Umstieg Echo Klasse > UL - Empfehlungen Flieger

Forum - Technik & Flugzeuge
  • Das Schöne ist an der Fliegerei das es für jede Anforderung und auch Geldbeutel den passenden Flieger gibt.

    Nachdem ich meinen Schein auf einer 172 machen wollte und dort vor 13 Jahre 240 Euro für die Stunde aufgerufen wurde bin ich bei UL gelandet und mit meiner eigenen C 42 b erst 80 Ps und dann 100 PS super zufrieden. Ich fliege all die Jahre regemäßig 100 Std p.a. und das durch halb Europa. 

     Die erste C 42 hat 35 000€ gekostet, habe ca 6000€ reingesteckt 650 Std drauf geflogen und zum selben Preis verkauft. Jetzt habe ich eine C 42 mit 100 PS und für 39 000 gekauft und weitere 650 Std geflogen. Die würde ich auch zum gleichen Preis in wenigen Minuten wieder verkauft bekommen. Natürlich gab es auch Reparaturen und da war dann auch mal ein neues Funkgerät oder auch ein neuer Tank dabei. Aber alles bezahlbar.

    Einen Super Renner brauch ich nicht. Anfänglich war die Frau noch dabei, jetzt fliege ich fast immer alleine (oder mit Formation). Bei Auslandflügen sitze ich dann eben 2 Stunden länger oder habe eben eine Zwischenlandung mehr zum tanken .So what. Auch der Flug an sich ist ein Erlebnis. Platz genug im Flieger ist auch da sogar ein ordentliches Klappfahrad und Zeltausrüstung kommt manchmal mit. Wichtig die Heizung funktioniert gut. Steigleistung ebenfalls für die Alpen und gutmütig ist sie auch.

    Hinzu kommt das auch die Versicherung ist billiger als wenn ich einen 300 000 Euro Flieger bewege. Eigentlich kann man auch Vollkasko sparen.

    Ich lege halt bei meinem Hobbyprofil Wert darauf das ich viel, weit und flexibel in die Luft komme ohne das mich der Flieger finanziell überlastet. Man hat ja auch noch weitere Hobbys. Auch wollte ich keine HG. Eben was Eigenes.

    Gespartes Geld geht als Benzin durch den Rotax.

    Das was ich in den letzten 13 Jahren fliegerisch erfahren, erlebt und erkundet habe war sensationell.  Viele träumen, ich habe es erlebt. Landung in Düsseldorf, Sylt , FFM Hahn, Venedig, Karlsbad, alle Deutschen Inseln, Balaton/ Budapest, Dänemark , Polen bis fast Kaliningrad, Texel, Frankreich GAP  und natürlich in Deutschland zu vielen Flieger Events. Ich war dort. Kann mir keiner mehr nehmen.

    Hier letztes Beispiel: https://www.youtube.com/watch?v=Yara8q_pTrY&t=99s

    Klar hätte auch gerne einen Super Renner. Am Liebsten die Cirrus. Aber jeder hat ja andere Erwartungen an das Hobby und auch finanzielle Möglichkeiten.

    Für mich war eher bisschen Bescheidenheit aber dabei sein das Richtige.

    Mal so meine Überlegungen.

    Peter

  • Bei mir ist es genauso wie bei Quax, ich hatte mir damals ordentlich was an die Seite gelegt und wollte erst einen tollen Flieger mit allem Schnickschnack kaufen und bin durch Zufall an meine Postkutsche gekommen, nun fliege ich sie seit 10 Jahren und habe es nie bereut, das was ich damit alles schon erlebt und den Spaß den ich damit habe und sie hat mich noch nie im Stich gelassen und das für kleines Geld.

    Stefan 

  • Umsteigen Echo/UL und dann das passende Flugzeug zu finden… einen Tipp oder gar eine Empfehlung abzugeben ist sehr schwer. Ich mache das wie die Vorschreiber und Berichte über eigene Erfahrungen. Vor 9 Jahren nach paar Schnupperflügen entschied ich mich für das UL. Aus unterschiedlichen Gründen habe ich nach dem Scheinerhalt gechartert. Seit diesen Jahr bin ich Rentner, ziehe um 15 min von einem Flugplatz, klar eigener Flieger muss her. Mein Budget war +/- 70t. In dieser Preisklasse gabs einige Angebote. Ich entschied  mich für die C42B. Ich fand eine gute gebrauchte für etwas über 30t… paar Monate und ca 35 t später habe ich so gut wie einen neuen Flieger. Aufgelastet auf 540 kg, komplett neu bespannt, neu lackiert, neues Cockpit und, und, und… Klar eine VL3 oder vergleichbares sind tolle Flieger aber für das gespartes Geld freue ich mich noch mehr auf noch mehr viele schöne Flugstunden und Flugreisen und das geht auch ohne Nachtflug, Autopilot, IFR etc.

