Fortgeschrittener Flugfunk - Approach und Radar

Forum - Allgemeines & Aktuelles
  • Hi,

    ich habe nun relativ frisch meinen Schein (LAPL), inkl. BZF 1. Leider war mein BZF Kurs sehr auf das Bestehen der Prüfung ausgerichtet. Mehr als das was dazu nötig ist, wurde nicht behandelt.

    In der praktischen Ausbildung wurde zwar auch mal Friedrichshafen und Augsburg mit CTR angeflogen und mit FIS gefunkt, mehr aber auch nicht.

    Was mir leider nicht klar ist: wie ist eigentlich der Umgang mit RADAR? Hatte bei FIS gestern gehört, dass einige Maschinen gebeten wurden, RADAR zu rufen. Was hat es damit auf sich? Warum wurden sie dazu gebeten? Wie läft der Funk mit RADAR dann ab?

    Außerdem: Für einige größere Flughäfen (insbesondere auch im Ausland) gibt es auch Approach und/oder Departure Frequenzen. Wie ist der Umgang damit? Wann werden diese gerufen? Ist mein initialer Kontakt beim Anflug dann nicht "Tower", sondern "Approach"?

    Danke

  • Mach dich nicht bange davor es einfach zu probieren, dass ist nicht anders als z.B. ein Durchflug durch eine Kontrollzone.

    Wir haben hier oft mit Bremen RADAR zu tun, wenn wir den LR D(nicht CTR) über Bremen durchfliegen wollen. Der Luftraum ist mit der Frequenz der FIS Bremen gekennzeichnet - die übergeben dich dann an Radar. Du meldest dich ganz normal, sagst was du willst und bekommst gesagt was du tun darfst/sollst. Gibt wie oft in der CTR nen Squawk, ne Höhe und ggf. mal eine Richtungsanweisung (beim Durchfliegen D Bremen z.B. oft Überfliegen einer der Schwellen oder Midfield, danach "resume own Navigation" um dich aus dem An- und Abflugsektor rauszuhalten).

    Was Approach und Departure Frequenzen angeht - leider keine Ahnung.

  • b3nn0 schrieb:
    wie ist eigentlich der Umgang mit RADAR?
    Ganz normal eigentlich :) Man sagt was man will und macht, was einem gesagt wird. Oft wird man von FIS nach Radar geschickt, auch wenn man eine TMZ durchfliegt, ist man ueblicherweise auf Radar in Hoerbereitschaft.
    b3nn0 schrieb:
    Ist mein initialer Kontakt beim Anflug dann nicht "Tower", sondern "Approach"?
    Als VFRler wuerde ich immer Tower rufen. Departure/Approach ist imho fuer IFR-Verkehr.

    Chris

  • Approaches übernimmt im Großraum der Kontrillzone FIS Dienste und sortiert die Verkehre, bis sie vom Tower für die finale Landeclearance übernommen werden. Die entscheiden nach Auslastung, wo kreuzender VfR Verkehr am besten aufgehoben ist.

  • Hallo,

    >
    > Was mir leider nicht klar ist: wie ist eigentlich der Umgang mit RADAR?
    >

    Wie Chris schon schrieb:
    Das ist für uns VFR ler im Grunde wie das Fliegen in einer CTR.

    Solange es um einen freigabepflichtigen Lufraum geht:
    Fragen, Anweisung bekommen, bestätigen, machen...    ;-))

    In vielen Ländern leistet man sich regional oft gar keine "eigenen FIS" Stellen,
    sondern man frühstückt die VFR-ler, gerade in der Nähe von Flughäfen,
    schon mal auf der Approach Frequenz mit ab.

    Wenn ich von einer FIS Stelle zu einer Radar-Frequenz übergeben werde,
    dann rufe ich natürlich die Radar Frequenz :-)

    Komme ich aber VFR in G oder E irgendeiner TMA o.Ä. "näher" und will in
    nur die CTR, dann rufe ich persönlich i.A. auch erstmal "Tower".

    Alles in Allem keine große Sache - Man sollte aber auch fairerweise
    sagen, dass es wohl kaum zu empfehlen ist, das Montags Morgens
    in EDDF "mal eben üben" zu wollen!

    Zum "Probieren" bieten sich da verkehrsschwächere Regionalflughäfen
    schon eher an  ;-)


    BlueSky9

  • Super, danke. Dann ist ja wirklich eigentlich alles wie gelernt. CTRs/Durchflug durch D, etc. hab ich ja auch während der Ausbildung gemacht.

  • Hallo b3nn0!

    Um Rufzeichen wie Departure, Approach, Arrival, etc. mußt du dir keine Gedanken machen, weil die wickeln nur Instrumenten-Ab- und -Anflüge ab. Da haben wir nichts zu suchen.

    Mit RADAR hat der Sichtflieger eigentlich nur zu tun, wenn er durch Luftraum D (nicht CTR) oder C fliegen will, sonst nicht. Dabei übernimmt FIS in den meisten Fällen eine Vorzimmer- oder Pförtnerfunktion, d.h. zunächst rufen wir FIS und sagen da schon, was wir vorhaben.

    (außer für Leipzig und Dresden, da sollen wir direkt München(!) RADAR rufen. Station und Frequenz findest du immer gedruckt auf der ICAO-Karte, im entsprechenden Luftraum)

    Der FIS-Lotse koordiniert das mit dem Radarlotsen und schickt dich dann auf die  Radarfrequenz. Wenn wir dort reinrufen, weiß der Lotse eigentlich schon, was wir wollen und gibt uns einen Squawk. Dann folgen Freigaben, garniert mit Flughöhe und Steuerkurs. QNH gab es wahrscheinlich schon von FIS.

    Der Durchflug durch Delta erfordert eventuell mehr Aufmerksamkeit als durch eine D (CTR), es kann mehr und weiträumigere Ausweichempfehlungen geben.

    Wie onkelmuetze schon schrieb, einfach mal machen. Ist kein Hexenwerk und erweitert unsere Möglichkeiten. Übrigens für alle, denn Englisch ist für RADAR unter FL100 nicht vorgeschrieben!



  • Moin,

    noch ein Tip aus der Praxis: die Lotsen erkennen meistens schon beim ersten Reinrufen, wie geübt man ist. Aber der Hinweis auf geringe Erfahrung hilft auch, den Lotsen etwas mehr zu sensibilisieren. Falls der Kanal so voll ist, das dieser Hinweis nicht zu geben ist, sollte man eventuell den Plan, dort einzufliegen eh überdenken....

    Gruß Raller


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