Pilot Frank - Transition auf VL3

Forum - Allgemeines & Aktuelles
  • Hier wird die Frage aller Fragen beantwortet:

  • Jetzt schreib ich auch mal meinen Senf dazu: Wenn ich die vielen Autos um München oder Hamburg für 100 bis 300t sehe - warum sollten sich nicht viele Leute sowas leisten können? Frank will in der Öffentlichkeit arbeiten, ja da gibts ebend die neidischen Idioten, die da was dagegen haben.

    Wir haben 2022, da ist für mich ein UL nur ein besseres Fortbewegungsmittel, womit ich in 1,5h beim Baden an der Ostsee sein kann und abend zum Tiere füttern zeitig zurück bin. Eine E Klasse ist auch schön mit Nachtflug, weniger windempfindlich, oft schneller, meist größere Rechweite möglich. Aber wohin in der Nacht und nur Landen auf größeren Flugplätzen? Günstig beim Kauf sind sie ja, aber wenn ich da die Öltropfen sehe...  oder sind die 30 bis 40l pro Stunde in paar Jahren noch bezahlbar für mich...  (selten sieht man eine neue Cessna, komisch). Und wo abstellen, - an meinem Halleneingangstor habe ich über dem Rudder noch 10cm Platz bei meinem UL, also passt ein normal großes E eh nicht rein.

    Warum habe nun ich keine VL3 mit 600kg, hohe Reichweite und schön schnell? Ein Tiefdecker ist für mich nicht schön zum Einsteigen oder Klappfahrrad rein oder im Cockpit was machen. Immer mit den dreckigen Schuhen auf dem Flügel rumtreten, nee. Die Technik ist schon sehr komplex, da hat man als Laie schon Probleme das alles zu überschauen, während ich bei meinem Flugzeug noch meistens den Teilen gleich die Funktion ansehe. Also meins ist wie Golf 2 und ne VL3 schon wie Audi A6 neu. Vom Preis ist die VL3  ca. 100t teurer als meins, das kriegte ich noch zusammen durch erben, stehlen, arbeiten...  aber besser steckt das Geld in Grundstücken oder Allianz Schatzbriefen. Wenn jemand mehr als eine Mio. in gleich verfügbaren Geld hat sind solche Gedanken natürlich unwichtig. Ich als Anfänger wollte einen einfach beherrschbaren Hochdecker fliegen, mit stabilem Fahrwerk und großen Rädern. Habe ziemlich Vollausstattung, besonders was Sicherheit angeht. Wunschlackierung habe ich weggelassen, ist billiger in komplett weiß.

    Gruß, Der Anfänger.

  • Vergessen: Dem Frank wünsche ich natürlich alles Gute mit dem Gerät. 

  • skyfool schrieb:
    Hier wird die Frage aller Fragen beantwortet:
    Hat er sehr charmant gemacht wie ich finde, kurz aufgeführt das es nichts sein Besitz ist und die grobe Größenordnung genannt :-) ...und er hat ja sehr Recht, die Details fänden sicherlich viele spannend, aber gehen einen nix an

    Er kommt da immer mehr rein, tolle Videos...macht Spaß

  • Das Wichtigste wurde im Video genannt. Er hat es geschafft wovon viele träumen. Er kann den Flieger geschäftlich fliegen denn er erzielt damit stabile Umsätze in Gewinnabsicht. Da kann man natürlich erst mal Finanzierung oder Leasing abziehen und auch die Betriebskosten.  Bleibt da auf Dauer ein Gewinn am Ende übrig steht der Sache weiterhin nichts im Weg. 

    Die finanzielle Belastung sieht dann monatlich schon mal erträglicher aus. 

    Eine Flugschule macht ja auch nichts anderes. 

    Also klickt ihn an, kauft seine Sachen dann bleibt er Euch erhalten.  :) 

    Deutschland braucht Unternehmer. 