  • ronnski schrieb:
    und es gibt Modelle mit Wertsteigerung (z.B. WT9).
    Bei den Preisentwicklungen ist die Zukunft eine Glaskugel. Der Markt folgt Angebot und Nachfrage. Die letzten 10 Jahre waren die Zinsen niedrig, sei es dass der Flieger finanziert war, sei es dass der Kredit auf′s Haus günstig ist. Immobilienpreise sind explodiert, da gab es die ein oder andere Erbschaft. Der ein oder andere Gewerbebetrieb war bombig gelaufen, der Freiberufler hatte gute Auftragslage. Ich würde mich niemals darauf verlassen, dass das auch in der Zukunft so aussieht. Der Markt für Flugzeuge ist sehr klein, wenn da die Nachfrage fehlt kann′s auch entsprechend runter gehen. Aktuell ist er halt einfach invers zu den Zinsen gefolgt.

    Die Frage ist auch: Wieso wollen die Leute unbedingt einen 915 fliegen? Der verbraucht doch deutlich mehr, ist extrem teuer und ist auch nicht so viel schneller als ein 912(i)S. Und Deutschland ist auch nicht Colorado wo man unbedingt einen Turbo braucht.

  • Hatte erst 2 Jahre eine Pioneer 200 u zum Einkaufspreis wieder verkauft.

    Dann vor dem Krieg eine Pioneer 300 bestellt u im Mai bekommen u aktuell kostet die ca 15k mehr.

    Mit 912 240 kmh Reise, 600 kg, 100 Liter Tank u absolut gutmütig u ausgereift.

    Ist für mich pers. der super Reiseflieger.

    Nacht VFR brauch ich zb nicht, weil Nachts kaum Plätze offen sind u alle kleineren sowieso nicht.

    Autopilot hatte ich früher mal in einer Remos u das war ganz angenehm. 

    Jetzt habe ich Querrudertrimmung u ordentlich ausgetrimmt im Reiseflug habe ich auch so die Hände mal frei.

    Denk es gibt für jeden einen optimalen Flieger, würd einfach mal ausprobieren...

    Cu

    Markus

  • Echo Klasse ist bei mir gleich wegen den Kosten rausgefallen, 30 bis 40l für ca. 270km die Stunde, nee. Und dann die alten Kisten, wo’s überall bisschen tropft. Bei uns in der Halle passen UL grad so rein mit der Höhe, E wohl kaum. Nachtflug braucht der normale VFR Pilot wohl nicht - wenn ich im Sommer 6:30 starten darf, da hat kaum was auf auf Strecke, da kann ich eh nur nach Kolberg Bagic oder Pilsen oder nen Fernflug machen.

  • Hallo,

    Ich kann das mit der C42 nur unterstützen. Ich habe meine Lizenz vor 2 Jahren gemacht und dann erst einmal 47T€ in eine C42 mit Vollausstattung und nur 400h investiert. Mit der bin ich jetzt 200h in 2 Jahren geflogen, habe viel gelernt und erfahren. Die Maschine ist ein ehrlicher und treuer Begleiter gerade für Anfänger und bestimmt auch für viele, die die Welt erkunden wollen. Man muss sich halt etwas Zeit nehmen beim Fliegen, hat aber auch mehr Zeit zum Genießen :-) Das gilt aus meiner Sicht aber genauso für Maschinen wie eine FK9, Aeroprakt usw.

    Ich werde jetzt aber trotzdem ein Projekt mit einem UL aus der "Performance"-Kategorie in Angriff nehmen. Ich mags dann doch ein wenig schneller und nutze die Maschine auch geschäftlich mehr und mehr.

    Michael

  • Klar,

    jeder der nur in EU maximal doppelsitzig fliegt, der ein 600kg UL zur Verfügung hat
    ( oder wo beide Leute nur 65 kg wiegen )  und wer nie z.B. VFR-N oder
    Kunstflug machen möchte ... der wär doch "behämmert" :) wenn er mehr als UL Schein macht.
    Mehrkosten und Aufweand für "nix"

    Bei mir waren aber alle diese Gründe gegeben ,
    also habe ich vor vielen Jahren auch noch den PPL A nachgeschoben.

  • Higgy schrieb:
    jeder der nur in EU maximal doppelsitzig fliegt, der ein 600kg UL zur Verfügung hat
    ( oder wo beide Leute nur 65 kg wiegen )  und wer nie z.B. VFR-N oder
    Kunstflug machen möchte ... der wär doch "behämmert" :) wenn er mehr als UL Schein macht.
    Mehrkosten und Aufweand für "nix"
    Naja, 600kg in der EU grenzüberschreitend fliegen funktioniert im Moment nur weil sich kein A* an die grenzpolizeilichen Gesetze hält und wir hier in der UL Szene immer wieder erleben mit Halbwissen "einfach mal machen" zu können. Irgendwann kommt dann halt die Überraschung wie Dänemark zu Pandemiezeiten, oder die Schweizer die einfach mal zu machen, weil sie die Nase voll haben.
  • Lass mich raten OkeP, du fliegst eine 472,5 kg Kiste ohne Möglichkeit einer Auflastung.

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