Ich habe meine UL-Lizenz 1983 bei der UL-Flugschule Kirchner im Lützellinden erworben, die kurze Zeit später von Wolf Martin übernommen wurde. Die Einweisung auf‘s UL, die damalige PPL C für Segelflieger hatte ich bereits, machte ich auf einem einsitzigen UL Phantom mit 35-PS-Kawasaki-Motor. Zwei Hinweise für Dein Buch:
1.
In der Frühphase der modernen UL-Fliegerei waren das Fliegermagazin und dessen Tochterblatt Drachenfliegermagazin Leitmedien und Promotoren der UL-Szene in Deutschland. FR-Chefredakteur Peter Balziger flog bereits in der Provence UL und berichtete darüber, als ULs in Deutschland noch nicht zugelassen waren. Im Archiv des FR dürftest Du umfassendes Material über die UL-Fliegerei in D und den Nachbarländern von den Anfängen bis heute finden.
2.
Die UL-Fliegerei wurde nicht um 1980 neu erfunden, sondern nur wiederentdeckt. So waren beispielsweise der Grade-Eindecker vor dem ersten Weltkrieg, Willy Messerschmitts M 17 und die Klemm-Flugzeuge aus heutiger Sicht Ultraleichtflugzeuge. Klemm selbst sprach von „Leichtflugzeugen“. Es gab vor dem 2. WK auch schon eine eigene Klasse für die leichtesten Motorflugzeuge, D-Y.
