Tiefflieger "aus dem Nichts"

Forum - Allgemeines & Aktuelles
  • BravoEcho schrieb:
    Es hat ein Kollege ein konkretes Erlebnis gehabt und ihm ist bei dieser Situation "Angst und Bange" geworden.
    Am Boden! Im Flur einen Krankenhauses! Leute, kommt doch mal wieder zurück auf den Boden. DAS IST HERBEIGEREDET!

    Ich habe neulich eingenhändig im Fernsehen gesehen, dass ein Haus nach einem Gasleck eingestürzt ist. Wie komme ich jetzt sicher zur Arbeit, vorbei an den ganzen gasbeheizten Häusern? Wie sieht mein Risk-Assessment für den Rest bis zur Rente aus?
  • BravoEcho schrieb:
    Ist es möglich, dass Du einen allgemeinen Angriff auf die Piloten der Bundeswehr vermutest und hier vielleicht Kollegen verteidigen willst?
    Keineswegs! Ich rede über die Wahrnehmung und die daraus konstruierten Schlüsse. In einem Krankenhaus aus dem Nichts. Akustischer Wahrnehmungskegel, dabei reden wir noch nicht darüber ob die sonst mit 50% fliegen und heute mal zufällig den Nachbrenner anmachen mussten (damit sie nicht von einer C42 überholt werden), was weiß ich ...

    Ich habe etwas wahrgenommmen. Ich klassifiziere es mal als Bedrohung. Immerhin Telefonate mit Gott und der Welt deswegen, dann die aus der eigenen Unwissenheit über Dinge, die nicht relevant wären, hätte ich mir darüber keine Gedanken gemacht, die nicht notwendig wären, wenn ich nicht von vornherein jedes Erlebte als persönliche Bedrohung wahrnehmen würde. Der Ruf nach DFS, nach Radar, nach Vermeidungssystemen und all das entlädt sich hier.

  • Ich muss da Frank schon ein wenig beipflichten. Dieses Angstgehabe ist absolut deutsch (und in weiterem Sinne auch gerade amerikanisch) und daraus resultieren dann eben Verhaltensweisen wie der dauernde Schrei nach Ordnung oder dass es für jeden Schmus der passiert einen Verantwortlichen geben muss welchen man belangen kann. Und des Weiteren lähmt eben diese Angst vor irgendwelchen Konsequenzen oft genug den gesunden Menschenverstand und verhindert nötiges Handeln. Nicht nur in der Fliegerei meiner bescheidenen Meinung nach ein absolutes Handicap. Denkt mal drüber nach wie oft Ihr selber denkt: "Das darf der doch nicht, da kann doch sonst was passieren" oder Ihr diesen Spruch von anderen hört. All diese Entwicklungen tragen dazu bei dass ich nie wieder in Deutschland leben könnte und wollte. Individuelle Freiheit ist mir dazu viel zu wichtig. Und genau diese geht durch Angst zuerst über den Jordan. Dicht gefolgt von Toleranz übrigens. 

    Gruss Stephan

  • DANKE. Es ist kein Problem, dass der Rest der Welt einen für Bescheuert hällt. Es ist sehr tröstlich, dass wenigstens einer ähnliche Auffassung hat. Ymmd.

    Frank

  • DiJoZi schrieb:
    Selbstverständlich verfügt ein militärisches Flugzeug über alle "Hilfsmittel" zur Ortung anderer Flugzeuge, incl. TACAS.
    Das beruhigt mich, danke fuer die Info.

    Ansonsten ist die Diskussion hier (wieder mal) unterirdisch. Wenn man ueber keine Gefahren mehr diskutieren darf, nur weil die Wahrscheinlichkeit, dass es einen persoenlich betrifft, unter einem von FranHaus festgesetzten Wert liegt (wie hoch ist der eigentlich?), dann ist wirklich alles zu spaet.

    Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass ich mit jemanden in der Luft kollidiere, sehr sehr klein ist, habe ich trotzdem ein Powerflarm eingebaut. Und verfolge weitere Massnahmen, um das (sehr kleine) Risiko weiter zu senken. Das ist absolut selbstverstaendlich, also zumindest fuer normal denkende Leute...

    Und es ist keine gute Idee, sich ohne Transponder unter der Woche im Tiefflugband laenger als noetig rumzutreiben. Auch das gehoert zur Risikominimierung, ueber die man selbstverstaendlich sprechen darf.


    Chris

  • Also Frank, dann lass uns doch mal wieder sachlich werden, wir wollen uns ja nicht streiten.

    Ich habe "Angst und Bange" geschrieben, aber "ja", das war eine Übertreibung. Ich saß nicht schlotternd am Schreibtisch, sondern ich habe mir "Gedanken gemacht" und versucht, diese mit einer Frage im Forum zu beantworten.

    Auch Dein Zweifel am Wahrheitsgehalt meiner Behauptung "200m Flughafendistanz" war berechtigt, ich habe eben nachgemessen, es sind 600m.