  • Der Anschaffungspreis im Video habe ich auch schon anderswo gehört und gelesen. Neu ist mir allerdings, dass man es auch wie ein Auto leasen kann. Tolle Sache, dass das geht, zumindest beim JMB. Er wird dabei sicherlich auch ein YouTube-Rabatt eingefahren haben, aber für alle Werbung die er damit macht, ist das auch in Ordnung. Andere Hersteller könnten sowas ja auch.

    Ansonsten sehe ich es mit dem Gewinnabsicht als Unternehmer etwas kritisch, denn darf man als private Person mit ULs fliegen so einfach Geld verdienen (Fluglehrer mal ausgenommen)? Immerhin nimmt er - zumindest in den Videos - keine Passagiere entgeltlich mit, wobei er schon auch Rundflüge verkauft. Vielleicht geht das alles im UL-Bereich in der Grauzone, im PPL-Bereich geht es definitiv nicht. Höchstends darf man die direkte Kosten auf den Flugpassagieren umlegen, aber das wars dann auch.

    Klar, wo kein Kläger, da kein Richter. Es sei der Frank von mir aus auch absolut gegönnt, aber grundsätzlich wäre die Frage mal interessant wo da die gesetzliche Grenzen liegen.

  • @ FlyingD

    Das ist ganz einfach. Du darfst fast alles machen solange der Staat über Gewinn mitverdienen kann. 

    Du darfst sogar eine Modelleisenbahn von der Steuer absetzen so wie das  Gerrit und  Freddy Braun  in Hamburg im Miniatur Wunderland machen. 

    Es muß halt irgendwie plausibel kausal sein und dadurch zu Gewinnen kommen.  ( bisschen Zeit lassen sie dir)  

    Wenn  das nicht ist und die Gewinnabsicht nicht zu erkennen ist streicht es das Finanzamt. Dann ist das Liebhaberei und du zahlst den ganzen Spaß nach. 

    So macher keativer Deal hat sich dann als Horror bei der Nachzahlung rausgestellt.  Bei Steuerhinterziehung versteht der Staat keinen Spaß. 

    Dafür gibt es  halt wieder die Gilde der Steuerberater die auch leben wollen.

  • FlyingDutchman schrieb:
    denn darf man als private Person mit ULs fliegen so einfach Geld verdienen
    Hi,

    warum sollte man ein UL nicht gewerblich betreiben dürfen? Kenne kein Gesetz, dass dieses verbietet. Hast Du für Deine Aussage eine Quelle?

    Gruß

    Maik

  • Maik schrieb:
    FlyingDutchman schrieb:
    denn darf man als private Person mit ULs fliegen so einfach Geld verdienen
    Hi,

    warum sollte man ein UL nicht gewerblich betreiben dürfen? Kenne kein Gesetz, dass dieses verbietet. Hast Du für Deine Aussage eine Quelle?

    Gruß

    Maik

    Zu Beginn muss erstmal "gewerblich" näher definiert werden. Es gibt "gewerblichen Luftverkehr", "gewerbliche Tätigkeit" und "Betreiber" (Der "Verleih" eines UL ist ja auch gewerblich). Dann muss noch die Gültigkeit der Lizenz (Passagiere/Fracht/Post) betrachtet werden  

    Die Rechtslage beginnt theoretisch mit der EU VO 216/2008 Artikel 7 letzter Punkt. Und dann geht es weiter mit in Artikel 3 i („gewerbliche Tätigkeit“ gegen Entgelt oder sonstige geldwerte Gegenleistungen, der der Öffentlichkeit zur Verfügung).

    Sollte also eine „gewerbliche Tätigkeit“ im Sinne 218/2008 bestehen ist auch noch 1008/2008 Artikel 3 zu nennen. Dort sind allerdings UL und Segler von der Betriebspflicht ausgenommen. 

