Bananenbieger schrieb:Jein. Es gibt immer einen psychologischen Effekt, der nicht zu vernachlässigen ist. Zudem differenziert ein Unternehmer auch immer zwischen den durchschnittlichen Kosten und den Marginalkosten. Am Ende muss ein Unternehmer bei jedem Auftrag rechnen ob die Marginalkosten gedeckt sind, und wie viel Überschuss der Auftrag zur Deckung der Fixkosten beiträgt. Der eigene Flieger ist dann ungünstig, wenn man wegen den Marginalkosten so weit knausert dass man wenig fliegt und die Durschschnittskosten teurer als beim Chartern sind. Er ist dann günstig, wenn man wegen der niedrigen Marginalkosten mehr fliegt, und die Durchschnittskosten am Ende niedriger als beim Chartern sind.
Ich meine das nicht böse, aber sowas nennt man dann aber eher "schönrechnen".Ich kann auch 14.000€ dem Vercharterer überweisen und das als "Bereitstellung" sehen. Dann kosten die nächsten 100 Stunden nur noch die Landegebühren...
Daher sollte man sich schon objektiv die Vollkosten vor Augen führen. Dann ist oftmals der eigene Flieger oder der Verein gar nicht mehr so günstig.
Auch haut die reine Rechnung mit den Betriebsstunden dann nicht mehr hin, wenn Du nicht nur Tagestouren sondern längere Reisen planst. Dann musst Du bei Vercharterern die Mindeststunden pro Tag/Woche rechnen.
Dazu muss man an beiden Seiten noch convenience und Verwaltungsaufwand rechnen. Der eigene Flieger ist Stress und Arbeit, steht aber auch 100% flexibel und ohne Papierkram zur Verfügung.