Elektroflieger

Forum - Allgemeines & Aktuelles
  • Mr. Lucky schrieb:
    Wir (EU-Mitglieder) sollten uns in mancherlei Hinsicht endlich als EIN Staat verstehen.
    Grundsätzlich bin ich bei Dir, nur schon in diesem Lande haben wir so ein, zwei Probleme bereits bestehende EU-Vorgaben zu akzeptieren. Ich wage schlichtweg zu bezweifeln, dass zu meinem (ich lehne mich wahrscheinlich nicht allzu weit aus dem Fenster: auch meiner Kinder) Lebzeiten ein EU-weiter Konsens bzgl. des Themas "sinnvolle CO2-Besteuerung" eine Vorgabe erarbeitet wird - ganz zu schweige vom ganzen Planeten :-)

    Ich bin da bescheidener: Mir reicht es wenn D voranschreitet (wobei es aus meiner Sicht eher ein vorankrabbeln ist, aber immerhin :-)).

    Bye Thomas

  • Werner1966 schrieb:
    Tesla hat eine Automatik die schon bei einem kleinen Blechschaden das Auto "unsafe" einstuft.
    Quelle?
    Werner1966 schrieb:
    Nur Tesla kann, für tausende von Euro das Auto wieder nomalisieren..
    Quelle?

    Wie mich diese faktenfreie Absonderungen in Foren annerven ... ist wahrscheinlich altersbedingt.

    BTW: Thema ist Elektroflieger. Für die Dinger mit vier Rädern gibt es einen separaten Thread ...

    Bye Thomas

  • Wie viel hat eigentlich die Elektromobilität mit dem Klimaschutz zu tun, wenn man die Energiebilanz und alle anderen Faktoren (Akku herstellen und entsorgen) berücksichtigt? Ach ja und der Strom kommt sowieso aus der Steckdose..... :-))

    Meiner Meinung nach liegt die Zukunft eher beim Wasserstoff als Energieträger, so ferne man diesen mit Solar- und/oder Windkraft erzeugt. Damit kann man auch Produktionsspitzen ausbügeln.

    Wenn überhaupt, wirklich Sinn macht für mich nur ein Segelflugzeug mit E-Motor und vielen Solarzellen. Alles andere scheint mir "Spielerei" zu sein, welche noch lange keine nennenswerte Nachfrage erleben wird.

  • sozusagen schrieb:
    Meiner Meinung nach liegt die Zukunft eher beim Wasserstoff als Energieträger, so ferne man diesen mit Solar- und/oder Windkraft erzeugt. Damit kann man auch Produktionsspitzen ausbügeln.
    Kann man alles machen ... wenn man dann irgendwann die 3-fache Überproduktion an Ökostrom zur Verfügung hat. Einfach mal kurz die Wirkungsgradkette ergoogeln (Du darfst gerne Erdgas, als H Quelle nehmen, ansonsten droht Depression :-))

    H sehe ich eher in Spezialbereichen, wo hohe Leistungen relativ lokal (die Tanktechnik ist sehr aufwändig und kostspielig) zur Verfügung stehen müssen.

    Wie schon geschrieben: In der Fliegerei sehe ich persönlich den E-Bereich eher in der Ausbildung oder als Aufstiegshilfe. Übrigens auch dann, wenn die Energiedichte der Akkus sich verdoppeln und die Ladegeschwindigkeit sich verzehnfachen würde: Ein normaler UL-Flugplatz hat nicht die notwendige Anschlussleistung. um den dann in 30 Min wieder von 10% auf 100% aufzupumpen. Die Fliegerlobby (im Gegensatz zu den Kollegen von der Autofaktion) ist mMn zu schwach, um das ändern zu können.

    Bye Thomas

  • sozusagen schrieb:
    Wenn überhaupt, wirklich Sinn macht für mich nur ein Segelflugzeug mit E-Motor und vielen Solarzellen. Alles andere scheint mir "Spielerei" zu sein, welche noch lange keine nennenswerte Nachfrage erleben wird.
  • Sinn macht für mich beim Segelflug schon ein e-Antrieb wenn ich damit z.b. eine Außenlandung verhindere. Der Vorteil gegenüber Zweitaktern liegt für mich darin das er sicher anspringt, sofort die volle Leistung bringt und stufenlos gedrosselt werden kann. Eine Stunde Laufzeit halte ich schon für ausreichend um das nächst gelegene Segelfluggelände erreichen zu können. Aber es sollte ein Batteriemanagement sein wie es z.B. Schleicher vorgestellt hat.