    Was nun für den Bereich UL , Segler oder auch E bis 2000kg betrifft wird es mit Ausnahme Fluglehrer / Prüfer nie zu einer gewerblichen Nutzung von Flugzeug und Lizenz kommen, die eine geldwerte Gegenleistung ausweisen. Daher können auch Mitflüge beworben werden, sofern dies auf Basis der Kostenteilung erfolgt, was keine Gegenleistung für den Flug darstellt wenn der Pilot seinen Anteil selbst trägt.

    Es gibt auch noch Ausnahmen für Absetzen von Springern, F-Schlepp oder Kunstflug, die meines Wissens irgendwo in der 1178/2008 geregelt sind. 

    Was Frank oder jeder andere Youtuber betreibt ist nichts, dass im Sinne der (Luft)rechtslage gewerblich ist. Ein E chartern, Kosten teilen und ein Video irgendwo hochladen hat nix mit der 1008/2008 zu tun. Eine (Werbe)vergütung für das Video ist ja keine Vergütung für den Flug im Sinn des Transportes von Fracht , Post oder Personen gegen eine vereinbarte Gegenleistung.

    Wenn Frank einen Weg gefunden hat die VL3 abzuschreiben dann wäre das aber auch legal möglich. In seinem Impressum steht keine Steuernummer aber ein Verweis Post an iMechnaic zu schicken. Ist die VL3 vielleicht eine Einlage in einer Firma? Wir wissen es nicht. Wir wissen nicht womit Frank wieviel Geld verdient. Vielleicht wohnt er bei der Oma und kann all seine Kohle in den Flieger stecken. Es ist sein gutes Recht das alles privat zu halten, wie auch hier in diesen Forum jeder nur das von sich preisgeben braucht was er selbst möchte. 

    Finanzieren kann man eigentlich jedes Fluggerät mit etwa 30% Eigenleistung über 10 Jahre. Eine VL3 für 250.000€ macht grob 75.000€ Anzahlung und 1500€ monatlich über 10 Jahre. Rechnet man dann mal 50€ die Flugstunde obendrauf sind′s etwa 20k/jährlich bei 100h die man mit Youtube machen muss damit es sich selbst trägt. Man theoretisch kann auch eine Reisekostenabrechnung mit seiner eigenen Firma machen (Arbeitsweg für ein Video vom/am Zielflugplatz => Teil der Betriebskosten (inkl. Finanzierung) abrechnen)        

  • Ich bin hier ja nur "blutiger Anfänger" mit einer alten JetFox91, aber ich fliege am gleichen Platz wie Frank, mein Flieger steht in der Halle daneben... Menschen sind unterschiedlich und es ist interessant zu lesen, wie andere wargenommen werden   ;-)

    Kommt doch einfach mal vorbei und schaut live wie wer fliegt, startet, landet... da kann einem schon das eine oder andere auffallen, selbst mir.

    Ich sehe das so, dass man von jedem etwas lernen kann und nebenbei: nur ein dummer Mensch macht alle Fehler selbst, hihi... Ich mag eine sachliche Diskusion über bestimmte Dinge, allerdings mag ich ebenfalls so übertriebene Sachen und Stammtischparolen nicht! Manche Dinge sind wohl einfach der "Klickzahl" geschuldet.

    Selbst in meiner bisher kurzen fliegerischen Laufbahn als 3achs Pilot (komme vom Gleitschirm- und MotorschirmTrike fliegen), sind mir schon so einige Dinge aufgefallen von anderen Piloten, die wirklich haarsträubend waren. Ich denke da gibt es sehr viele nützliche Ansatzpunkte die ebenfalls diskussionswürdig sind.

    Also, weiterhin aktiv und kritisch bleiben aber die Bezugsbasis nicht aus den Augen verlieren   ;-)

Jetzt anmelden

Passwort vergessen

Umfrage Archiv

Sendet Ihr ADS-B und/oder FLARM?

Ja
83.2 %
Nein
16.8 %
Stimmen: 173 | Diskussion
Anzeige: Roland Aircraft
Statistik Alle Mitglieder

Aktuell sind 54 Besucher online.

Anzeige: ULPower Aero Engines Anzeige: Pocket FMS