Viren überall und trotzdem fliegen?

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  • Man verfasst ja solch einen Eingangsbeitrag nicht, wenn man 100% selbst davon überzeugt ist, dass es eine gute Idee ist, was man da gerade von sich gibt. Und an diesen kleinen Teil, der die Verhältnismäßigkeit hinterfragt würde ich auch appellieren.

    Was ist denn so unfassbar schwer daran, sich einfach mal selber einzuschränken. Es müssen und vor allem es machen gerade viele andere auch. Alles, was nur im entferntesten mit Freizeit zu tun hat ist geschlossen. Und hier wird darüber philosophiert mit Leihrad ins Städtchen zu fahren. Sorry, das ist momentan irgendwie jenseits von Gut und Böse. Und selbst wenn wir als Hobbyvirologen das Risiko für noch so klein erklären, trägst auch du das Risiko dich und andere zu infizieren. Mag sicherlich überschaubar sein und natürlich hast du beim Einkaufen vielleicht sogar ein größeres Risiko. Die Frage ist aber: was muss sein und was nicht? Fliegen muss derzeit definitiv nicht sein. Und hier nach der Absolution für irrationales Verhalten zu suchen, wenn man mit dem Allerwertesten daheim bleiben sollte, muss noch viel weniger sein.

    Nimm es nicht persönlich, ich fliege auch gern, aber momentan haben andere Dinge Priorität. Zur Not musst du dir halt mal den FSX zulegen...

  • Wollte exakt den Eingangs- Post hier auch schreiben, ist aber halt politisch. Darf man hier nicht.

    political correctness ist angesagt. 

    QDM   

  • QDM schrieb:
    political correctness ist angesagt. 
    geht wohl auch Richtung fremdschämen und evtl. auch den anderen nix gönnen.

    Wenn schon jemand fliegen will, evtl. sogar muss, weil just in den nächsten paar Wochen die Stunden ablaufen und man kein Bock hat danach mitm Prüfer zu fliegen, oder diejenige Person hat nen eigenen Flieger und fliegt nur lokal.....

    ja warum soll es nicht möglich sein. Es ist aus meiner Sicht genau gleich - ob ich, alleine im Auto oder aufm Rad, zum Platz fahre, Kontakt vermeide, etc. Kurzum Maschine aus der Halle raus, fliegen, landen, in die Halle rein, fertig. Wieder ab nach Hause. Was soll dagegen sprechen, wenn jemand noch entsprechend desinfiziert, sollte doch alles i.O. sein. Die Viren überleben ohne passende Umgebung nicht, letzte Nächte war es zumindest bei mir in der Gegend immer so um 2-3°C, tagsüber bis 8/9. Da überlebt draußen nicht die Menge an Vieren, die einen anstecken könnte.

    (und ja ich weiß, ich bin kein Virologe und habe auch keine Studien dazu gemacht, also bitte kein Eindreschen, es wurde grad so schön ruhig hier)

    Ich frage mich, rein grundsätzlich, wo soll der Unterschied sein, ob jemand fliegt, joggt, Rad fährt, ausreitet.. etc pp. Man sieht durchaus Menschen beim Sport draußen. Neulich hab sogar ein Arzt gesagt, die Menschen sollen sich an der frischen Luft bewegen, weil es die Lungen belebt und soz. durchlüftet. Wenn Kontakt zu anderen Personen vermieden wird, ist das alles OK. SO zumindest der jetzige Stand.

    beim Fliegen ist zwar nicht unbedingt die Rede von frischer Luft, aber man hat keine Infektionsgefahr, da keine Menschen in der Nähe, vorausgesetzt man fliegt alleine. Evtl sogar noch weniger Gefahr, weil Viren nicht in 2-3 tsd ft aufsteigen.

    Natürlich darf jeder am Ende für sich entscheiden, aber mir sind "Alleinunterhalter" im Moment viel, viel lieber, als Leute, die in Gruppen, und seien es noch so kleine, meinen grillen oder sonstwas machen zu müssen.

  • QDM schrieb:
    political correctness ist angesagt. 
    Ich hab den Eingangspost jetzt mindesten 13x gelesen. Der ist ja nicht politisch. Da wird sachlich eine Situation vorgestellt, und werden sachlich ein paar Fragen gestellt, was die anderen denn so denken. Daß wir sofort vom dargestellten Sachthema: wer steckt mich an.. wen stecke ich an...   in soziale Themen abwandern war für mich überraschend, aber warum nicht. Dafür ist es ja ein Forum.
    Solange Du jetzt hier nicht ′Grün...Nazi.... braun... rot... erotisch... schwarz.... gelb...  links.... PDS.... AFD...′  uswusw schreibst sondern zum Thema, bist Du politisch wohl auch korrekt!  :-) 
    (hoffe, daß ich nix übersehen habe...)
    Zurück zum Thema, aber erst mal gn8 und Fliegergrüße!

  • Nordseepilot schrieb:
    Zur Solidarität: Ich engagiere mich in unserer Straße in der Nachbarschaftshilfe. Wir erledigen z.B. für ältere Mitbürger die Einkäufe. DAS ist für mich Solidarität. Nicht irgendeine heuchlerische Selbstkasteiung durch Spaßverzicht.
    Dein Verhalten ist äußerst löblich, aber ich empfehle an dieser Stelle einfach mal den Begriff Solidarität nachzuschlagen.

