ich möchte hier einen Thread aufmachen für besondere "Weisheiten". Ein anderer Begriff fällt mir nicht ein. Beispiel: Ein Freund, mit dem ich öfters fliege, meinte letztens zu mir bei der Luftraumbeobachtung, dass ich ja wissen würde, wenn andere Flugzeuge im Luftraum auf der Höhe des Horizontes fliegen, sie gleichzeitig auf meiner Höhe sind. Über dem Horizont über uns, darunter unter uns. Habe mir da ehrlich gesagt nie so die Gedanken darüber gemacht, ist aber seitdem eine gute Hilfe für mich, andere Maschinen am Himmel besser einordnen zu können.
Versteht ihr was ich mit dem Thread meine? Wer also noch weitere solche Tipps hat, den würde ich bitten, diese hinzuzufügen.
der "Trick" Deines Freundes ist nur in Bodennähe brauchbar. Je höher Du fliegst um so ungenauer wird die Höhenbestimmung anderer Flieger mit Hilfe des Horizonts. Wenn ich beruflich in Fl3XX oder 4XX unterwegs bin, bin ich immer wieder erstaunt wie schlecht man die Höhe anderer Flieger einschätzen kann. Das TCAS Display verrät uns dann immer die tatsächliche Höhe des anderen Verkehrs.
Spontan fallen mir keine tollen Tricks ein, werde aber mit Sicherheit wieder hier posten.
hallo,hab da auch gleich mal ne frage, was meint ihr wäre besser für die struktur des fliegers beim laden.würdet ihr eine graspiste der asphalt vorziehen ? hab gehört,dass es besser für die bereifung sein soll.aber was ist mit dem farhwerk ? gruss manni
Eine Hartbelagpiste ist sicher besser für die Struktur, da der Flieger nicht so stark durchgeschüttelt wird. Manche Plätze haben eine mit Kunsstoffgittern "verstärkte" Graspiste. Das ist auch super.
Klar, Gras spart Reifen und Bremsenverschleiß. Aber Reifen sind billig und Bremsen kann man auf normal langen Pisten auch sparsam einsetzen.
Also, wenn ich die Wahl habe lande ich auf Asphalt bzw. Beton.
-> der "Trick" Deines Freundes ist nur in Bodennähe brauchbar.
Ja - aber ich würde mal unsere "normale" Durchschittsflughöhe als durchaus "bodennah" bezeichnen :-) und da funktioniert der Trick ganz gut. Gerade im bereich der Platzrunde (ca. 1000 ft GND) kann das mit "über dem Horizont" und "unter dem Horizont" eine prima Hilfe sein.
Noch eine "Daumenregel" der Kurzpisten-Starter:
Wenn der Flieger beim Startlauf bis zur *Halbbahn* schon midestens 70% der Abhebegeschwindigkeit (Vx) erreicht hat, dann wird er auf der noch verbleibenden Pistenlänge abheben.
(ich musste es zum Glück noch nie wirklich testen ;-))
Das mit der Kurzstartfaustregel könnte in etwa passen. Nur Vx ist die falsche Geschwindigkeit. Vx ist best angle of climb speed. Abheben sollte man gerade beim Kurzstart früher, nämlich in etwa bei Vmu (minimum unstick), die in etwa der Vs (Stall Speed) entspricht. Im Bodeneffekt wird dann auf Vx beschleunigt und mit dieser Geschwindigkeit die Hindernisse in Platznähe überflogen um dann auf Vy (best rate of climb) oder eine etwas höhere Geschwindigkeit für den Steigflug zu beschleunigen. Wenn man im Bodeneffekt nahe Vs abhebt und sofort die Nase etwas runternimmt um im Bodeneffekt zu beschleunigen muss man sich wegen Stalls keine großen Sorgen machen (außer es ist recht böig).
Das ganze klingt sehr theoretisch geht aber in echt sehr schnell von statten und passiert intuitiv fast automatisch, wenn man wie beim "soft field" take off üblich die Nase schon früh oben hat um das Bugrad zu schützen.
Die Buschpiloten haben noch etwas abenteurlichere Verfahren. Z.B.: Beschleunigen ohne Klappen (wegen geringerem Widerstand) um dann kurz vor dem Abheben die max erlaubte Startklappenstellung zu setzen (wegen mehr Lift), Wiederum im Bodeneffekt zu beschleunigen, klappen einfahren und mit Vx steigen.
Sollte die Bahn allerdings so kurz oder die Hindernissituation so schlecht sein, würde ich lieber nicht starten bzw warten bis es kühler ist, den Flieger leichter machen (Gepäck, Sprit und/oder Pax raus) bzw. auf bessere Windverhältnisse warten. Im Zweifel natürlich nicht starten und nicht unter die Handbuchwerte geheen.
Einfluss von hoher Temperatur, niedrigem Luftdruck, (nassem) Gras, Steigung/Gefälle, Wind etc nicht vergessen. Am besten einen großzügigen Sicherheitsfacctor mit einbauen.
Ein Daumen am gestreckten Arm ist ca. 4 Grad hoch. D. h. Arm ausstrecken, Daumenspitze an den Horizont und die "Daumenunterkante" zeigt einen 4 Grad Anflugpfad. Kann insbesondere an fremden Plätzen helfen, den Anflug einzuteilen.
Ein Daumen am gestreckten Arm ist ca. 4 Grad hoch. D. h. Arm ausstrecken, Daumenspitze an den Horizont und die "Daumenunterkante" zeigt einen 4 Grad Anflugpfad. Kann insbesondere an fremden Plätzen helfen, den Anflug einzuteilen.
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