BZF Prüfung - eure Erfahrungen

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  • Da bei mir die BZF Prüfung nahezu unmittelbar bevorsteht, möchte ich euch schnell nochmal nach Euren Erfahrungen bezüglich der Prüfung fragen. Der Ablauf als solcher ist mir bekannt, der Fragenkatalog sollte kein Problem sein (immer 100%). In erster Linie ist es das Funken an sich, was mich interessiert. Über folgende Dinge zerbreche ich mir aktuell den Kopf:

    1. SVFR-Bedingungen:
    Wenn der Prüfer vorher sagt, dass SVFR Konditionen innerhalb der CTR sind, welchen der folgenden Funksprüche muss ich dann nach Herstellung der Funkverbindung verwenden?
    • D-ECOE, Cessna 172, Position GAT, VFR über S, erbitte Rollen
    • D-ECOE, Cessna 172, Position GAT, SVFR über S, erbitte Rollen
    • D-ECOE, Cessna 172, Position GAT, VFR über S, erbitte Rollen und SVFR
    2. Im Anflug Nummer 2:
    Wenn ich mich im Anflug befinde und auf Verkehr hingewiesen wird, wird der Lotse bzw. Prüfer sicherlich eine Staffelung vornehmen. Das heißt, dass ich mit hoher wahrscheinlichkeit als Nummer zwo "reingeholt" werde. Wie lautet der richtige Funkspruch?
    • D-ECOE, Nummer 2, Verkehr in Sicht
    • D-ECOE, Nummer 2, hinter PA28, Verkehr in Sicht
    • D-ECOE, Nummer 2, hinter PA28, Verkehr in Sicht, hinter
    • D-ECOE, Nummer 2, hinter PA28, hinter
    3. Verlassen der Kontrollzone:
    Eigentlich verlässt man die Kontrollzonen ja über Pflichtmeldepunkte aus der Karte. Was muss ich machen, wenn ich in einer SVFR Anweisung jedoch nur "Verlassen Sie die Kontrollzone, fliegen Sie..., melden Sie Verlassen der Kontrollzone" höre und kein Hinweis auf einen Pflichtmeldepunkt bekomme? Kann ich dann schon beim Verlassen der Kontrollzone das Verlassen der Frequenz requesten obwohl der Pflichtmeldepunkt noch nicht erreicht ist?
    • D-ECOE, Verlasse Kontrollzone, 2.000ft, erbitte verlassen der Frequenz
    • D-ECOE, Verlasse Kontrollzone, 2.000ft [...]
      D-ECOE, Position S (aus Anflugkarte abgelesen), 2.000ft, erbitte verlassen der Frequenz
    Ihr seht, dass es sich hier um kleine Details handelt, aber ich bin mir eben absolut nicht sicher, welches Detail das korrekte ist. Vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich. Wäre sehr dankbar für jede Hilfe...
  • Moin Sukram,

    zum Einen: man kann die Prüfung alleine vorbereiten. Es ist aber Erfahrungsgemäß deutlich mühsamer und die Fehlerwahrscheilichkeit ist deutlich höher. Bei Sprechkursen gibt es in aller Regel kurz vor der Prüfung noch ein Abschlußtermin, an dem Fragen wie Deine noch behandelt werden können.

    zu 1. Die Bedingungen, unter denen Du abfliegst, legst ja nicht Du sondern der Lotse fest. Also einfach wie immer das standartisierte Verfahren: Einleitungsanruf, beim nächsten Anruf die Absicht (also VFR). Der Lotse wird dann entsprechend reagieren.

    zu 2. Da habe ich - auch in der Prüfung - schon verschiedene Varianten erlebt. Die meisten Lotsen möchten, dass man in der Prüfung alles 1:1 zurückliest, obwohl dies die Regeln gar nicht hergeben. Das war in meiner BZF II Prüfung so. In der BZF I Prüfung hat der Lotse vor dem Funkteil deutlich darauf hingewiesen, daß ihn diese 1:1 zurückleserei ankotzt und ihm viel zu viel Zeit kostet. Er wollte den Funkverkehr Regelgerecht haben. Also je nach Inhalt der Anweisung entweder 1:1 zurücklesen oder mit Wilco bestätigen oder die Informationen auch nur mit ′Verstanden′ quittieren (bzw. analog in Englisch). Mit anderen Worten: Du solltest die Regeln bezüglich der Bestätigungen von Meldungen (zurücklesen, Wilco oder nur Verstanden) beherrschen und vor dem Funkteil - sofern der Prüfer das nicht von sich aus macht - nachfragen, wie er es wünscht.

