Welchen CO-Warner würdet Ihr empfehlen ?

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  • @FlyReal Hast du für deinen Gasmesser eine Prüfstation?

    Wir haben im RD die Dräger PAC3500 und die müssen spätestens alle 2 Tage in der Dockingstation mit dem Prüfgas getestet werden. 

  • Wiggl schrieb:
    Wir haben im RD die Dräger PAC3500 und die müssen spätestens alle 2 Tage in der Dockingstation mit dem Prüfgas getestet werden. 
    Wenn man es mal genau nimmt, sind Gas-Warngeräte sogar täglich vor Arbeitsbeginn zu kontrollieren (DIN EN 60079-29-2).

    Nachzulesen auch z.B. bei der "BG Rohstoffe und Chemische Industrie" (http://downloadcenter.bgrci.de/resource/downloadcenter/downloads/T023_Gesamtdokument.pdf) unter Punkt 11.3. Das Dokument zielt zwar in erster Linie auf Geräte für den Explosionsschutz, findet aber auch Anwendung auch auf toxische Gase. CO fällt unter beide Kategorien.

  • Hallo,

    >
    > Wenn man es mal genau nimmt, sind Gas-Warngeräte sogar
    > täglich vor Arbeitsbeginn zu kontrollieren
    >


    Na, das wäre doch mal ein Punkt für die Checkliste:

    - ...
    - Türen verriegelt
    - Besatzung Angeschnallt
    - CO Detektor mit Prüfgas beströmt und nachkalibriert
    - Gepäck gesichert
    - Hauptschalter EIN
    - ...

    SCNR    ;-)))))


    BlueSky9


  • Unterm Strich....

    Hallo Kollegen,

    hier stellen sich doch einige Fragen. Hole ich mir hier wirklich ein zusätzliches Piepsedings ins Sportgerät welches gewartet, kalibriert und geprüft werden muss, bei dem während des Fluges die Batterie leer werden kann und wird, dessen Warntöne im Flieger eh nicht zu hören sind, das zusätzliches Gewicht hat.....

    ..... oder bleibe ich doch lieber bei meinen alt bewährten Plaketten ? ;-)

    Das muss wohl jeder mit sich selbst ausmachen - mir erscheinen die Nachteile doch zu gravierend...

    Gruß Jörg

  • Hallo Jörg,

    die Frage ist aber, was heißt "bewährt". Hat Dich die Plakette jemals vor zu hohem CO-Gehalt im Cockpit gewarnt und damit das Schlimmste verhindert? Oder kennst Du jemanden, der aufgrund der Plakette rechtzeitig gewarnt wurde? Wenn nein, hat sie sich noch nicht bewährt.

    Ich habe gehört, dass die Plakette sehr träge reagiert, sie muss regelmäßig getauscht werden (alle 90 Tage???) und sie ist nicht gerade bekannt dafür, dass sie aktiv auf Gefahr aufmerksam machen kann.

    Meine erste Wahl wäre das nicht. Ich suche nach einer möglichst guten Lösung, was nicht ganz einfach ist bei so vielen Geräten und Meinungsvertretern (ulforum + PuF).

    Gruß, Eric

  • Ich hab grad CO-Plaketten bestellt und werde sie sobald ich Zeit finde (vermutlich nächste Woche) mal in unserer Messkammer neben einem frisch justierten Messgerät versschiedenen definierten CO-Konzentrationen aussetzen. Ich kann gern noch das ein oder andere China-Gerät dazulegen, wenn jemand eins zur Verfügung stellen möchte.

    Ich weiss nicht ob die Werte hier schonmal aufgetaucht sind - aber das sagt der Hersteller zu der Reaktionszeit seiner Plaketten:

    • 100 ppm     15-45 min
    • 200 ppm      4-5 min
    • 300 ppm      2-4 min
    • 400 ppm      1-4 min

    Die Reaktionszeit variiert durch die Luftfeuchtigkeit

  • Hallo onkelmuetze,

    das würde ich sehr hoch bewerten, dass Du Dir die Zeit nimmst,

    für uns hier im Forum, so eine Analyse durchzuführen.

    Von mir jetzt schon einmal beide Daumen hoch !

    Einen schönen Gruß,

    homebuilder

  • Danke! Sagen wir mal so, ich habe beruflich viel damit zu tun und hab schonmal eine CO-Vergiftung (gottseidank nicht beim Fliegen, bis zum Stadium Bewustseinsstörung/Schüttelkrämpfe/etc.) gehabt, deswegen ist auch mein persönliches Interesse an dem Thema nicht ganz unerheblich...

  • @Wiggl: Nein, habe ich als Privatperson "natürlich" nicht.

    Von den meisten Firmen gibt es die CO-Warner ja auch als wartungsfreies 2-Jahres-Wegwerfgerät (auch die Dräger Pacs). Einmal einschalten, nicht abschaltbar und nach 24 Monaten quittiert es seinen Dienst. Ich gehe davon aus, dass die Geräte daher für mindestens 2 Jahre ausgelegt sind. Im RD sind sie ja auch viel häufiger in Benutzung und kommen wohl mit mehr CO in Kontakt. Mir persönlich reicht es das Gerät gelegentlich mit einer leichten CO-Quelle wie einer ausgeblasenen Kerze zu testen und nach 2 Jahren zur Kontrolle und ggf. Sensorwechsel einzuschicken.

    Für z.B. Vereine, deren Flieger sehr oft bewegt werden, finde ich die "Wegwerfgeräte" nicht mal blöd. Vergessen einzuschalten ist damit unmöglich. Batterie ist für die Dauer ausgelegt und nach 2 Jahren wird halt ein neues gekauft. Die HoneyWell GasClips kosten wohl so 170 Euro für 2 Jahre, sind aber leider in knallgelb nicht besonders dezent im Cockpit unterzubringen. Etwa 7 Euro im Monat.

    Ob man einen CO-Warner im Flieger braucht oder möchte, muss jeder selber entscheiden. CO ist wahrscheinlich nicht das größte Risiko am Fliegen. Schade aber fände ich, wenn sich jemand aufgrund einer langen und kontroversen Diskussion dann doch noch dagegen entscheidet, weil er das Gefühl hat ja nur falsch entscheiden zu können. Im Grunde ist alles besser als nichts (solange man sich nicht mit einem ungetesteten Billiggerät in eine Hochrisikoumgebung begibt und dann auf die angezeigten 0ppm vertraut....).

  • Hallo Onkelmütze,
     
    Ich bin wirklich auf die Reaktion und die Sichtbarkeit anderer Klebepad-Typen gespannt.
    Mein Test war ja wirklich nur sehr quick′n′dirty, hat mich aber trotzdem erschreckt.

    Wenn man du das mal wirklich "unter Laborbedingungen" testen könntest,
    dann würde ich schomal sofort sagen:





    :-))

    BlueSky9

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