Wasnichalles schrieb:Die Festigkeitsreserven sind Teil der statischen Rechnung, an sich aber in den gesetzlichen +4g enthalten. Das "Über"gewicht kann nicht durch Sprit in den Tragflächen "erreicht" werden, weil der Zustand "voll" nicht zu steigern ist. Das ging vor einigen Jahren noch anders, als bei der Erstabnahme mit Luft gefüllte benzinfeste Schläuche in den Tanks versteckt wurden, um derAbnahme-Kommission möglichst viel abzuziehenden Sprit vorgaukeln zu können. Hierunter fallen auch die hauchdünnen Makrolon-Kunststoffscheiben und ausgehöhlte RG-Fakes mit ebenso ausgehöhlten Raketen und RG-Kontainern aus Styropor o.ä.In diesem Falle ist es mir ziemlich wurscht, ob die 600 kg kommen und zu welchen Bedingungen dann diese MTOW-Erhöhung eingeführt wird. Wenn ein UL konstruktiv bereits für die 600 kg-Klasse vorgesehen ist, dann weiß ich, dass es auch entsprechende Festigkeitsreserven aufweist, was ich auch bei meiner Typen-Entscheidung voraussetze.
Wie ich hier schon mal schrieb: wenn dieses Übergewicht durch Sprit IN den Tragflächen erreicht wird, macht mir das von der Statik her kein Kopfzerbrechen und außerdem wird dieser Treibstoff ja im Fluge großteils verbraucht. Etwas höherer Stallspeed ist sowieso fliegerisch ein Klacks.
Auf den Verbrauch im Fluge würde ich nicht setzen, weil die irgendwann garantiert kommende Böe ja nicht wissen kann, wie voll die Flächentanks sind. Aber du hast Recht: Auf die Flügel-Holme wirkt sich der Flügeltankinhalt nicht direkt aus, aber auf die Speed über die Flächenbelastung und damit auch alles andere.
hob