    zu 3. Es gibt ja Pflichtmeldepunkte und solche Punkte, bei denen man von sich aus melden muß sofern nichts anderes festgelegt wurde. Wenn Du zum Ausflug eine Route ausserhalb der üblichen VFR Routen zugewiesen bekommst und wenn der Lotse nicht ausdrücklich einen Meldepunkt zugewiesen hat (melden Sie überfliegen oder passieren ...), dann musst Du das Verlassen der CTR melden und kannst dann natürlich auch das Verlassen der Frequenz requesten.

    Gruß
    Achim
  • Ich versuch's mal:

    zu 1.
    Wenn Du schon weißt, dass IMC herrscht, wäre die Variante 2 korrekt. Variante 1 ist aber auch zulässig, denn die SVFR-Freigabe bekommst Du sowieso.

    zu 2.
    In der Kontrollzone wird bei VMC VFR-Verkehr nicht gestaffelt. Deshalb wäre die 1. Variante ok. Herrschte in der CTR allerdings IMC, dann müsstest Du auch beim Einflug eine SVFR-Freigabe erhalten, was dann eine Staffelung gegenüber VFR und IFR bedeutet.

    zu 3.
    Wie eben schon gesagt, bei IMC, sprich SVFR, erfolgt Staffelung. Die Überwachung des Kontrollers endet beim Ausflug am Pflichtmeldepunkt mit Verlassen der Frequenz, oder er schmeißt Dich durch ein nicht erbetenes "Verlassen der Frequenz genehmigt" einfach raus. Korrekt ist hier bestimmt die Variante 2.

    Michael

    PS: Also los truxxon und cumulus, nun gebt's mir wieder!

  • Hi Sukram,

    ich bin überrascht das als Fluglehrer der Theorie noch kein BZF hast. Aber gut :)

    Zu 1.

    Der Fall kann nur vorkommen, wenn der Prüfer das vorher festlegt. Im Prinzip machst Du nichts falsch wenn Du VFR fliegen willst und der Lotse dir dann mit einen SVFR den Zahn zieht. Das ist der nromale Weg!! Dann machst Du mit SVFR weiter. Man treibt das hier nicht auf die Spitze. Der Prüfer vermischt das. Der eine fliegt VFR , der nächste SVFR. Die meisten aber SVFR.
    Nimmt man es genau, darf ja nur einer beim SVFR in der CTR fliegen. Es ist aber eine Prüfung. Bei uns flogen 6 gleichzeitig mit SVFR in der CTR rum. Das ist unrealistisch, aber es ist ja eine Prüfung.

    Zu 2.

    Beim staffeln in der Luft gibt es kein dahinter. Mit Nummer zwo ist alles gesagt.
    Das dahinter trifft dich beim aufrollen wenn vor Dir ein Flugzeug landet. Dann kommt der Klassiker: hinter landender C170 dahinter.
    Das soll sicherstellen das Du wirklich verstanden hast und nicht auf die Bahn rollst, wenn einer gerade im Endanflug ist.

    Zu3
    Wenn das SVFR dich nicht an einen Pflichtmeldepunkt rausführt, meldest Du das verlassen der CTR.
  • Danke schonmal, das hat eigentlich all meine unsicherheiten geklärt. Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass ich...
    • mein Vorhaben am GAT ganz normal mit VFR schilder und auf die Reaktion des Lotsen warte (SVFR)
    • beim Aufrollen das zweimalige hinter, also "hinter PA28 hinter" zurückgebe
    • im Endanflug nur mitteile, dass ich die Nummer 2 bin und den Verkehr ggf. sehe
    • und dass ich schon beim Verlassen der Kontrollzone das Verlassen der Frequenz requesten darf/kann...
    Danke an euch alle...

    zu Euren weiteren Reaktionen:

    zum Einen: man kann die Prüfung alleine vorbereiten. Es ist aber
    Erfahrungsgemäß deutlich mühsamer und die Fehlerwahrscheilichkeit ist
    deutlich höher.

