Schweden UL kommerzieller Taxiflug

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  • Moin zusammen

    ich bin Lars aus Hamburg, 47 Jahre und neu hier im Forum. Ich habe keinen Flugschein aber einen Traum.

    Diesen Traum möchte ich einmal hier beschreiben und freue mich auf eure ehrlichen Antworten oder Beiträge zu diesem Thema. Sicherlich ist auch der ein oder andere dabei, der mich für bekloppt hält und als Opfer einer Midlife Crisis sieht :-) Dann ist das eben so. 

    Seit 30 Jahren und länger träume ich vom Fliegen. Beruflich war es mir nicht möglich, da die LH mich nicht wollte und eine private Ausbildung war für mich zu teuer. Für die Hobbyfliegerei fehlte mir ebenfalls das Geld und auch die Zeit. Nun bin ich langsam von meinem Bürojob genervt und möchte gerne etwas in meinem Leben ändern.

    Mein Traum, bzw. meine Idee sieht folgendermaßen aus - Ich möchte gerne einen UL Flugschein machen und in Schweden kommerzielle UL Flüge anbieten. Hä? Was für ein Quatsch? Ja genau. Vor den Toren Stockholms gibt es den Schärengarten, bestehend aus hunderten kleinen Inseln. Viele sind von reichen Stockholmern bewohnt, die dort ein Wochenend-/bzw. Ferienhaus besitzen. Nun dauert die Überfahrt mit der Fähre ab Stockholm einige Zeit, sodass es sich für Geschäftsleute, die bis Freitag Abend arbeiten und Montag früh wieder im Büro sein müssen, oft nicht lohnt oder zu stressig ist. Ich kenne das, da ich ein Wochenendhaus an der Nordsee habe und auch oft überlege, ob ich da Freitag Abends noch hinfahre oder nicht... 
    Diese Menschen würde ich dann gerne mit einem UL auf Floats in der Nähe von Stockholm einsammeln und zu deren Insel bringen. Ist zwar teurer als mit einer Fähre aber wesentlich schneller. Und meist zählt bei solchen Menschen Zeit mehr als Geld. 

    Lasst das Finanzielle mal weg (UL Lizenz, UL kaufen, etc.), glaubt ihr, dass so etwas machbar wäre? ULs kommerziell zu fliegen ist offensichtlich eine Grauzone aber grundsätzlich nicht verboten. Darf man auf der Ostsee auf Floats landen? Was muss ich generell bedenken? Ihr seid die Profis, die mir hoffentlich einige Erfahrungen, Bedenken, vielleicht auch Zuspruch und Hoffnungen mit auf dem Weg der Überlegung geben könnt. Mittlerweile bin ich auch in einem Alter, in dem ich durchaus ernsthaft und nicht naiv über meine Zukunft nachdenke, auch wenn das hier evtl. naiv klingen mag...

    Ich freue mich sehr auf eure Kommentare!!

    LG, Lars

  • Ostsee mit UL auf floats kann man denke ich vergessen.

    Killer Nr. 1 ist der Wellengang. Ich kenne die lokalen Gegebenheiten nicht, aber das Wasser muss wirklich sehr wenig/keine Wellen haben. Und ob das in den allermeissten Tagen der Fall ist, wage ich zu bezweifeln...

    Killer Nr. 2 ist das Salzwasser, dazu muss ich glaube nicht viel sagen. Da kannste machen was Du willst, das macht auf Dauer einfach alles kaputt.


    Chris

  • Hallo Lars, ich mag solche Träume auch wenn sie leider kaum eine Chance auf Umsetzung haben. Allerdings wird dir hier wohl niemand deine konkreten Fragen zuverlässig beantworten können. Dafür müsste man z.B. die Gesetzeslage in Schweden sehr genau kennen. Übertrage das Ganze mal auf Deutschland – dann wäre die Beantwortung der Fragen um ein Vielfaches leichter, aber immer noch schwierig genug.


    Auf Deutschland übertragen gäb es dann zum einen rechtliche und zum anderen betriebswirtschaftliche Fragen. Und betriebswirtschaftlich kann ich mir leider nicht vorstellen, dass sich ein Personentransport auf UL-Basis - in welcher Konstellation auch immer - rechnen kann.

    @Chris

    Ostsee hat Brackwasser, kein Salzwasser

  • Der FlyWhale ist für derartige Einsätze konzipiert worden. Er besitzt seit rund zwei Monaten die Musterzulassung des DAeC.

    http://www.flywhale.de/

  • @aviatrix

    Auf wie vielen Gewässern darf man in D mit dem Ding landen? AFAIK waren das vor 1-2 Jahren noch ganze 3 Landeplätze in ganz Deutschland.

  • Hallo Lars,

    auch ich träume gern und so mancher Traum geht ja dann im Laufe eines Lebens auch in Erfüllung. Und wenn nicht, ist das träumen an sich ja auch schon ganz schön.

    Allerdings muß ich den Vorrednern recht geben. Weiterhin wird man nur durch eine Ausbildung nicht zu einem erfahrenen Piloten. Das braucht viel Zeit, Erfahrung, Austausch mit den Kameraden, Geld.

    Und das Wasserfliegen ist noch mal ne tüchtige Schippe obendrauf. 

    Ich würde als erstes mal checken, ob dir das Fliegen als solches in der Realität tatsächlich so viel Spass macht, wie in deinen Träumen. Checke die rechtlichen Rahmenbedingungen und wenn das dann gut und machbar aussieht, dann fang doch einfach erst einmal mit einer Ausbildung an. 

    Alles weitere wird sich dann schon fügen.

    Gruß Thomas

  • Ist Brackwasser harmlos ? An der deutschen und dänischen Küste scheint der Salzgehalt nicht ganz so gering zu sein..

  • @EDXJ Das stimmt für Deutschland - leider! Aber ich dachte, es geht hier um Schweden...

    B.t.w.: Bereits auf Binnengewässern ist das Landen höchst anspruchsvoll. Ich würde so etwas ohne langjährige Erfahrung mit Floats auf der Ostsee nicht machen. In Flensburg wird die Ausbildung auf Cessna und Piper mit Floats angeboten.

    Happy landings
    Conny

  • Werner1966 schrieb:
    Ist Brackwasser harmlos ? An der deutschen und dänischen Küste scheint der Salzgehalt nicht ganz so gering zu sein..
    Nein, ist es nicht. Schon salzhaltige Luft kann auf dafür nicht geeignete Geräte fatale Auswirkungen haben. Meine Harley hat schon nach einem Jahr den Chrom abgeworfen und die polierten Aluteile waren angegriffen. Standort 10 km von der Ostseeküste. Heute alles gepulvert und wieder schön (schwarz) ;o)

    Aber einem unpräparierten UL wird diese Umgebung tüchtig ans "Leder" gehen.

  • Zum Thema Brackwasser:

    Der Salzgehalt der Ostsee nimmt Richtung Osten und Nordosten deutlich ab. Im angesprochen Bereich (Schären) dürfte er noch bei einem Zehntel des Salzgehaltes im Atlantik liegen. Aber wenn sogar schon in Flensburg mit Cessna und Piper auf der Ostsee gelandet wird, scheint zumindest dieses Problem ja beherrschbar zu sein.

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