Borey Flugboot für Deutschland (UL) auf der AERO 2018

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  • Borey Flugboot für Deutschland (UL) auf der AERO 2018

    Die Borey Testmaschine




    Mein Kumpel Alex und ich haben uns über die gemeinsame Leidenschaft fürs Wasserfliegen kennengelernt. Er hat schon ein Flugboot (eine Lake Bucaneer LA-200). Wir haben damit schon einige gemeinsame Touren unter anderem nach Sardinien, Korsika, Comer See, Italien, Monte Negro, Schweden und Polen gemacht 

    Seit einiger Zeit steht er in Kontakt mit der Aerovolga Fabrik in Samara (Russland) um deren Produkte in Deutschland als Distributor zu vertreiben. Aerovolga baut normalerweise 5-6 sitzige Flugboote mit 2 Motoren für den nahen Osten in Kompositabauweise. Da hat man jahrelange Erfahrung mit vielen ausgelieferten Maschinen.

    Mit dem kleinen 2 Sitzer kann man natürlich auch ganz andere Märkte erschließen

    Ich war mit ihm schon 2 mal in Samara um Testflüge zu machen und Input zu liefern. Bedingt durch die stabile Bauart war aber das alte Gewichtslimit für eine UL Zulassung nicht erreichbar. Das ändert sich ja gerade (650 Kg MTOW für Amphibienflugzeuge).

    Ich bin schon einige Wasserflugzeuge geflogen. Keines kommt so gut wie die Borey aus dem Wasser und kann auch hohe Wellen so gut ab. Der in Kompositabauweise gefertigte Flieger (Glas, Carbon und Innenrahmen aus Metall) hat einen extrem stabilen Rumpf mit optimaler Form um die Adhäsionkräfte des Wassers zu überwinden. Da reicht auch der 100 PS Rotax.

    Für interessierte wird der Flieger dieses Jahr auf der Aero ausgestellt. Einfach mal anschauen.

    Beaching an einer Wolgainsel



    Die Borey vor den großen Brüdern


    Meine Testflüge 2017

    und 2016

    Borey Testflug auf der Volga 2016

  • Hallo,

    also mich reizt ein Flugboot schon immer, nur habe ich keine Plätze gefunden wo man in D wassern kann, oder liege ich da falsch? Seit dem ersten Bild von der Icon A5, bin ich fasziniert von dem Teil. Nur leider scheint es nicht ganz so easy und sicher zu sein, auf Wasser zu landen und es sind schon einige Unfälle mit der Icon A5 passiert! Es gibt ja auch den Flywhale mit D Zulassung, wo auch immer der runter gehen darf!? Auf jedenfall wäre ich damit entspannter über Wasser unterwegs.

    VG

    Stefan

  • Ja, viele Plätze gibt es in Deutschland nicht.
    Aber der Sedlitzer See (Welzow) ist ein eingetragener Landeplatz (PPR)
    Auch haben wir eine Erlaubnis, für eine begrenzte Anzahl von Landungen, den Plöner See zu nutzen.
    Wasserfliegen ist schon etwas was man lernen und regelmäßig  muss. Für mein US Rating (Alaska) waren nicht umsonst Mindeststunden und eine einstündige Prüfung notwendig. Es ist aber mit das tollste was man als Pilot machen kann. letztes Jahr waren wir in Südschweden. Da kann man fast auf jedem  See landen und es ist nur 1 Stunde von Deutschland entfernt. Das ist einfach nur Geil. Und ja, bei einem Motorausfall (Benzinpumpe: hab ich selber über der Loreley erfahren) war die  Landung auf dem Rhein auf jeden Fall die bessere Option  (und ohne Schäden) als das Ding auf einen Acker zu setzen.

  • Auf der Mosel muß es auch irgendwo noch eine Landemöglichkeit geben. Jedenfalls gibt es dort eine Flugschule für Wasserflug.

    --> http://www.drive-and-fly.de/

  • Mich reizen Wasserflieger auch aber bei den derzeitigen Regelungen wäre es in etwa so, als würde man auf Helgoland wohnen und sich ‘nen Porsche kaufen... :-(

    In einem der Filme kann man schön sehen, wie glatt eine Wasseroberfläche sein kann. Da kann man sich dann schnell in der Höhe verschätzen. Auf vielen Grasplätzen in Norddeutschland käme man bei dem häufigen Regen wohl mit ‘nem Wasserflieger eher in die Luft als auf besseres Wetter zu hoffen...*grins*

    Gruß Lucky

  • Der Vorteil bei einem Amphibienflugzeug ist ja, das  man damit auch auf Land landen kann. Die Borey hat ein Komposit Fahrwerk was auch für üble Äcker geeignet ist. Sie ist dank des Flügelprofils auch nach 70 Metern in der Luft. Ist aber natürlich nicht die schnellste. aber man sitzt gut und hat Platz.
    Ja, glassy water ist mit das gefährlichste beim Wasserfliegen. Man sieht nicht was unter dem Wasser ist. Das Wasser ist auch härter als Beton. Der Trick ist, den Flieger absolut gerade zu halten und mit einer möglichst kleinen Sinkrate aufzusetzen. Also niemals ziehen und immer horizontal bleiben. Lernt man aber in der Ausbildung.
    Wie man hier in dem Video sieht.

    Extrem glassy waterlanding https://vimeo.com/235633078


    Da hab ich einigen Leute auf dem Sedlitzer See eine Einweisung gegeben. Waren aber, zugegeben, extreme Bedingungen.

  • Mr. Lucky schrieb:
    Mich reizen Wasserflieger auch aber bei den derzeitigen Regelungen wäre es in etwa so, als würde man auf Helgoland wohnen und sich ‘nen Porsche kaufen... :-(
    Leider wahr. Hier in MeckPom haben wir Seen ohne Ende. Wäre echt der Hammer, wenn es da ein paar UL-Seen gäbe :-)

    Bye Thomas

  • Hier der Stand auf der Aero.


    B227, B1, AeroVolga

    Bin ab Donnerstag auch auf dem Stand.

    Jeder herzlich für eingeladen. (Auch für allgemeine Informationen übers Wasserfliegen)




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