    Bye Thomas

  • Moin,

    also wenn irgendwo ein Platz und das dortige Restaurant offen hätte, würde ich auch fliegen.

    Für mich ist diese "Solidarität" eher ein Neid der Anderen und was das Neidgehabe von Anderen anbelangt geht mir das schon lange an meinem Popo vorbei, außerdem bin ich kein Geldsack nur weil ich einen Flieger besitze, mein PKW war mehr als doppelt so teuer wie mein Flieger, dann dürfte ich ja nicht mal mehr damit zum Einkaufen fahren.

    Wenn ich irgendwo auf einen Flugplatz komme, sitzt an jedem Tisch ein Pilot allein und daddelt auf Seinem Handy rum, von Kameradschaft sehe ich da nix.

    Ich bin 35 Jahre Motorrad gefahren, mir ging dieses Gegrüße immer auf die Nüsse denn wenn man an einen Treffpunkt kam saß jeder Motorradfahrer allein an einem Tisch, wo ist da diese angebliche Kameradschaft?

    Als sie ganze Städte für Dieselfahrer gesperrt haben, wo war da die Solidarität der anderen Autofahrer?

    Als sie vor einigen Jahren eine spezielle Steuer für Wohnmobile über 3.5 Tonnen eingeführt haben und die sich dann teilweise von 300 auf über 700 Euro nicht nur erhöht sondern sogar rückwirkend erhöht hat, wo war da die Solidarität der anderen Wohnmobilfahrer?

    Als eine spezielle Steuer für bestimmte Hunderassen eingeführt haben und die Steuer von 48 auf 600 Euro erhöht wurde, wo war da die Solidarität der Anderen?

    Warum kauft Ihr nicht aus Solidarität nur Produkte von einheimischen Landwirten?

    Warum helft Ihr denen jetzt nicht den Spargel zu stechen?

    Wer mich kennt weiß, daß ich jedem helfe wenn Er mich braucht aber bei dem Wort Solidarität rollen sich mir einfach die Fussnägel zusammen.

    Schönen Tag noch,

    Stefan

  • Alleine Fliegen gehen ist genauso angebracht, wie alleine spazieren gehen, Rad fahren, Motorrad oder Auto fahren, sonstwas alleine tun, um zu entspannen und seine Akkus in diesen aufwühlenden Zeiten wieder etwas aufzuladen.

    Dass nun wieder irgendwelche Moralisten auf den Plan treten, war zu erwarten. Wie wäre es, aus Solidarität mit denen, die grad ihren Job verlieren, auf sein Einkommen zu verzichten?

    Chris

  • Bin gestern geflogen, sehr schön! Blauer Himmel und Dichtehöhe unter -2000 ft. Es hat sich mir auch keiner auf 2 Meter genähert in der Luft, sonst hätte ich möglicherweise noch Bericht schreiben müssen...

         Happy landings!

  • @ Hein Mück

    Ich glaubte den Begriff "Solidarität" ganz gut zu kennen. Ich habe ihn aufgrund deines Postings sicherheitshalber noch mal nachgeschlagen. Ich finde keinen Hinweis darauf, dass man mein Verhalten in der Coronakrise als unsolidarisch bezeichnen könnte. In Wikipedia heißt es u. A.:

    Er bezeichnet vor allem als Grundprinzip des menschlichen Zusammenlebens ein Gefühl von Individuen und Gruppen, zusammenzugehören. Dies äußert sich in gegenseitiger Hilfe und dem Eintreten füreinander. 

    Ich setze meinen Schwerpunkt eben auf gegenseitige Hilfe (Nachbarschaftshilfe). 

    Ansonsten bin ich hier jetzt raus. Ich ahne, dass es hier gleich politisch wird... 

  • Ich verstehe nicht, wo die ganze Diskussion im entferntesten etwas mit Neid zu tun haben sollte. Hier reden doch UL-Piloten untereinander. Ich unterstelle einfach mal, dass viele die bewusste Entscheidung getroffen haben, nicht zu fliegen. Worauf soll man da jetzt genau neidisch sein? 

    Ob ich jetzt zur Tür rausgehe und einmal durch den Wald laufe, oder auf den Flugplatz fahre, fliegen gehe und womöglich noch irgendwo hinfliege, halte ich zwar nicht wirklich vergleichbar, weil es nun doch vom Aufwand her etwas anderes ist. Unabhängig davon, ist und bleibt zuhause bleiben momentan der einfachste Beitrag, den man leisten kann als Bürger. 

    Aber jeder hat seine individuellen Freiheitsrechte und solange es nicht verboten ist, soll man auch fliegen gehen, wenn man es denn möchte. Für Überflüssig halte ich es trotzdem. Wenn man dadurch jetzt Moralist ist, dann bin ich gerne einer. :)

    Freue mich dann einfach auf die post-Corona zeit, wenn alle ihren Hobbys wieder nachgehen können, ich die Landegebühr nicht wie Lösegeld übergeben muss, und mich mit mehr als einem Fliegerkollegen an den Tisch setzen darf. 

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