    Motorflug ist da eine ganz andere Sache. Für meinen Geschmack müsste ein Elektro-UL eine Reichweite von mindestens 2 h und die Landeplätze ausreichend Ladeinfrastruktur besitzen. Das sind aktuell schon zwei Faktoren an denen es scheitert. Wobei ich die fehlenden Schnelllademöglichkeiten für das größere Hindernis halte. Das Elektro-UL von Pipistrel schafft eine Stunde Betriebszeit in der aber die Rekuperation im Platzrundenbetrieb eingerechnet ist.

    Flugzeuge mit E-Antrieb werden sich erst durchsetzen können wenn die KfZ Industrie in Sache Elektroantrieb weitere Fortschritte gemacht hat. Die wehren sich meiner Meinung nach aber noch mit Händen und Füßen dagegen.

    Just my 2 Cents,

    Thomas

  • So sehr ich mein Elektromotorrad liebe, fürs UL sehe ich das mittelfristig noch nicht. Das Hauptproblem ist aus meiner Sicht die geringe Energiedichte. Selbst wenn es da sehr grosse Fortschritte geben sollte (was im Moment noch nicht danach aussieht), bleiben die Akkus im Vergleich zu Benzin immer noch verdammt schwer. 

    Im Vergleich zu Auto und Motorrad gibt es beim Flieger ein paar spezifische Probleme: 

    - Das Auto braucht eigentlich nur bei hohen Geschwindigkeiten ordentlich Leistung, ansonsten ist die Leistungsaufnahme recht klein. Das Flugzeug ist dummerweise immer mit hohen Geschwindigkeiten unterwegs und braucht daher dauerhaft hohe Leistung.

    - 200-300kg Mehrgewicht stört beim Auto nicht sonderlich. Beim Flieger ist das leider etwas anders. Ein Tesla Model X wiegt fast 2.4t. Das ist im Vergleich zu meinem ersten Auto (ist schon ein paar Jahre her) mit 660kg schon eine ganze Menge (natürlich ist das nicht nur durch die Akkus bedingt,  aber die Akkus schlagen wohl alleine auch so mit 600kg zu Buche.

    Wenn man 3h mit 50PS fliegen will (was dann eine Flugplanung bis etwas mehr als 2h zulässt), bedeutet das etwa 100kWh Akkukapazität. Mit 200Wh/kg (schon sehr optimistisch, realistische Energiedichten liegen im Moment noch deutlich darunter) sind das alleine 500kg für die Akkus. Selbst wenn man jetzt die Energiedichte verdoppeln würde (was nicht ganz so schnell passieren dürfte), ist das für ein UL immer noch zu viel.

    Oder man schafft es halt, dass erheblich weniger Leistung ausreicht. Ich bin da aber skeptisch, ob man ein UL mit 20PS auf einigermassen gute Geschwindigkeiten bekommt.

    Im Platzrundenbetrieb und für kleinere Überlandtouren im Umkreis von 50km kann das für Flugschulen durchaus mal interessant werden (ggf. mit Wechselakkus), für Reiseflieger wohl eher nicht.

    Evtl. ist Wasserstoff (trotz des mieserablen Wirkungsgrades) als Energiespeicher in diesem Bereich doch interessanter.

  • heute sind villeicht diese Elektroflugzeuge realistisch:

    www.spiegel.de/reise/aktuell/der-schnellste-linienflug-der-welt-dauert-nur-47-sekunden-a-877703.html Nicht Warmfahren, kein unnötiger Verlust im Taxiway, viel Leistung beim Start, Keine Verluste im Sinkflug, dann wieder Taxiway etc Radantrieb ist realistisch.

    In der Flugakrobatik, weil die Elektrodinger Lageunabhängig sind und die extrem verschiedenen Fluglagen lassen sich mit einem Elektromotor besser bewältigen. Ich meine von extrem langsam zu extrem schnell, Vollast, minimum, etc. Hier ist auch nicht eine große Autonomie gefragt. Allerdings muss die Batterie nicht abfackeln.

    Im Schulflug, wo man nicht die Nachbarn nerven will. Geht villeicht doch mit einem besseren Schalldämpfer genau so gut.

  • usul schrieb:
    Ich bin da aber skeptisch, ob man ein UL mit 20PS auf einigermassen gute Geschwindigkeiten bekommt.
    Die Klemm L 20, auf der Elli Beinhorn das Fliegen gelernt hat, hatte ca. 20 PS und flog damit immerhin fast 150 km/h Spitzengeschwindigkeit
  • Lechpilot schrieb:
    Die Klemm L 20, auf der Elli Beinhorn das Fliegen gelernt hat, hatte ca. 20 PS und flog damit immerhin fast 150 km/h Spitzengeschwindigkeit
    Also Wikipedia spricht von 95km/h Reisegeschwindigkeit und 105km/h Spitzengeschwindigkeit, was ich eher für realistisch halte.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Daimler_L20

    Die L25 kam dann auf 150, hatte aber auch einen 80PS-Motor

    https://de.wikipedia.org/wiki/Klemm_Kl_25



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