln. Im Bereich der Gehäusetrennfuge etwas Dichtmasse (LOCTITE 5910) verwenden.
Was ist denn das für grünes Zeug auf der Getriebedichtfläche ??? Da gehört nur LOCTITE 5910 Gehäusedichtmasse hin !
Wahnsinn... ...wenn die zwei Getriebehälften mit dem empfohlenen Loctite nicht dicht zu kriegen sind, sind sie wohl verzogen - und das würde mir bei einem Alu-Bauteil, über das die gesamte Motorleistung plus Propellervibration geht, bei jedem Flug Bauchschmerzen machen... Aber immer wieder gut sowas hier mitzulesen, das bestätigt mein Gefühl ungern in anderen ULs mitfliegen zu wollen.
Die Kontaktfläche eines anderen Getriebes welches weder mit Loctite noch mit o.g. Flächendichtung geschlossen werden konnte bekam eine ′custom made′ Papierdichtung.
Der maximale Klebespalt bei LOCTITE 5910 wird mit 1 mm angegeben. Da muss ich mich tatsächlich fragen, wofür dann noch eine Papierdichtung angefertigt wird, zumal die konstruktiv nicht vorgesehen ist.
Wenn es hier um eine abzudichtende Ölwanne ginge, die einfach nur den Sinn eines unbelasteten Deckels, der dicht sein muss hat, könnte man sagen: Alles was ölfest, spritfest, temperaturfest, langzeitbeständig ist, kann man nehmen. Hauptsache dicht.
Das ist halt bei der vorderen Getriebeglocke etwas anders:
An dieser vorderen Glockenhälfte (einzig und allein!) hängt der Prop mit all seinem Vorwärtsdrang, Drehmoment und all seinen Seitwärtsvibrationen. Diese Glockenhälfte will beim Gasgeben einfach nur mit dem Prop weg vom Flieger. Das Einzige was die vordere Glocke an der hintern Glocke hält ist der Anpressdruck der zwei Glockenhälften aneinander, denn Scherkräfte können die 8 popeligen Verbindungsschrauben gar nicht ab - Schrauben können nur Zugkräfte.
Ob eine "rutschige" Papierdichtung auf Dauer den benötigten Anpressdruck der beiden Glockenhälften bieten kann, testet dein Bekannter ja gerade unter Einsatz seines Lebens... Ich persönlich vertraue da eher dem Computersimulationsnachweis und dem Nachweis der Flugerprobung von Rotax und dem Dichtmittel, das sie dafür verwendet haben.
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