    Ich habe mal die Luftwaffe kontaktiert und die gleiche Frage gestellt, nämlich: "Sieht der mich? Kann ich mich vorab informieren?". Die Antwort war: "Der Luftraum ist allgemein zugänglich und unter VFR-Bedingungen gibt es konkret festgelegte Ausweichregeln." Bin gespannt, wie ich das nächste Mal einem Tiefflieger ausweiche, wenn der zufällig von der falschen Seite kommt und Vorfahrt hat.

    Hier im Alpenvorland fliegen eine Menge Kleinflugzeuge herum, wenn ich mich dem Flugplatz nähere oder auch nur in der Gegend herumtuckere, dann fliege ich manchmal auch tief, einfach weil es schön ist. Für mich wäre es jetzt keine Lösung, immer über dem Tiefflugband zu fliegen und dann im Sturzflug auf den Gegenanflug herunterzustechen, aber natürlich habe ich auch imemr meinen Transponder an. Alles in allem wird die Frage doch erlaubt sein, ob ich mich vorab über geplanten Tiefflug informieren kann, oder nicht (so scheint es nämlich zu sein). Und ob ich für einen Tiefflieger sichtbar bin, oder nicht. Ich bin nicht technisch versiert genug, um zu wissen, welche Geräte zur Ortung so ein Kampfjet an Bord hat und ob ein kleines UL darauf überhaupt sichtbar ist.

    Wie auch immer, meine Frage ist ja jetzt beantwortet, ich glaube wir können den Thread hier schließen.

    Viele Grüße

    Pisolo

  • Pisolo schrieb:
    Alles in allem wird die Frage doch erlaubt sein
    Jede Frage muss erlaubt sein (und ist es auch!).


    Chris

  • Pisolo schrieb:
    Hier im Alpenvorland fliegen eine Menge Kleinflugzeuge herum, wenn ich mich dem Flugplatz nähere oder auch nur in der Gegend herumtuckere, dann fliege ich manchmal auch tief, einfach weil es schön ist.
    Moin,

    was ich nicht verstehe, in Deinem Profil steht als Flugplatz Köln-Bonn, liegt denn das jetzt im Alpenvorland?

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß ein Jet der Bundeswehr so tief ohne jegliche Warninstrumente fliegt denn einige Windräder sind ja schon über 200m.

    Gruß, Stefan

  • Hallo,

    >
    > Auch wenn die Chance gering ist, dass mich so einer wirklich exakt
    > in der Luft trifft, so möchte ich doch auch nicht in seine Wirbelschleppe kommen.
    >

    Ist schon passiert -> C42 & Wirbelschleppe einer F4-Phantom -> C42 zerlegt.

    klick



    >
    > Sehen die mich mit meiner C42 auf Ihrem Primärradar und können mich umfliegen?
    >

    Nein.


    >
    > Empfangen die meinen Transponder?
    >

    afaik Nein.


    >
    > Die werden von der Einsatzleitung vor Dir gewarnt,
    > wenn die Dich auf dem Schirm haben.
    >

    Ja - aber in 500ft ist das relativ unwahrscheinlich dass du
    auf dort auf dem Schirm bist.  ;-))



    >
    > Selbstverständlich verfügt ein militärisches Flugzeug über
    > alle "Hilfsmittel" zur Ortung anderer Flugzeuge, incl. TACAS.
    >

    ...hmmm... ich denke nicht.   Woher hast du diese Information?!



    >
    > Die Gefahr ist klein, aber real.
    >

    In der Tat.

    Auf meinem allerersten allein-Streckenflug noch als UL Schüler
    dufte ich in ca. 2000ft auch zwei Kampfjets in geschätzt 1000ft
    unter mir hindurch rauschen sehen... war etwas beängstigend aber
    auch cool ;-))

    Und in Frankreich haben mich mal zwei AlphaJets der Patrouille
    de France "besucht" als ich der Restricted 55AE bei Orange
    etwas "nah" gekommen bin. Die Route ging "knapp aussen an der Kante"
    entlang aber die Jungs haben sich wohl gedacht: "schau′ mer uns doch mal
    den Delta-Mike Pappdrachen etwas aus der Nähe an".
    Das war spannend aber harmlos  ;-)))

    Transponder Ein, Tiefflugband so gut es geht meiden und Rausgucken.
    Mehr geht nicht.


    BlueSky9


  • BlueSky9 schrieb:
    > Selbstverständlich verfügt ein militärisches Flugzeug über
    > alle "Hilfsmittel" zur Ortung anderer Flugzeuge, incl. TACAS.
    >

    ...hmmm... ich denke nicht.   Woher hast du diese Information?!
    So, mal bisschen recherchiert: Die deutschen Eurofighter haben definitiv kein TCAS an Bord. Die Briten wollen ihre damit ausruesten, zmindest ist das angedacht.


    Chris



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