Welches UL passt zu mir?

Forum - Technik & Flugzeuge
  • volkerk schrieb:
    MTOW von 525 kg eine Zuladung von 235 kg...
    Vielen Dank, jetzt hatten wir uns überschnitten. Leider passt 100kg pro Sitz nicht. Meine Zusammensetzung: 110kg+90kg brauche ich für die beiden Sitze, Rest für Sprit und was man so mitnimmt. Sprit sollte für gut 350 km und gut Reserve (möchte nicht an falscher Stelle sparen) tankbar sein. Ein paar Kilo für neue Unterhose und Zahnbürste…
  • Hias schrieb:
    Kann mir aber schlecht vorstellen, dass ein UL über 100k so wenig Wertverlust hat, dass ich mit den übrigen laufenden Kosten unter 140€/h komme. 
    Also die aktuell im Verkauf befindlichen Dynamics haben wohl ziemlich sicher neu weniger gekostet, als sie jetzt gebraucht dafür bekommen.

    Allgemein sind Flugzeuge einer gewissen Qualität ziemlich wertstabil, sodass man bei Verkauf ungefähr wiederbekommt was man bezahlt hat, abzüglich Abnutzung. Sehr oft halt sogar besser.

    Ich kenne nur sehr wenige Muster oder sehr wenige, sehr abgerockte Flugzeuge bei denen das nicht zutraf.

    volkerk schrieb:
    Wobei max. 100 kg per Sitz beachten...
    Ein UL nach LTFUL-2019 hat mindestens 110kg pro Sitz, das muss jeder einzelne Sitz können.

    Bei doppelsitzigem Betrieb müssen gesamt mindestens 200kg Zuladung in die Bilanz passen.

    110+90kg wird also auf jedem Fall funktionieren mit einem aufgelasteten UL.

  • Schau dir mal den Sky-Ranger an. Gibt′s in D zwar recht selten, aber der kommt deinen Vorstellungen schon recht nah.

    Der ist gutmütig und mit 130 - 160 Reise zwar nicht der Schnellste, aber solide gebaut und gibt′s gebraucht in einem ordentlichen Zustand so um die 30 - 35k. Auflastbar ist er inzwischen auch, in England fliegen schon recht viele davon. Der Aufwand dafür ist überschaubar und liegt bei etwa 10k. Von Hause aus ist er sowieso schon mit 540KG gerechnet. Der günstige Kaufpreis liegt hauptsächlich darin begründet, dass der Flieger neu  schon ab knapp 50k zu haben ist. Schau mal auf die Seite volksflugzeug.eu .

    Ich fliege einen seit Jahren und bin damit sehr zufrieden. Ist vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber er ist zuverlässig, robust und wertstabil.

    Tom

  • Vielen lieben Dank für die Feedbacks.

    Die Gebrauchtpreise sind derzeit bei den Verkaufsplattformen hoch, das stimmt. Ob die hohen Preise auch immer realisiert werden können, weiß ich nicht. Wär mir auch nicht sicher ob die Preisentwicklung so bleibt. Flüssiges Geld kostet wieder was, 0-Zinspolitik ist vorbei, einige werden vielleicht auch finanzierte Flieger wieder abstoßen wenn die Zinsbindung ausläuft und die Anschlussfinanzierung zu teuer wird…Leute mit eigenem Kapital werden den Zinsverlust bei Ankauf eines Flugzeugs (wieder) mit einrechnen und den Preis drücken. Leute mit Spitzeneinkommen oder gefühlt unbegrenzten Vermögen werden einfach neu kaufen, weil Geld egal ist und am wenigsten Stress. Aber kann heute keiner genau sagen, alles im Umbruch. Auch deswegen hätte ich mir eben die Grenze bei ca 50k gesetzt. 

    Ich kenne die Skyranger in echt nicht. Werd ich mir gerne mal ansehen. Am ersten Blick schreckt mich jedoch der Begriff „Bausatz“ und die niedrige Reisegeschwindigkeit ab (möchte oft über die Alpen nach Süden) und die Tatsache, dass ich mit 35k Ankauf und 10k Auflastung (das sind 30% des Ankaufspreises!!) schon nahe Neupreis liege…aber bin um jeden Tipp dankbar!! 

  • Hias schrieb:
    Die Gebrauchtpreise sind derzeit bei den Verkaufsplattformen hoch, das stimmt. Ob die hohen Preise auch immer realisiert werden können, weiß ich nicht.
    Auch wenn die ausgepreisten Zahlen nicht ganz erreichbar sind, bleibt trotzdem der Preis stabil bis besser. Gerade ein Flugzeug für den genannten Preis gekauft, während ein anderes - leicht anderes Muster - sogar 10% über dem Anzeigenpreis weggegangen ist. Bieterverfahren bei mehreren Interessenten kommen durchaus vor...

    Die Flugzeuge an denen ich Anteile habe sind alle am Markt deutlich mehr Wert als ich bezahlt habe.

    Die Annahme, dass Du ein brauchbar gepflegtes Flugzeug für den Preis abzüglich Motorstunden verkaufst, ist seit Jahren abgesichert. Nur selten fallen Flugzeuge da raus, falls sie einen sehr schlechten Ruf haben. Das kann man sich ggf. aber auch zum Vorteil machen...

