Hi, und nicht vergessen: Genauso wie du dich in der Kabine bewegst (einfach nur schwerelos schwebend mit 0g oder leicht aufsteigend mit < 0g), tut es auch der Sprit in der Schwimmerkammer und das Motoröl im Ölbehälter. Der schwebende Sprit im Vergaser nimmt natürlich die Schwimmer mit nach oben und macht damit die Spritzufuhr dicht (Motor geht aus und schwebender Sprit geht über die Entlüftung raus) und das schwebende Öl im Ölbehälter gibt die Ansaugleitung am Boden für Luft frei - und Luft in der Ansaugleitung mag die Ölpumpe gar nicht so.
Daher ist schon gut drauf zu achten, dass man immer etwas >0g bleibt. Die -2/+4, die man als ULer so im Kopf hat, gelten halt nur für die Zelle - nicht für die Rotaxen.
In mindestens einem der zahlreichen Betriebshandbücher zu Rotaxfliegern (ich glaube Aquila 210) steht zu lesen, dass bei = bis negativen G`s Brandgefahr durch überlaufende Vergaser droht. Stichwort Leerlauf und munter weiter fördernde Spritpumpe.
Chris schrieb ja schon, dass es bei ihm nach Sprit müffelt, wenn er parapelt. Wer das schon einmal im Flieger durch die Nase strömen lassen hat, der hat in der Regel den Bolzen schon ganz weit draussen. Denn Feuer in womöglich 3 oder 5000 Füßen ist der Supergau. Besonders, wenn da vorne ein paar 100ml Sprit verplört wurden. Unser Brandschott (lol), mit der Widerstandsfähigkeit einer japanischen Papierlaterne, ist da nur ein ganz schwacher Trost.
Wenn mans machen will, dann sollte man sich bezüglich der Verlegung und Entsorgung der Vergaserentlüftungsschläuche etwas einfallen lassen. Oder, so blöd das klingt, den Benzinhahn zumachen, damit nichts weiter gefördert wird, während die Schwimmernadelventile offen stehen.
Was allerdings auch nicht gerade eine die Entspannung fördernde Lösung ist. Der Motor läuft im Leerlauf noch einige Zeit mit geschlossenem Benzinhahn. Nur wieder aufmachen, sollte man nicht vergessen.
Was der Gesetzgeber dazu sagt ist mir ziemlich wumpe, denn da oben ist man alleine. Nachweisen kann das eh keiner und wenn ich zerbröselt im Acker liegen sollte, dann verklagt mich doch.
Wenn ich geradeausfliege, dann wirkt 1g, wenn ich parabelle, dann also auch (C42 ist nicht soo hässlich, muss immer noch über Deinen Kommentar lachen, *top* :-) ). Der Unterschied in der Magengegend ist dann vermutlich, dass im Geradeausflug das 1g von meinem Zwerchfell gestützt wird, im Parabelflug hingegen so geflogen wird, dass weder das Flugzeug mich berührt, noch mein Zwerchfell meinen Magen, richtig?
> > ...im Parabelflug hingegen so geflogen wird, dass weder das Flugzeug mich berührt, > noch mein Zwerchfell meinen Magen, richtig? >
Korrekt!
Genausowenig wie dann dein Kopf auf deinen Hals drückt oder dein Oberkörper sich auf dein Becken stützt.
Wie gesagt - es ist das "Erfahren" von 0g - ohne "bremsende Sitzfläche" von unten oder einwirkenden Luftwiderstand wird alles im Cockpit um dich herum und jedes Atom in dir drinnen mit den gleichen 9,81 m/s^2 beschleunigt und hat die gleiche Geschwindigkeit - somit wirken keine Kräfte auf deine inneren und äußeren "Bauteile"
Deine Geschwindigkeit sowie deine Beschleunigung realtiv zu deinem Inertialsystem "Flugzeugcockpit" ist 0 m/s und 0 m/s^2 => ohne Schwerkraft
Relativ zur Erde hast du 1g Relativ zum Flieger hast du 0g (und das ist das, was du spürst ;)
Platt ausgedrück: es gibt dann trotz deiner "Schwere" keine durch sie bedingte und auf dich wirkende Kraft. -> Uuuupsie ;-)))
> > ...Motor geht aus und schwebender Sprit geht über die Entlüftung raus... >
> > ...Besonders, wenn da vorne ein paar 100ml Sprit verplört wurden.... >
Leute - gemach! Wir reden hier uber kurze Parabelhüpfer. :)
"ein paar 100ml" bekomme ich so jedenfalls nicht aus dem Vergaser raus, der Motor geht auch nicht gleich aus und wegschweben tut der Sprit so schnell auch nicht ;-)
Das wäre ja auch schlimm für einen Flugmotor. Jeder kennt die fetten Thermikböen, bei denen er sich schonmal oben am "Gestänge" den Kopf angehämmert hat... Da gibt es kurzfristig immer mal gute minus-Gs :-))
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