Streckenflüge in der Höhe oder eher tief unterwegs?

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  • Guten Abend zusammen,

    ich möchte gerne mal eure Erfahrung hören zu längeren Flugstrecken. Ich war letztens Vilshofen nach Halle/Oppin unterwegs und entschied mich diesmal für eine Höhe von FL 75. Neben der starken Rückenwindkomponente auf dem Flug, sowie höheren TAS in der Höhe hatte ich einen extrem ruhigen FLug über den Wolken und keine Verkehr. 

    Bei dieser Strecke fragte ich mich wieder, wieso ich das bei STrecken von mehr als einer Stunde nicht öfter machen?!

    Wie seid ihr so unterwegs?

    Gruß Flyit

  • Moin,

    hoch bei längen Strecken, min. über 5000 da ich dann die Chance habe das (fast) jeder seinen Transponder eingeschaltet hat. (Und wer keinen [Mode-S] hat bleibt brav unter mir.)
    Ist auch ruhiger da oben.

    Stephan

  • Danke Stephan für die schnelle Antwort. 

    Ab wann ist bei dir eine längere Strecke? Das Argument mit dem Transponder Mode S finde ich sehr sinnig. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht - danke für den Tipp!

  • Bei Rueckenwind oder neutral auf jeden Fall weit oben, bei Gegenwind gehe ich meisst runter, da dieser unten oft schwaecher ist.


    Chris

  • Wenn ich mal an die Nordsee fliege, nehme ich auch FL65 / FL75 falls möglich. Was mich davon abhält sind Wolken auf der geplanten Flughöhe oder eine geschlossene Wolkendecke auf dem Weg dorthin.

    Letztes Jahr hatte sich auf dem Rückweg zwischen Ganderkesee und Kassel schlechtes Wetter angekündigt. Ich bin auf FL75 aufgestiegen und hatte eine Stunde lang eine fast geschlossene Wolkendecke unter mir. Und im Funk mitgehört, das sich ein Pilot bei Göttingen (unterhalb der Wolkendecke) von FUS abgemeldet hat weil er wegen schlechten Wetters zwischenlanden wollte. Ich selbst hatte einen äußerlich ruhigen Flug, habe jedoch öfters nach den Motortemperaturen und der nächsten Wolkenlücke als gewöhnlich gesehen...

    Ab FL65 macht sich bei älteren Menschen (zu den ich zähle) die dünnere Luft bemerkbar: Nach einigen Stunden Flug fühlt man sich erschöpfter als in 3000 ft. Wenn man anschließend auf einem unbekannten Platz mit viel Verkehr landen muss, ist das letzte Quäntchen Konzentration gefragt.

    Ab wann FL75? In dem Podcast eines amerikanischen Fluglehrers wird „pro 10 min. Flug 1000 ft steigen, solange das Restriktionen nicht verhindern“ zur goldenen Regel erklärt. Das erscheint mir plausibel.

    VG

    Thomas

  • @ Chris Ja so macht es auch Sinn. Wenn es super bockig ist, nehme ich im Zweifel auch den Gegenwind in Kauf :-)

    @ Lindoriel Die Fluglehrerregel erscheint in der Tat plausibel für mich. Mit der geschlossenen Wolkendecke habe ich auch bereits mehrfach darüber nachdenken müssen, was ist im Falle eines Motorausfalls. BEim UL hast du im Zweifel noch den Schirm, bist du mit einer Echo oder Kilo unterwegs, dann wird es ohne IFR schon spannend. 

  • Moin,

    bei Flügen die länger als eine Stunde sind fliege ich wenns möglich ist, immer ganz oben in 8500 oder 9500 Fuss,

    es ist einfach entspannter, in den Bergen auch höher.

    Wo ich nicht fliege ist in 2000 und knapp unter 5000 Fuss, da sind grad an den Wochenenden alle "Rundflüge" und Flieger ohne Transponder unterwegs.

  • Irgendwo hatte ich mal gelesen, dass für den Rotax in Höhen um die 6000 Fuss optimale Bedingungen für den Motor vorliegen würden. Weiss nicht, ob da was dran ist aber ich fliege in der Regel auf längeren Strecken in diesen Höhen und auch noch höher.

    Wind ist bei Langstrecken natürlich auch ein Faktor, da er meist in der Höhe zunimmt. Bei Rückenwind fliege ich dann entsprechend hoch und der Rückflug ist dann manchmal auch ein paar Etagen tiefer.

    Das Fliegen bei Sommertemperaturen ist in größeren Höhen eh angenehmer.

  • @ Postbote merkst du in FL 95 gerade bei längeren Strecken auch die Schwierigkeiten der Konzentration wie bei Lindoriel? Sorry möchte dich jetzt keineswegs zu den alten Eisen zählen, also verzeih mir :)

  • Bin knapp 50 und sehr oft in FL130 unterwegs. Ich merke da nix :))

    Chris



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