  • Steffen_E schrieb:
    Die Flugzeuge an denen ich Anteile habe sind alle am Markt deutlich mehr Wert als ich bezahlt habe.
    Dank Dir für deine Meinung. Lass mich da gerne eines besseren belehren. Bei welchen Mustern siehst du Potential nach oben bei der Wertentwicklung? Welche haben einen schlechten Ruf (und warum?)? Hab da wenig Erfahrung, schlechten Überblick und bin deswegen vorsichtig, aber nicht abgeschreckt. 

    Mir gehts vorrangig um die wirtschaftliche Betrachtung, was kostet mich die Stunde effektiv, gehts wesentlich günstiger als 140€/h Charter?
    Wenn ich mal 100h / Jahr rechne (wenn ich öfter ein paar Tage nach Süden will, werden ca soviele Stunden -auch aufgrund Standzeiten- zu bezahlen sein), sind das 14.000,00 € / Jahr. 
  • Hias schrieb:
    Bei welchen Mustern siehst du Potential nach oben bei der Wertentwicklung? Welche haben einen schlechten Ruf (und warum?)?
    Was sich nach oben entwickelt, ist schwierig zu sagen. Segelflugzeuge allgemein sind in den letzten 5 Jahren gebraucht um ca. 20% teurer geworden.

    Eine mir bekannte ca. 15 Jahre alte Dynamic mit ca. 1000h ist für 10% mehr als Kauf weggegangen, rechnet man die Motorabnutzung ein, sind das ca. 25% Gewinn...

    Allgemein kannst Du sagen, dass Faser-Flugzeuge und klassischer Metallbau ganz gut da liegen. Die Aluminiumkonstruktionen kann ich schwer einschätzen (C42), dürfte sehr am Pflegezustand liegen.

    Böse erwischt hat es Smaragd, ganz schlechter Ruf nach ein paar Unfällen. Sie hatten ein paar fette Mängel im Produkt, die nach Bereinigung ein schönes Flugzeug ergaben, aber das war ziemlich durch.

    Allgemein ist es ein sehr emotionaler Markt. Es sind halt Spielzeuge die man sich gönnt.

    Mir gehts vorrangig um die wirtschaftliche Betrachtung, was kostet mich die Stunde effektiv, gehts wesentlich günstiger als 140€/h Charter?

    klar geht das, aber die Frage ist auch immer wie ich rechne.

    ich rechne für mich selbst die ganzen Fixkosten (Halle, Versicherung, Jahresnachprüfung) als Bereitstellung. Dann muss ich nicht dne Flugstundenpreis abhängig von den geflogenen Stunden machen und die zusätzliche Flugstunde fühlt sich günstig an.

    Da sind dann 60-80€ durchaus machbare Sachen. Kann man nicht selber qualifiziert schrauben, geht das beliebig schnell in andere Richtungen und die 140€ passieren einem auch schon mal mit einem eigenen Gerät...

  • Hallo, rechne doch ganz grob 1200 € für die Versicherung, 2000 € Hangermiete, 1000 € 100 Std. Kontrolle/ Jahresnachprüfung, 500€ Schirmpacken/ Rakete, 3000€ Sprit, 10€ je Flugstunde für Motorteile weil immer irgendwas kaputtgeht und Rotaxteile teuer sind= 1000€/Jahr. Das sind dann schon 8700€ ohne das Du irgendwas zum Kaufpreis oder Abschreibung berücksichtigst. Bei einem Flieger der schon einige Jahre in der Luft ist kommen auch immer noch Kosten für irgendwas dazu das Kaputtgeht. Die Erfahrungen zeigt auch das Du wahrscheinlich nicht jedes Jahr 100 Std. fliegst und die Fixkosten dann auf weniger Std. aufgeteilt werden. Wenn Du mal alle Kosten für 5 Jahre ehrlich zusammen rechnest und durch die Std teilst wirst Du bestimmt nicht wesentlich preiswerter dabei abschneiden. Dem gegenüber steht natürlich die immer gegebene Verfügbarkeit, der unglaubliche Spaß am Fliegen und die Freiheit die man damit genießt

  • "90+110" ist nicht nur wenig ultraleicht, sondern vielleicht auch etwas größer und breiter...?

    Unabhängig von der Papierlage würde ich auch ein/aussteigen und probesitzen empfehlen. Da scheidet dann bestimmt auch der ein oder andere Flieger aus.

    LAPL/PPL und eine gebrauchte ECHO keine Alternative?

    Gruss,

    Jürgen

  • Steffen_E schrieb:

    klar geht das, aber die Frage ist auch immer wie ich rechne.

    ich rechne für mich selbst die ganzen Fixkosten (Halle, Versicherung, Jahresnachprüfung) als Bereitstellung. Dann muss ich nicht dne Flugstundenpreis abhängig von den geflogenen Stunden machen und die zusätzliche Flugstunde fühlt sich günstig an.

    Ich meine das nicht böse, aber sowas nennt man dann aber eher "schönrechnen".

    Ich kann auch 14.000€ dem Vercharterer überweisen und das als "Bereitstellung" sehen. Dann kosten die nächsten 100 Stunden nur noch die Landegebühren...

    Daher sollte man sich schon objektiv die Vollkosten vor Augen führen. Dann ist oftmals der eigene Flieger oder der Verein gar nicht mehr so günstig.

    Man kann ja immer noch für sich selbst entscheiden, ob einem der eigene Flieger Betrag X wert ist.

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