    Ich bin mir dessen natürlich bewusst. Aber such′ mir mal einen BZF Kurs, der möglichst gestern beginnt und z.B. morgen oder übermorgen mit Prüfungsreife endet. Oder such′ mir hilfsbereite Personen, die Lust und Zeit haben, gerne auch gegen Honorar, ein oder zwei Stunden mit mir zu funken...

    ich bin überrascht das als Fluglehrer der Theorie noch kein BZF hast. Aber gut :)
    Das war ich auch, als der entsprechende Verband mir sagte, dass ich auch ohne BZF Theorieunterricht geben kann/darf. Bei dem anderen Verband geht das nicht. Verkehrte Welt, wa? Ist aber so. Für den praktischen Lehrgang brauche ich nun jedoch dringend das BZF, da der unmittelbar vor der Tür steht und auch unmittelbar vor der Tür stattfindet :)
  • Ich wünsche Dir dennoch schon jetzt viel Erfolg bei der Prüfung, bin mir aber sicher, dass du das mal wieder mit einer 100% bestehen wirst - du alter Streber :-)
  • FlyingDentist schrieb:


    PS: Also los truxxon und cumulus, nun gebt's mir wieder!

    Nein, keineswegs. Genieße den Thread, ich habe dazu nichts Sinnvolles zu sagen, also halte ich mich da raus. Obige Prüfungssituation hat - wie bei solchen Prüfungen üblich - nichts mit RealLife zu tun und folglich wären meine Beiträge dazu nicht zielführend. Markus will die richtigen 30% zum Bestehen wissen und da würde RealLife nur verwirren.

    Truxxon
  • Meine Erfahrung war, dass der Prüfer absolut fair war! Er hat gleich am Anfang betont, dass er niemanden absichtlich aufs Glatteis führen würde. So war es dann auch, er hat sogar hier und da geholfen indem er nochmal nachfragte, wenn jemand etwas Falsches zurückgelesen hatte.
    Die englischen Texte zu übersetzen hat es noch am meisten in sich - hier kann man Glück oder Pech haben - aber letztlich muss man sich auch hier keine allzugroßen Sorgen machen - im Zweifel wirst Du auch hier geholfen.  Gruss GX + viel Erfolg!
  • GX schrieb:
    Die englischen Texte zu übersetzen hat es noch am meisten in sich - hier kann man Glück oder Pech haben
    Ich gehe jetzt natürlich auch mal davon aus, dass da keine Unmenschen vor einem Sitzen und hoffe natürlich, dass das Ganze fair abläuft. Ansonsten würde ich die BNA anschkließend natürlich auch in einem Blog entsprechend "berücksichtigen".

    btw.: habe ich mich vorerst nur zu BZF II Prüfung angemeldet, da ich einfach nur ein BZF brauche und jede unnötige Fehlerquelle vorerst außen vor lasse (Englisch). Ich stufe mein Englisch zwar als fluent ein, möchte aber trotzdem vorerst nur die minimale Belastung annehmen, da es mir wirklich wichtig ist dort zu bestehen...
  • Ich wünsche dir auch viel Erfolg!

    Ich bin damals fast gesegelt :-(
    War damals 15 und hatte noch keinerlei Erfahrung.
    Plötzlich fragte mich der Prüfer im Anflug auf Baden Baden nach meinem Kompasskurs .....???? Hä - habe doch kein Kompass bei mir!

    Tja, wäre ich im Flieger gesessen hätte ich auf den Kompass geschaut, und hätte den Kurs durchgegeben. Ich war allerdings nur im Prüfungsraum.

    Klar - zum Schluss ist man immer etwas schlauer. Position war im Queranflug zur Landebahn - Also Landebahnrichtung + oder - 90° je nach rechts oder links Platzrunde.

    Er war aber so frei und liess mich bestehen. :-)

    Gruss Fabian

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